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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

28 Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle. 
von etwa zwanzig größeren deutschen Zeitungen geschickt hatte, wurde in noch viel mehr 
Blättern teils vollständig, teils im Auszug veröffentlicht und vielfach günstig besprochen. 
Er bildete den Anfang einer Bewegung für volkswirtschaftliche Reformen und machte 
mich plötzlich zum Agitator, ohne daß ich bei der Veröffentlichung des Aufrufs dies 
geahnt hatte; es tvar jedoch an ein Zurückweichen meinerseits nicht zu denken, denn 
nicht nur viele Redakteure, Kaufleute und Gewerbetreibende, sondern auch hohe Be 
amte und Politiker, wie der Regierungspräsident Staatsrat Francke in Koburg, der 
spätere Finanzminister v. Patow, Präsident Lette in Berlin und vor allen Schulze- 
Delitzsch äußerten sich zustimmend zu dem Plane und rieten, von Bremen aus die 
Vorbereitungen zu einem Kongresse Deutscher Volkswirte in die Land zu nehmen. 
Auf Anraten Franckes machte ich den Versuch, die in Koburg versammelten deutschen 
Landwirte für die Sache zu gewinnen. Meine in Koburg gehaltene Ansprache fand 
jedoch gar keinen Anklang, und erst der in Frankfurt a. M. im September 1857 ab 
gehaltene internationale Wohltätigkeitskongreß wurde die eigentliche Wiege des Volks 
wirtschaftlichen Kongresses. 
Die dort zahlreich versammelten deutschen Volkswirte, an deren Spitze Präsident 
Lette und Schulze-Delitzsch standen, konnten mit ihrer nationalökonomischen Richtung 
gegen die auf dem Kongreß vorherrschende belgische Richtung der cksrite nicht durch 
dringen und die Genossenschaftsfragc gar nicht einmal vor dem Plenum des Wohl 
tätigkeitskongresses zur Verhandlung bringen. Infolgedessen versammelten sich die 
deutschen Mitglieder dieses internationalen Kongresses am 16. September 1857 zu 
einer Scparatbesprechung im Lote! Landsberg. Dort hielt Schulze-Delitzsch einen 
zündenden Vortrag über das Assoziationswesen, an welchen sich eingehende Beratungen 
anschlossen über Mittel und Wege, um die volkswirtschaftliche Bildung im deutschen 
Volke weiter zu verbreiten und eine Verständigung über wichtige, volkswirtschaftliche 
Fragen durch einen Kongreß Deutscher Volkswirte herbeizuführen, sowie überhaupt 
bessere volkswirtschaftliche Einrichtungen anzubahnen. 
Der von der Versammlung gebilligte „Aufruf zur Bildung von volkswirtschaft 
lichen Vereinen" trug zahlreiche Unterschriften, unter denen nur diejenigen der Äeidel- 
berger Professoren Mittermaier, Rau und Welcker, ferner Professor Schubert 
in Königsberg, Dr, Asher in Hamburg, Regierungspräsident Francke in Koburg 
und Schulze-Delitzsch erwähnt werden mögen. Bremen wurde zum provisorischen 
Vorort erwählt und ein Redaktionsausschuß aus den Herren Dr. Pickford in Heidel 
berg, Max Wirth in Frankfurt a. M. und Dr. Böhmert in Bremen gebildet. An 
diesen Ausschuß gelangte im Juni 1858 ein Schreiben des Vorsitzenden des Zentral 
vereins für das Wohl der arbeitenden Klassen, Dr. Lette, worin vorgeschlagen wurde, 
den Kongreß Deutscher Volkswirte im Herbst 1858 in Gotha statt in Berlin abzuhalten. 
Der in Frankfurt a. M. gewählte Redaktionsausschuß stellte für die Beratung folgende 
Hauptpunkte auf: 1. Die Reform der Gewerbegesehe; 2. das Assoziationswesen in 
Deutschland; 3. die Durchfuhrzölle des Zollvereins; 4. Spielbanken, Lotto und Lotterien 
und 5. die Wuchergesetze. Das Gothaer Lokalkomitee wünschte einen volkswirtschaft 
lichen Verein zu gründen und vorerst ein Programm und Statut zu beraten. Karl 
Mathy, damals noch Bankdirektor in Gotha, kam nach Bremen, um sich mit mir 
darüber zu verständigen; aber ich widerstrebte aufs Äußerste, daß man damit anfangen 
solle, eine von uns geplante nationale Bewegung für volkswirtschaftliche Reformen mit 
der Beratung von Grundrechten zu beginnen, was für die politische Bewegung des 
Jahres 1848 und für die Frankfurter Nationalversammlung ja so verhängnisvoll ge 
wesen war. Llnser Redaktionsausschuß wollte in Gotha sofort mit der Beratung 
brennender praktischer Tagesfragen beginnen, um die bei der deutschen Gründlichkeit 
gefahrvolle Beratung von theoretischen und formellen Fragen zu vermeiden. Wir 
mußten dem Gothaer Lokalausschuß einige Konzessionen in Bettest der Berufung der
	        

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Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
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