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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

3. Zur Währungsfrage. 
239 
Vorteil zugewendet, der unmittelbar namentlich diejenigen belastete, die Silber zu anderen 
als zu Geldzwecken gebrauchen. Lat eine Senkung des Silberpreises das Geschäft der 
Ausfuhr nach den Silberwährungsländern beeinträchtigt, so würde seine Steigerung in 
ähnlicher Weise für das Geschäft der Einfuhr von dort ungünstig sein. 
Ist somit von den Zielen der internationalen Doppelwährung nur eines zu billigen, 
die Mehrzahl aber, die zum Teil davon unzertrennlich ist, zu verwerfen, so ist das 
Arteil über sie gesprochen. Dazu kommt, daß gerade die Erreichung jenes guten Zieles, 
nämlich eines festen Wertverhältnisses zwischen Silber und Gold am wenigsten 
zu gewährleisten ist. Wenn auch die französische Doppelwährung bis 1873 auf 
die Erhaltung des Wertverhältnisses von 1 : \5 1 l 2 gewirkt haben wird, so kann doch 
niemand dafür bürgen, daß unter den veränderten Verhältnissen der Edelmetallgewinnung 
und -Verwendung, unter den veränderten Verhältnissen des Geldvorrats und -bedürfnisses 
und unter einer gesteigerten Empfindlichkeit des Verkehrs selbst ein internationaler Vertrag 
mehrerer Staaten mächtig genug ist, um das eininal festgesetzte Wertverhältnis ber 
auch zu anderen als zu Geldzwecken dienenden Metalle auf die Dauer zu erhalten. 
Schon die Furcht vor einer Zerstörung des Verhältnisses kann zu dem Bestreben führen, 
das wertvoller erscheinende Metall an sich heranzuziehen, und würde dadurch das Ent 
stehen eines Aufgeldes herbeiführen helfen. Besteht somit hinsichtlich der Wirksamkeit 
eines Doppelwährungsvertrages ein berechtigter Zweifel, so ergibt sich daraus von selbst 
auch ein Zweifel hinsichtlich der Aufrechterhaltung des Vertrages, der ohnehin durch 
jeden Krieg zwischen den vertragschließenden Staaten zersprengt würde. Die Be 
fürworter der internationalen Doppelwährung behaupten, daß, wenn schlimmsten Falles 
der Vertrag gebrochen würde, wir wieder dorthin gelangten, wo wir jetzt wären. 
Dagegen behaupte ich, daß der Zusammenbruch des Vertrages eine Ansicherheit in den 
Währungsverhältnissen zur Folge haben würde, die einen unermeßlichen Schaden anrichtete. 
Sollen wir in der Aussicht auf die unsicheren Segensverhcißungen der 
Doppelwährungspartei, sollen wir in der sicheren Aussicht auf die mit der 
Doppelwährung verknüpften Nachteile uns dazu bereit finden, die Goldwährung 
preiszugeben? Die Goldwährung ist vom mächtigsten Landelsstaat, von England, zu 
Ehren gebracht. Im Anschluß an die englische hat unsere Währung sich ihre Stellung 
im Welthandel geschaffen. Das Gold ist das bevorzugte Zahlmittel und der zuverlässigste 
Wertbewahrer; es genießt das Vertrauen der Welt. Auf der Grundlage der Gold 
währung haben in Deutschland Lande! und Industrie sich sicher und mächtig entwickelt?) 
Lassen wir uns das mit der Entstehung des Deutschen Reiches gewonnene 
Gut der Goldwährung nicht rauben, und treten wir dafür ein, daß es unan 
getastet bleibe! 
•) Karl bjelsferich, Die Reform des deutschen Geldwesens nach der Gründung des 
Reiches. I. Leipzig, Dnncker & Ejumblot, >8Y8. S. >75: „Klan hat darüber gestritten, wer mehr 
Anspruch auf den Titel „Rater. der Münzreform" habe, Soetbeer oder Bamberger. Tin solcher 
Streit ist unfruchtbar und müßig. Beide Männer ergänzten sich gegenseitig in der glücklichsten 
Weise. Soetbeer war ein Gelehrter vor seltener Gründlichkeit. Tr hat als solcher der Währungs- 
wiffenschaft die größten Dienste geleistet. Tr war ferner ein überaus eifriger Publizist, und als 
solcher hat er, auf Grund seines reichen Wissens, in jahrzehntelanger Tätigkeit in Deutschland den 
Boden für die Goldwährung vorbereitet. Mas ihm fehlte, das war der sprühende Geist der 
Beredsamkeit, der politisch-praktische Blick und die parlamentarische Gewandtheit, und gerade diese 
Eigenschaften besaß Bamberger in hohem Grade." — G. M.
	        

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Die Politische Ökonomie Des Rentners. Verl. für Literatur und Politik, 1926.
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