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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

294 Zweiter Teil. Kandel. XIV. Kaufmännisches Anterrichtswescn. 
lesung erfolgt unter pädagogischen Gesichtspunkten; den Llnterrichtszwecken entsprechend 
wird der Stoff gruppiert, einiges besonders ausführlich, anderes knapper behandelt, 
während das Lehrbuch alles mit gleicher Gründlichkeit vorträgt. So soll der Blick für 
die Methode der Arbeit an einigen Stoffen geschärft werden, der an anderen Fragen 
sich dann selbst üben kann. So soll die Persönlichkeit des Dozenten, die im gesprochenen 
Wort sich noch ganz anders offenbart als im toten Buchstaben, zugleich einwirken auf 
den Körer, ihn für den Stoff persönlich interessieren. Kann es sich natürlich nie darum 
handeln, die Ansichten des Lehrers durch persönliche Überzeugungskraft dem Schüler zu 
oktroyieren, sondern kommt es immer auf das sachliche Gewicht der von ihnr vertretenen 
Meinungen an, so ist doch der Eindruck des gesprochenen Worts ein besonders lebendiger, 
ein zu persönlicher Stellungnahme auffordernder, so daß den: mündlichen Vortrag doch 
erhebliche Vorzüge gegenüber dem Bücherstudium allein anhaften. 
Wie steht es nun mit dem Besuch der Vorlesungen, höre ich Sie fragen, muß 
man sie regelmäßig besuchen? Die Antwort darauf besteht in dem vieldeutigen Wort: 
Akademische Freiheit! Sie haben Freiheit, zu kommen und wegzubleiben, abgesehen 
von den Übungen, in denen regelmäßige Teilnahme unbedingt erforderlich ist, um den 
gleichmäßigen Fortschritt der Teilnehmer zu ermöglichen. Für die Vorlesungen dagegen 
besteht eine gleiche Notwendigkeit nicht. Kier dürfen Sic nach Belieben wegbleiben 
oder, wie der Kunstausdruck heißt, „schwänzen". Es ist wichtig, dies deutlich aus 
zusprechen. Denn in diesem Recht liegt zugleich eine wichtige Aufgabe für jeden 
Studierenden: er darf — im Gegensatz zu jedem Schulbetricb — wegbleiben, er braucht 
dies vor niemandem zu rechtfertigen, außer vor seinem Gewissen. Abwechselnd eine 
Stunde kommen und wegbleiben, ist freilich zwecklos, denn dann sind Sie stets außer 
Zusammenhang und verstehen im Grunde so gut wie nichts von dem Vorgetragenen. 
Dagegen können in jeder Vorlesung Abschnitte kommen, die für Sie keinen Wert haben. 
Diesen können Sie dann mit gutem Gewissen fernbleiben. Also, wenn Sie z. B. 
Warenkunde belegen, so brauchen Sie nicht alle Rohstoffe kennen zu lernen. Kören 
Sie die allgemeinen Einleitungspartien der Vorlesungen, und fragen Sie dann den 
Dozenten, wann diejenigen Rohstoffe behandelt werden, für die Sie gerade ein besonderes 
Interesse haben. Schaden kann Ihnen ein Mehreres nicht, aber absolut notwendig ist 
es auch nicht, daß Sie alles einzelne aus dem Gebiet hören. Ja, cs kann auch vor 
kommen, daß eine Vorlesung etwas ganz anderes bietet, als Sie erwartet hatten. Zwar 
werden Sie auch aus einer solchen lernen können; aber niemand wird es Ihnen ver 
denken, wenn Sie alsdann die Vorlesung ganz aufgeben. Also schwänzen Sie ruhig, 
aber schwänzen Sic mit Verstand, nicht nur aus bloßer Bequemlichkeit, oder weil Sie 
lieber statt in die Vorlesung ins Cafe gehen wollen, sondern aus vernünftigen Gründen, 
die Sie vor sich und anderen rechtfertigen können. 
Eine weitere wichtige Frage ist die, ob Sie im Kolleg nachschreiben sollen. Wo 
etwas diktiert wird, ist dies ja durch den Wunsch des Dozenten ohne weiteres geboten. 
Aber zumeist wird nicht diktiert; wie soll man es da halten? Vor einem möchte ich 
Sic von vornherein warnen, nämlich vor dem Stenographieren des ganzen Vortrags. 
Solch wörtliches Nachschreiben ist nicht von Wert, weil dadurch die Gedankenarbeit 
auf ein unzulässiges Mindestmaß herabgedrückt würde. Dagegen ist das Verfolgen 
des Gedankengangs der Vorlesung durch kurze, das Gehörte zusammenfassende Notizen 
sehr wünschenswert. Einmal wird man durch solche Notizen genötigt, sich jedesmal 
den Sinn des Gehörten kurz zu rekapitulieren, und zweitens kann man sich später sehr 
schnell und leicht über den ganzen Inhalt der Vorlesung noch einmal orientieren. 
Das führt mich zu der Frage, wie weit nun die Vorlesung durch häusliche 
Arbeit ergänzt werden soll. Dabei werden Sie sich eine verschiedene Praxis hinsichtlich 
der Laupt- und der Nebenvorlesungen bilden müssen. Nicht, daß die längsten Vor 
lesungen auch immer die Kauptvorlesungen für Sie sein müssen. Aber Sic müssen
	        

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Bankpolitik. Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1915.
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