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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

380 Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik. IV. Deutsche Handelspolitik. 
vertrag unter sämtlichen beteiligten Regierungen zum Abschluß; nach erholter Zustimmung 
der bayerischen und Württembergischen Stände wurde sein Beginn auf den 1. Januar 1834 
festgesetzt. 
Nun gab es auch für Sachsen wie für die thüringischen Staaten Beweggründe 
genug, um sich dem sie auf allen Seiten umgebenden Zollgebiet anzuschließen. Ihr 
Beitritt erfolgte, für das erstere am 30. März 1833, für die zweiten am I I. Mai 1833. 
Alle diese Beitrittserklärungen kamen ebenfalls am 1. Januar 1834 zur Ausführung. 
Nun fehlte aber von jenen Staaten, welche noch außerhalb des Zollvereines 
standen, noch Baden, dessen Beitritt dem Zollverein um so erwünschter sein mußte, 
als dadurch sein Gebiet eine passende, leicht kontrollierbare Grenze nach Westen erhielt, 
während bisher auf der langen, schwer zu bewachenden Grenze gegen Baden ein sehr 
ausgedehnter Schleichhandel betrieben wurde. Schließlich wurden auch hier die 
Schwierigkeiten beseitigt; der Vertragsabschluß erfolgte am 12. Mai 1835, mit 
Wirksamkeit vom l. Januar 1836. Am 10. Dezember 1835 trat Nassau, am 
2. Januar 1836 Frankfurt bei. 
Aber diese endgültige Vereinigung geschah nicht ohne große Schwierigkeiten und 
Selbstverleugnung von seiten der einzelnen Regierungen. 
Preußen hatte Bedenken, das Königreich Sachsen in den Zollverband auf 
zunehmen, weil die nun freier gestellte Leipziger Messe zunächst der Messe in Naumburg 
Abbruch tun mußte, insbesondere aber das so fabrikenreiche Land für die Baumwollen 
warenfabrikanten in Berlin und andereil Orten der Mark und Schlesiens eine gefahr 
drohende Konkurrenz eröffnete. 
Insbesondere aber herrschten in den süddeutschen Staaten Bayern, Württemberg 
und Baden Verkehrs-, Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse, die von jenen Nord 
deutschlands vielfach abwichen. Dort im großen und ganzen in jener Zeit noch 
vorwiegend Ackerbau, gegründet auf fruchtbare, mit reichen Gaben der Natur gesegnete 
Gebiete, hier vielfach vorherrschend die gewerbliche Industrie; dort eine gewisse Selbst 
genügsamkeit, ein Zehren und Leben von den Erträgnissen des eigenen Bodens, hier 
vielfach Zufuhr von außen und deshalb ausgedehnterer Pandel. 
Zwar fehlte es auch in den süddeutschen Ländern nicht an gewerblicher Tätigkeit. 
Allein selbst reich entwickelte Gewerbe hatten zumeist eine andere Organisation als in 
Mittel- und Norddeutschland. In Süddeutschland war noch nirgends, wie in Nord 
deutschland, volle Gewerbefreiheit eingeführt; es gab hier selbst in Baden, das noch 
die bedeutendsten Fabrikunternehmungen aufzuweisen hatte, keinen Landstrich, in dem 
die Fabrikation alle Verhältnisse beherrschte, wie sie im Norden Deutschlands, im 
sächsischen Erzgebirge, in der preußischen Rheinprovinz, in der Gegend um Düsseldorf 
und Aachen, in der Mark, in Westfalen schon seit langem bestanden. Selbst die viele 
Personen beschäftigenden Industrien Süddeutschlands, wie die Töpfereien in Bayern, 
die Polzarbeiten im Schwarzwald, hatten alle nicht den Charakter eigentlicher Fabrik 
unternehmungen. Die Weberei beschäftigte zwar in Bayern, in Württemberg und 
Baden einen großen Teil der ländlichen Bevölkerung, es wurde wohl Leinwand 
exportiert; allein die bei weitem überwiegende Quantität derselben diente dem inländischen 
Verbrauch; der Landmann bettieb die Leineweberei als Nebenbeschäftigung. Den 
Twist bezog man so wohlfeil als möglich aus dem Auslande; ebenso die Baumwoll- 
waren. Für Süddeutschland waren Italien, die Schweiz, Frankreich wichtige Absatz 
gebiete, besonders für ihre Agrarprodukte; für Norddeutschland lag der Schwerpunkt 
des Exportes in Polland und England. Insbesondere erkannten die Redner der 
Opposition in Württemberg zwar die Verkehrsfreiheit unter den deutschen Staaten als 
wünschenswert an, jedoch nur, soweit als die materiellen Interessen Württembergs nicht 
darunter litten. Der Attivhandel des Landes, sagte man, sei auf Frankreich und die 
Schweiz angewiesen und könne durch den Anschluß an Preußen nicht viel gewinnen;
	        

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Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
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