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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

232 Zweiter Teil. Lande!. XI. Geldwesen und Kapitalismus. 
Gangbarkeit, Beliebtheit, Teilbarkeit, Wertbeständigkeit auszeichneten, allen wohl bekannt 
waren und sich in ihren einzelnen Stücken leicht vertreten konnten. Auf diese Weise 
ist es zu erklären, daß auf höherer Kulturstufe gerade die Metalle und insonderheit 
die Edelmetalle wegen ihrer chemisch-physikalischen Qualitäten (Widerstandsfähigkeit, 
Aufbewahrbarkeit, Lomogenität, Teil- und Formbarkeit) und wegen ihrer ökonomischen 
Vorzüge (relativ hoher Tauschwert, Gleichmäßigkeit der Wertverhältnisse) allgemein und 
überall zum Geldstoff gewählt wurden. So haben durch Verkehrssitte und gesellschaft 
liche Normsetzung die Edelmetalle im Laufe der volkswirtschaftlichen Entwickelung andere 
Tauschgüter in ihrer Geldfunktion verdrängt und sind zum allbeherrschenden Tausch- 
medium geworden. Als gesellschaftliches Darstellungsmittel des Wertes kann das Geld 
kein bloßes Symbol oder Wertzeichen sein, sondern muß als Insttument wirtschaftlicher 
Vertretung und Verständigung einen inneren, materiellen Gehalt, eine Wertsubstanz 
enthalten, muß Wertträger sein. Das Geld ist eine Ware, aber unter den Waren 
die marktgängigste, umsatzfähigste und kurrenteste. Die Sitte des Geldgebrauches setzt 
den Bestand der verkehrswirtschaftlichen Organisation der Volkswirtschaft voraus?) 
Trotzdem ist das Geld nicht an sich obrigkeitlicher Anordnung entsprungen, sondern 
das Resultat der wirtschaftlichen Verkehrsbedürfnisse. Staat und Rechtsordnung 
haben lediglich im Interesse des Verkehrslebens einer vollendeten Tatsache den Stempel 
des gesetzlichen Zwanges aufgedrückt, die Lerstellung des Geldes in die Lände der 
Obrigkeit gelegt und die legitimierten Geldstücke zum Zwecke der Rechtssicherheit in 
Amlauf gesetzt. Für den wirtschaftlichen Verkehr ist aber die staatliche Ordnung des 
Geldwesens von ausschlaggebender Wichtigkeit. 
Die Leistungen des Geldes für das Wirtschaftsleben sind dreierlei Art. Das 
Geld dient zunächst als allgemeines Tausch- und Amlaufsmittel, indem im 
wirtschaftlichen Verkehr Ware gegen Geld und Geld gegen Ware umgesetzt wird. In 
allen Fällen, in denen es dem Empfänger nicht um den stofflichen Gehalt der Güter 
und den unmittelbaren Gebrauchswert zu tun ist, wird das Geld als allgemeines 
Tauschmedium angenommen, da man dafür alle anderen Güter eintauschen kann. Da 
das Geld in dieser Funktion nicht auf die örtliche und zeitliche Gegenwart beschränkt 
ist, so vermittelt es auch die Äberttagung von Tauschwerten in Zeit und Raum. Es 
wird daher zu einem Mittel der intertemporalen Wertaufbewahrung und zum Medium 
des interlokalen Werttransportes. Infolgedessen dient es zugleich zur Ansammlung 
und Erhaltung von Privatkapitalien, zur leihweisen Überlassung von Vermögen und 
Vermögensteilen und wird zum hauptsächlichsten Vermittler und Träger des Kapital 
verkehrs. Sodann aber besteht die Verrichtung des Geldes in der Verständigung und 
in der Vergleichung bei der Preisbildung. Das Geld ist Mittel der vergleichenden 
Preisfixierung, es ist allgemeines Wert- und Preismaß. In dieser Eigenschaft 
ist es Maßstab des Wertes, weil es dazu benutzt wird, die Tauschwerte zu vergleichen 
und auf ein meßbares Niveau zurückzuführen. Ebenso wird es verwendet zur Ver 
gleichung der Preise, weil in der Verkehrswirtschaft die Preise aller Dinge in Geld 
ausgedrückt werden. Endlich ist das Geld gesetzliches Zahlungsmittel oder 
Währung und bedarf als solches der gesetzlichen Ordnung im Interesse der Sicherheit 
der Verkehrsbeziehungen. In allen Fällen der Zahlungsverbindlichkeit hat der Zahlungs- 
pflichttge oder Schuldner das Recht, den Zahlungsberechtigten oder Gläubiger zu 
zwingen, das gesetzlich als Geld anerkannte Tauschgut zwangsweise als Solutionsmittel 
der Verbindlichkeiten oder Schuld anzunehmen. Daher verbindet sich mit dem 
Begriffe des Geldes als gesetzliches Zahlungsmittel der Begriff des Zwangskurses. 
) Über das Geld bei den Naturvölkern s. den Aufsatz von Karl Bücher S. ,90—
	        

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Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
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