Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

246 Zweiter Teil. Landet. XI. Geldwesen und Kapitalismus. 
Aber der Einfluß dieser Geldfürsten beschränkte sich auf den Lande! mit teuren 
fremden Waren und auf die politisch-finanzielle Lage der damaligen westeuropäischen 
Dynastien. Die Masse der Bevölkerung blieb im ganzen von dieser Kapitalanhäufung 
unberührt, weil Produktion und Erwerb sich in dem alten primitiven Geleise fort 
bewegten, weder eine Befruchtung noch eine Erschütterung von den damaligen Kapital 
mächten empfingen. 
Wenn seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts das Kapital so unendlich tief in 
unsere ganze Volkswirtschaft eingreift, so beruht dies darauf, daß sich sein Einfluß 
nicht, wie ehedem, nur aus einzelne Sphären beschränkt, sondern daß es die beherrschende 
Macht über die meisten Gebiete von Produktion und Erwerb geworden ist. 
Ist diese Macht des Kapitals als Glück oder als Anglück zu bettachten? 
Weite Kreise der Bevölkerung neigen heute zu letzteren» Arteil. Da ist es wohl 
angebracht, darauf zu verweisen, wie Großes die moderne Volkswirtschaft dem Kapi 
talismus zu danken hat. 
Auf ihn ist doch zurückzuführen die ungeheure Expansion der Produttion, die heute 
Milliarden zählt, wo sie früher nur Lunderte von Millionen umfaßte, die heute trotz 
aller Maschinen Arbeitsgelegenheit schafft, wie sie der Vergangenheit fremd war. 
Das Kapital ist der Pionier, nicht der Kultur, aber der wirtschaftlichen Entfaltung, 
auf der neben der Wehrttaft die Macht der großen Naüonen ruht. Dabei ist das 
Kapital in seiner Funktion als Förderer des Erwerbs nicht, wie früher, auf enge 
Kreise beschräntt; eine Kreditorganisation, die zwar nicht lückenlos, aber doch außer 
ordentlich verfeinert ist, sorgt dafür, daß es den Zwecken aller Personen, die Vertrauen 
verdienen, dienstbar gemacht ist. 
Die Menschheit ist durch den Kapitalismus förmlich umgebildet worden. And 
es handelt sich hier durchaus nicht bloß um Verschlechterungen, auf die ich sogleich 
komme. Die Anspannung der Leistungsfähigkeit des einzelnen, die dem modernen 
Wirtschaftsleben statt ehemaliger behaglicher Faulheit den Stempel fieberhafter Tätigkeit 
aufgeprägt hat, ist dittiert durch den Zwang, im Konkurrenzkampf fremdes oder 
eigenes Kapital so gut wie möglich auszunützen. Pessimisten nennen das Kapital in 
dieser Funttion eine „Peitsche", andere werden in ihm eines der mächtigsten Erziehungs 
mittel der heutigen Menschheit erblicken. 
Der ganze außerordentliche Fortschritt in unserem materiellen Dasein, an dem 
alle Klassen der Bevölkerung, wenn schon ungleich, teilnehmen, führt auf die Zunahme 
des Kapitals zurück. In welchen» Maß ist dadurch die Steuerttaft der ganzen 
Bevölkerung gestiegen, und wie haben Staat und Geineinde sich diese Zunahme zu 
nutze machen können! 
Schon aus diesen Andeutungen erhellt, daß »vir das Privackapital in Produttion 
und Enverb nie entbehren könnten, wollten wir nicht alles Erreichte in Frage stellen. 
Aber auf der anderen Seite lassen Sie uns doch nicht verkennen, daß die Macht 
des Kapitals große Gefahren über unser wirtschaftliches und soziales Leben gebracht hat. 
Auf die große Steigerung der egoistischen Triebe iin Menschen, auf den öden 
Mammonismus und Materialismus, der so weite Kreise unserer Zeit beherrscht, will 
ich nur nebenher Ihre Aufinerksamkeit richten. Das sind bedauerliche Erscheinungen, 
die außer den Philosophen und Moralisten zwar auch den Nationalökonoinen, aber 
diesen doch nicht in erster Linie interessieren. 
Neben jener allgemeinen Steigerung des Wohlstands, von der ich eben sprach, 
steht ein außerordentlicher Gegensatz in den Besitzverhältnissen. Man »nuß, um zu 
ähnlichen Differenzen des Vermögensbesihes zu gelangen, bis auf die Zeit der Fugger 
zurückgehen. Aber wie ich schon vorhin sagte, großer Besitz bedeutet heute ganz etwas 
anderes als vor 300—400 Jahren, da seinem Einfluß heute außer der öffentlichen 
Verwaltung kauin ein Gebiet entzogen ist. And diese Zugänglichkeit aller Gebiete ver
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Stock Dividends. U.S. Gov. Print. Off., 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.