Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. — Industrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

334 
Dritter Teil. Industrie. 
10. Die SpielwarenindusLrie des Meininger Oberlandes. 
Von Rudolf Anschütz. 
Anschütz, Industrie, Handel und verkehr im Herzogtum Sachsen - Meiningen. Sonneberg 
S.<M., Druck von Grabe & Hetzer, tgo-t- S. ^6—50. 
Das Herzogtum Sachsen - Meiningen besitztim „Meininger Oberland" die wichttgste 
und vielleicht auch älteste Stätte der deutschen Spielwarenverfertigung. Wird bereits 
ausgangs des 13. Jahrhunderts unter den Gewerben Nürnbergs dasjenige der Docken- 
(Puppen-) niacher erwähnt, so befaßte sich diese Stadt doch zunächst in erster Linie init 
dem kaufmännischen Vertrieb solchen Spielzeuges, welches anderswo, in den bayrischen 
Alpen, im sächsischen Erzgebirge oder auf dem Thüringer Wald, hergestellt worden 
war. Wenn die in diesen Gebirgsgegenden an sich nicht sehr lohnende landwirtschaftliche 
Tätigkeit beendet war, wenn zur Winterszeit auch der Erwerb der Holzmacher oder 
Köhler stockte, dann lenkte der Holzreichtum der Wälder auf die Möglichkeit anderen 
Verdienstes hin: auf den Thüringer Höhen, an der alten Nürnberg--sächsischen Geleits- 
sttaße, fertigte man zunächst Laus- und Küchengeräte und bald auch einfache Holz 
spielsachen, wie „Wieglein, Tischlein, Stühllein und Bettstellein, Pferde, Kärrnlein 
und Reiterlein", dazu „Docken", innen hohl, mit kleinen Steinchen oder Erbsen gefüllt, 
zum Klappern, Tanzdocken auf Schweinsborsten, Figuren und Tiere, Degen und 
Flinten, Peitschen und Steckenpferde, Gaukler und Purzelmänner, Flöten, Geigen und 
Trommeln, 
Der Dreißigjährige Krieg hatte dann die sonst so belebte Handelsstraße von 
Nürnberg nach Leipzig veröden lassen und dadurch die Waldbewohner darauf angewiesen, 
selbst für den Verschleiß ihrer Erzeugnisse zu sorgen, und wenn auch noch längere Zeit 
engere Beziehungen zwischen Nürnberg und Sonneberg bestanden, so begründete doch 
damals der Spielwarenhandel des Meininger Oberlandes seine Selbständigkeit. Aber 
noch lange — im großen Publikum teilweise heute noch — gelten die deutschen Spiel 
waren als Nürnberger Tand. Seine Bedeutung als Spielwarenstadt hat Nürnberg 
auch nicht verloren. Es schuf sich eine eigene Industrie und hob diese zu solcher 
Bedeutung, daß heute Nürnberg mit seiner Nachbarstadt Fürth hinsichtlich des 
Produktionswertes nach Sonneberg der Hauptsitz der deutschen Spielwarenindustrie 
geblieben ist. Während aber die Nürnberger Metallspielwaren maschinelle Einrichtungen 
und fabrikniäßigen Betrieb fordern, ist in Sonneberg und dem sächsischen Erzgebirge, 
dem dritten Hauptsih der deutschen Spielwarenverfertigung, die hausindustrielle Betriebs 
form vorherrschend, wenn auch für den gegenwärtig wichttgsten Zweig der Sonneberger 
Spielwarenindustrie, die Puppenfabrikation, die fabrikindustrielle Betriebsweise ein weites 
Feld gewonnen hat. 
Eine für die Technik der Sonneberger Spielwarenindustrie überaus wichtige 
Neuerung trat ein, als gegen 1820 man sich der Papiermachemaffe für die Fabrikatioil 
zu bedienen begann, welche es ermöglichte, mit Hilfe der negativen Form einer Figur 
rein mechanisch in kurzer Zeit eine beliebige Anzahl von Exemplaren herzustellen. Das 
Papiermache bildet seitdem den wichtigsten Rohstoff für die Sonneberger Industrie; 
nur in der Puppenfabrikation kamen andere Materialien noch in Frage. Die Ent 
wickelung der Puppenindustrie datiert seit dem Anfange der fünfziger Jahre, als ein 
einwandfreies Wachsieren des Kopfes der Papiermachetäuflinge (unter Täuflingen 
verstand man und versteht man heute noch Puppen mit einem Lemdchen bekleidet) 
gelungen war; weitere Vervollkommnungen bestanden darin, daß durch besondere Formen 
das Gießen der Wachsmassen zu sogenannten „Modellköpfen" ermöglicht (1868) und 
schließlich der Puppenkopf durch eine eigens präparierte Lackschicht waschbar gemacht
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.