Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünfter Teil. — Verkehrswesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

2. Zur Geschichte des Kölner Postwesens. 
419 
27« 
städtische Botenanstalt kennzeichnen deutlich die Unsicherheit der damaligen postalischen 
Einrichtungen. Trotzdem waren die Verbindungen weitreichende und regelmäßige. Einer 
„General-Kölnischen Postordinanz" aus der Mitte des 17. Jahrhunderts ist zu 
entnehmen, daß das Kaiserliche Postamt in der Brückenstraße sowie das städtische 
Botenamt auf dem Leumarktc an bestimmten Tagen nach allen Richtungen, auch im 
Verkehre mit dem Auslande, Briefe beförderten; daneben geschah dies noch von 
besonderen Boten, die zumeist im Dienste anderer Städte standen und den Verkehr 
mit diesen vermittelten, wobei die Absender die Briese zu gewissen Zeiten der Woche 
in der betreffenden Botenherberge abliefern mußten. Übrigens dauerten die Zwistigkeiten 
der Kaiserlichen Post und des städtischen Botenamts untereinander fort, und dieser 
Intereffenstreit wurde vermehrt und erweitert dadurch, daß im Jahre 1687 auch das 
Kurfürstlich-Brandenburgische Postwesen zunächst durch Errichtung einer regelmäßigen 
Personen- und Paketfuhrgelegenheit zwischen Kleve und Köln in unserer Stadt 
auftrat und sich mit Genehmigung des städtischen Rates und des Kölner Kurfürsten 
schließlich auch als Preußische Post dauernd zu behaupten wußte, obwohl anfangs von 
anderer beteiligter Seite, ja selbst vom Kaiser gegen diesen Wettbewerb Einspruch 
erhoben wurde. Zu der Kurbrandenburgischen Post traten dann weiter auch noch 
einzelne, von Kurpfalz und Kurköln konzessionierte Landkutschen zur Beförderung von 
Personen und Paketen zwischen Köln und den Nachbarstädtcn. Im Jahre 1709 
erhielt das Kaiserliche Postamt zum erstenmale dadurch eine feste Stätte, daß von 
Taxisscher Seite der alte Äürther Los in der Glockengüsse erworben wurde, der mit 
kurzer Unterbrechung während der französischen Zeit bis zum Jahre 1893 Sitz der 
Kölner Postverwaltung geblieben ist. Zu dieser Postanstalt trat im Jahre 1751 das 
bisherige städtische Amt in der Börse auf dem Lcumarkt als Zweigstelle hinzu, nach 
dem der Rat der Stadt seine eigene Botenanstalt gegen eine jährliche Abgabe an die 
Taxissche Verwaltung abgetreten und damit den: jahrhundertelangen Streite zwischen 
den beiden Verwaltungen ein Ende gemacht hatte. Auf die Entwickelung des Kölner 
Postwcsens konnte dieser Schritt nur wohltätig einwirken; der Verkehr ließ sich nun 
mehr freier und selbständiger ausgestalten, und als im Jahre 1794 „der Römisch 
Kaiserlichen Majestät Erb-General-Reichs-Oberpostamt zu Köln" durch das Einrücken 
der Franzosen ein Ende fand, war dasselbe eines der bedeutendsten Anstalten der 
Taxisschen Verwaltung, hatte auch die Stellung einer vorgesetzten Behörde gegenüber 
einem Teile der Postämter auf dem linken Rheinufer. 
Nach Beseitigung der Franzosenherrschaft (1814) ging die Kölner Post zunächst 
für kurze Zeit noch einmal an die Taxissche Verwaltung über, bis dann im Jahre 1816 
der Preußische Staat seine Tätigkeit begann, der schon längst, wie andere deutsche 
Staaten, nicht nur das Postregal, d. h. das Recht, ausschließlich Posten anzulegen 
und zu unterhalten, für sich in Anspruch nahm, sondern auch den Postzwang ein 
geführt hatte, nach welchem die regelmäßige Beförderung von Personen, Briefen und 
Paketen ihm allein vorbehalten war (jetzt auf Briefe und politische Zeitungen beschränkt, 
nach näherer Bestimmung des Reichsgesetzes über das Postwcsen). Die musterhafte 
Organisation der Preußischen Verwaltung brachte auch unserer Stadt neue Vorteile. 
Die auswärtigen postalischen Verbindungen wurden alsbald wesentlich verbessert und 
erweitert, aber auch im örtlichen Verkehr bedeutende Erleichterungen eingeführt. Im 
Jahre 1824 ging man mit der Aufstellung von Briefkasten vor, die allerdings erst 
seit 1850, nach Einführung der Freimarken, größere praktische Bedeutung gewannen. 
Gegenwärtig beträgt ihre Zahl in Köln 450. Auch das Briefbestellungswesen in der 
Stadt nahm eine geordnetere Gestalt an, während den umliegenden Wohnplätzcn, 
deren Bevölkerung bis dahin auf das Abholen der Sendungen am Kölner Postamte 
angewiesen war, die Anstellung von Landbriefträgern eine große Erleichterung brachte. Die 
Einrichtung öffentlicher Verkaufsstellen für Postwertzeichen begann in Köln im Jahre 1872.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.