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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünfter Teil. — Verkehrswesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

6. Die Hamburg - Amerika - Linie und der Norddeutsche Lloyd. 
453 
122 883 Reg.-Tons Ende 1890 
173 985 .. „ „ 1895 
192 878 . „ „ 1896 
227 082 1897 
262 948 Reg.-Tons Ende 1898 
335 238 „ „ , 1899 
423 932 1900 
552 361 „ „ „ 1901 
gestiegen, wozu im letzten Jahr noch 31 264 Reg.-Tons für andere Fahrzeuge und 
77 730 Reg.-Tons im Bau befindlicher Seeschiffe hinzutreten. Elf Schiffe hatten 
einen Raumgehalt von mehr als 10 000 Reg.-Tons, das größte erhob sich auf 
16 502 Reg.-Tons und erreichte eine Geschwindigkeit von 23,5 Knoten in der Stunde. 
Die Gesellschaft nimmt seit 1899 mit etwa 785 000 Mark an der Postvergütung 
teil, die der Norddeutsche Lloyd für die Einrichtung des Ostasien-Dienstes vom Reich 
bezieht; sonst erhält sie keinerlei Staatsunterstühung, obwohl auch ihre schnellen Amerika- 
Fahrer, ebenso wie die der englischen Unternehmungen, als Hilfskreuzer ausgebaut sind. 
Bremen hat den Ruhm, die zweitgrößte Schiffahrtsgesellschaft der Erde in sich 
zu bergen, den Norddeutschen Lloyd. Am 3. Januar 1857 gegründet, ist diese 
Gesellschaft die erste gewesen, die den Mut hatte, ohne jede Staatsuntcrsttihung einen 
ttansozeanischen Verkehr von vornherein auf dem Dampferbettieb aufzubauen; die 
Hamburg-Amerikanische Paketfahrt, die ebenfalls keinerlei Subventionen bezog und 
schon ein Jahr früher zum Dampferbetrieb übergegangen war, hatte wenigstens schon 
fast ein Jahrzehnt im Seglerdienst Erfahrungen sammeln und feste Kundschaft erwerben 
können, während die ältere Verbindung zwischen New Vork und Bremen, die Ocean 
Steamship Navigation Company, ihre Tätigkeit schon längere Zeit eingestellt hatte, 
als das neue Unternehmen das Feld betrat. Diese Initiative hat der Lloyd auch in 
der Folgezeit sich bewahrt; er hat seine Linien — im Wettbewerb und zugleich in 
Fühlung mit der Hamburgischen Gesellschaft — wie diese fast über die ganze Erde 
ausgedehnt, obwohl die Basis des von ihm bedienten bremischen Handels sehr viel 
schmaler ist als die, auf der Hamburgs Verkehr sich aufbaut. Schon im Jahre 1866 
kam zu dem New Bork-Dienst eine Baltimore-Linie hinzu, an der sich die Baltimore- 
Ohio-Bahn mit der Hälfte des Kapitals einige Jahre hindurch beteiligte; dann folgten 
1869 eine Verbindung mit New Orleans, 1871 eine Linie nach der westindischen 
Inselwelt und der Ostküste Mittelamerikas; 1875 wurde der Brasilien- und der La 
Plata-Dienst eingerichtet, 1881 der erste Schnelldampfer in den Verkehr mit New 
<Aork eingestellt; 1885 kamen mit Unterstützung des Reichs die Postlinien nach Ostasien 
und nach Australien hinzu, 1891 wurde auch Genua mit New Port verbunden; 1899 
und 1900 endlich, nachdem die Postfahrten nach Ostasien eine Verdoppelung erfahren 
hatten, wurde der Küstendienst jener fernen Gegenden ausgebaut, indem gemeinsam mit 
den bremisch-ostasiatischen Firmen Melchers und Rickmers eine Jangtse-Linie ein 
gerichtet wurde, und indem die beiden englischen Gesellschaften, die von Singapore und 
Hongkong aus die Küste und den hinterindischen Archipel bedienten, die Scotish 
Oriental Steamship Company und die East India Ocean Steamship Company, 
aufgekauft und bedeutend nach Zahl der Schiffe und Wirkungskreis erweitert wurden. 
Dagegen ist die Verbindung mit englischen Häfen im Jahre 1897 vom Lloyd abgezweigt 
worden; die dahin fahrenden Schiffe hat die Gesellschaft Argo übernommen, auf deren 
Verwaltung der Lloyd Einfluß hat. 
Folgende Linien werden jetzt vom Lloyd unterhalten: von Bremen nach New 
Vork fahren Schnelldampfer, einfache Postdampfer und Frachtdainpfer zwei- bis drei 
mal wöchentlich; Baltimore wird wöchentlich einmal aufgesucht, Galveston, Kuba und 
Mexiko mit besonderen Linien alle 14 Tage, ebenso oft Brasilien und die La Plata- 
Mündung; nach Ostasien wird gemeinsam init der Hamburg-Amerika-Linie eine Post- 
dampferverbindung vierzehntäglich und eine Frachtdampferverbindung zehntäglich unter 
halten; für Austtalien ist jetzt ein dreiwöchentlicher Verkehr eingerichtet; ebenfalls
	        

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Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
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