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Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Kapital
  • Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Ware und Geld
  • Zweiter Abschnitt. Die Verwandlung von Geld in Kapital
  • Dritter Abschnitt. Die Produktion des absoluten Mehrwertes
  • Vierter Abschnitt. Die Produktion des relativen Mehrwertes
  • Fünfter Abschnitt. Die Produktion des absoluten und relativen Mehrwertes
  • Sechster Abschnitt. Der Arbeitslohn
  • Siebter Abschnitt. Der Akkumulationsprozeß des Kapitals
  • Index

Full text

Fünfter Abschnitt 
2. Zunehmende Intensität und Produktivkraft der Arbeit mil 
gleichzeitiger Verkürzung des Arbeitstages, 
Gesteigerte Produktivkraft der Arbeit und ihre wachsend® 
Intensität wirken nach der gleichen Seite hin gleichförmig. Beid® 
vermehren die in jedem Zeitabschnitt erzielte Produktenmass® 
Beide verkürzen also den Teil des Arbeitstages, den der Arbeite! 
zur Produktion seiner Lebensmittel oder ihres Aequivalents braucht 
Die absolute Minimalgrenze des Arbeitstages wird überhaupt 8” 
bildet durch diesen seinen notwendigen, aber verkürzbaren Bestand 
teil. Schrumpfte darauf der ganze Arbeitstag zusammen, so ver 
schwände die Mehrarbeit, was unter dem Regime des Kapitals 
möglich. Die Beseitigung der kapitalistischen Produktionsform €" 
laubt, den Arbeitstag auf die notwendige Arbeit zu beschränke” 
Jedoch würde die letztere, unter sonst gleichbleibenden Umständel 
Ihren Raum ausdehnen. Einerseits, weil die Lebensbedingungen det 
Arbeiters reicher und seine Lebensansprüche größer würden. Ande 
seits würde ein Teil der jetzigen Mehrarbeit zur notwendigen Arbei 
zählen, nämlich die Arbeit, die nötig wäre zur Erzielung eines gesell 
schaftlichen Reserve- und Akkumulationsfonds [eines Vorrats voh 
Produktions- und Lebensmitteln, der gestattet, die Produktion X 
arweitern und etwaige Schäden und Unglücksfälle auszugleichen]: 
Je mehr die Produktivkraft der Arbeit wächst, um so mehr kam) 
der Arbeitstag verkürzt werden, und je mehr der Arbeitstag ver 
kürzt wird, desto mehr kann die Intensität der Arbeit wachsen. CC“ 
sellschaftlich betrachtet, wächst die Produktivität der Arbeit au® 
parlamentarischen ‚Untersuchungsausschüssen 1814/15) hervorgehoben” 
Rückgang der Löhne bewirkten, werden von der Arbeiterklasse außer 
zewöhnliche Anstrengungen gemacht, die für die betreffenden Individv® 
sehr verdienstlich sind und sicherlich das Wachstum des Kapitals törde? 
Aber kein Menschenfreund wird wünschen, sie fortwährend und une? 
geschränkt geübt zu sehen. Sie sind höchst bewunderungswürdig als Ze 
weiliges Auskunftismittel; wenn sie aber fortwährend geübt würde»; ge 
würden ähnliche Folgen eintreten, wie wenn die Bevölkerung eines La 
bis zu den äußersten Grenzen ihres Nahrungsspielraumes angewacht, 
wäre.“ (Malthus: „Inquiry into the Nature and Progress of Rent. LonE%, 
1815“, p. 48 n.) Es macht Malthus alle Ehre, daß er den Ton legt auf aß 
auch an anderer Stelle in seiner Schrift direkt besprochene Verlänger”% 
des Arbeitstages, während Ricardo und andere, im Angesicht der schreie?, 
sten Tatsachen, die konstante Größe des Arbeitstages allen ihren Une, 
suchungen ‚zugrunde legten. Aber die konservativen Interessen, dern 
Knecht Malthus war, hinderten ihn, zu sehen, daß die maßlose Verlänger® 
des Arbeitstages, zugleich mit außerordentlicher Entwicklung der MaschiP® 
und der Ausbeutung der Weiber- und Kinderarbeit, einen großen Teil gi 
Arbeiterklasse „überzählig“ machen mußte, namentlich sobald die Kr 
Nachfrage und das englische Monopol des Weltmarktes aufhörten. E® die 
natürlich weit bequemer und den Interessen der herrschenden KlasseD op 
Maltbus echt pfäffisch verhimmelt, viel entsprechender, diese „U%1u 
rölkerung“ aus den ewigen Gesetzen der Natur, als aus den nur historl® 
Naturgesetzen der kapitalistischen Produktion zu erklären.
	        

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Wirtschaft Als Leben. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
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