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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

198 
Zweiter Teil. Lande!. IX. Märkte und Messen. 
begehrten Wollen sehr erleichtert, und der Lande! vollzog sich in der Regel rasch. 
Schwieriger dagegen war es, die Abholung der Wolle durch den vom Käufer damit 
beauftragten Spediteur nach dessen Speicher zu erreichen, da sich in der Eile nicht so 
viele Gespanne und Arbeiter beschaffen ließen, um jeden einzeln gekauften Posten 
sofort abholen und zur Verwiegung bringen zu können. Diese mußte aber selbst 
verständlich erfolgt sein, ehe die Abrechnung mit dem Verkäufer stattfinden konnte. 
Dem Eichbornschen Magazine wurden hierbei öfter ein paar tausend Ballen Wolle 
zur Abholung, Verwiegung und größtenteils auch zur baldigen Weiterbeförderung 
überwiesen. Mit der vom Spediteur erhaltenen Gewichtsbescheinigung suchte dann 
der Verkäufer den Käufer in dessen Logis auf und fand dort meistens schon eine 
Anzahl anderer, gleichfalls auf Abrechnung Wartender vor, so daß es, ehe die letzten 
die Zahlungsanweisung auf den Bankier des Käufers erhielten, zur Erhebung des 
Geldes für diesen Tag sehr häufig schon zu spät war, obwohl die Zahlstunden bis 
sieben Ahr abends ausgedehnt wurden. Der Bankier hatte bei den Zahlungsleistungen 
besonders darauf zu achten, daß die Akkreditivsumme nicht überschritten und die Ein 
lieferung der Wollen am richtigen Ort erfolgt war. 
Mit der Einführung der Eisenbahnen hat das Markttreiben dann ein völlig 
verändertes Gepräge erhalten. Denn die Anfuhr der Wollen von den Dominien 
nach Breslau, die Tausende von Fuhrwerken in Bewegung gesetzt hatte, fiel ebenso 
wie der Weiterversand an die Käufer nunmehr zum größten Teile diesen zu, und 
viele der Produzenten, die früher ihre Ware stets persönlich nach dem Markt be 
gleitet hatten, sandten sie jetzt auf Breslauer Läger zum Verkauf und zur Besorgung 
alles weiteren. 
Mit der wachsenden Einfuhr überseeischer Wollen, die durch den in großem 
Maßstabe betriebenen Export hochfeiner schlesischer Böcke nach Australien und Amerika 
allmählich auf das erfolgreichste veredelt worden waren und viel billiger als die schlesischen 
einstanden, hat der Breslauer Markt schließlich mehr und mehr an Bedeutung verloren. 
Es ließ demzufolge auch mit der geringeren Nachfrage die Sorgfalt der Züchter nach, 
und so kommt es, daß der Besuch des Marktes von Ausländern, die ehedem in Breslau 
alle die feinen Wollen fanden, deren sie bedurften, heutzutage fast ganz aufgehört hat 
und die wegen Anrentabilität ohnehin schon sehr eingeschränfte Produktion immer weiter 
im Rückgang begriffen ist. 
So hat das 19. Jahrhundert, wie den Leinwand- und Tuchhandel, auch diesen 
Zweig des schlesischen kommerziellen Lebens in seinem Verlaufe seiner einstigen großen 
internationalen Bedeutung verlustig gehen sehen. Der Breslauer Landelsplatz hat 
dadurch Schläge erlitten, von denen er sich vielleicht nie wiedererholen wird; denn selbst 
die glänzende Entwickelung der schlesischen Montanindustrie hat die für den internationalen 
Verkehr unstreitig sinkende Bedeutung Breslaus, das im Inlande von dem Äbergewicht 
Berlins mehr und mehr erdrückt wird, nicht aufzuhalten vermocht. 
5. Der Musterlagerverkehr der Leipziger Messen. 
Von Paul Leonhard Leubner. 
kjeubner, Der Musterlagerverkehr der Leipziger Messen. Tübingen, kj. Lauxp, 
S. 1 und 5. 66 ff. 
Der Großhandelsverkehr der Leipziger Messen vollzieht sich heute für die Erzeugnisse 
der Keramik, der Glas-, Metall-, Kurz-, Galanterie-, Spielwaren und verwandten 
Industrien in der Form des Musterlagerverkehrs. Diese Form des Verkehrs besteht
	        

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Die Theorie Der Volkswirtschaft. Verlag von Arthur Kade, 1912.
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