Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. — Industrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

338 
Dritter Teil. Industrie. 
Der Wechsel der Absatzbedingungen in den einzelnen Ländern, Verbote und 
Zollschwierigkeiten, die ihnen bereitet wurden, veranlaßten die größeren Ihrenkompagnicn, 
sich planmäßig in verschiedenen Gebieten festzusetzen. Je nach den Kenntnissen und 
Fähigkeiten ward jeder einzelne „Kamerad" für einen Platz, für einen Zweig des 
Geschäftes bestimmt. Der Anfänger, der Ihrenknecht, erhielt wohl einen Kasten mit 
Ihren für sich persönlich; aber er ward verpflichtet, die Kenntnis der Sprache und 
der Korrespondenz des Landes, in welches man ihn schickte, sich anzueignen. Fast 
unmerklich gestalteten sich die ansehnlichsten dieser halbbäucrlichen Genossenschaften zu 
modernen Aktiengesellschaften um. 
Freilich soll man nicht meinen, daß in ihnen jemals viel von einer patriarchalischen 
Verfassung zu spüren gewesen wäre. Die harten Köpfe der Schwarzwäldcr fügten 
sich nicht leicht dem Zwange der Genossenschaft. Parteiungen, Familieneifersucht, vor 
allem der Ehrgeiz einzelner unternehmender Mitglieder, die den Vorsichtigeren, 
Langsameren ihren Willen aufdrängen, machen die Geschichte jeder einzelnen dieser 
Kompagnien zu einem interessanten psychologischen Gemälde. Die Spekulationen im 
fremden Land, wobei die Kühnheit doch oftmals den Äberblick nicht ersetzte, unter 
gruben nur zu oft die Solidität des Geschäftes. Dann suchte der Ländler die 
Einkaufspreise aufs äußerste zu drücken; nur der, welcher als wirklicher Künstler schuf, 
konnte dauernd auf lohnenden Absatz rechnen. Zeitweise war der Gegensatz zwischen 
Ländlern und Ihrenmachern der schärfste, zumal auch hier Mittelsmänner, Speditoren 
oder Packer sich unentbehrlich zu machen wußten. 
Im solchen Mißständen vorzubeugen, war für die zuverlässigen Ihrenkompagnien 
die strenge innere Verfassung noch notwendiger als für die Glasträger. Durch den 
Beschluß aller Kameraden ward bestimmt, wer aufgenommen werden solle; auch von 
den Söhnen der Mitglieder wurde selten mehr als einer zugelassen. Gemeinsain ward 
bei der Rechnung der Gewinnanteil des einzelnen festgestellt. Jeder mußte sich auf 
den Platz begeben und ihn verlassen, wie die Kompagnie es anordnete. In der Regel 
sollte ein jeder im Verlaufe bestimmter Zeit nach der Leimat zurückkehren, und nur 
dort durfte er Weib und Kind haben, damit er auch wirklich echter Schwarzwälder 
bleibe. Die Abgefallenen, die oft im Auslande zu den gefährlichsten Konkurrenten 
der heimatlichen Industrie wurden, sah man schlechthin als Verräter, als Verbrecher 
an. Ind langezeit blieb das Ziel erreicht: in allen Lauptstädten, auf allen Land- 
sttaßen Europas und bald auch Amerikas waren die Söhne des Schwarzwaldes zu 
finden; aber immer behielten sie den Gedanken im Lerzen, im Alter in behäbigem 
Wohlstand in ihren heimischen Bergen zu weilen. 
12. Die optische Industrie. 
Von Karl Faulhaber. 
Faulhaber, Die optische Industrie. In: Handbuch der lvirtschaftskunde Deutschlands. 
Herausgegeben im Auftrage des Deutschen Verbandes für das kaufmännische Unterrichtswesen. 
3. Bd. Leipzig, B. <8. Teubner, zgo-z. S. 45s—457 und S. -470—472. 
In Deutschland war der Prediger Duncker zu Rathenow der erste, welcher (im 
Jahre 1800) die gewerbsmäßige Lerstellung von Brillengläsern und optischen Linsen 
nach streng tvissenschastlicheir Grundsätzen aufnahm. 
Von hoher Bedeutung für die weitere wissenschaftlich praktische Entwickelung der 
Optik wurde das Wirken Frauenhofers in München (1787—1826) und seiner Schüler
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.