Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

5. Zur Entstehung großer Vermögen. 
471 
2n dieser Weise ging es beispielsweise in der vorerwähnten Börsenpanik von: 
November 1890 zu. Sie spielte sich nach Zeitungsberichten, wie folgt, ab: Der Erlaß 
der Mac Kinley-Silbcrbill hatte in Amerika die verwegensten Hoffnungen geweckt. 
Man erwartete einen „volkswirtschaftlichen Aufschwung", die Kurse stiegen. Gould 
und Konsorten nährten diese Anschauung. Als mit ihrer allerdings nicht aktiven Hilfe 
die Kurse sich weit über das ihnen zukommende Maß erhoben hatten, begann Gould 
gegen Billard Aktien der Nord - Pacificbahn auszubieten. Sic sanken um 10 Dollars 
pro Stück, aber die von Billard beauftragten Makler kauften die aus den Martt 
geworfenen Aktien aus. Eine Zeit lang schien es, als ob Billard und Genossen stark 
genug seien, der von Gould eingeleiteten Baissebewegung standzuhalten. Aber als 
ein mit Gould verbündetes Bankhaus alle Forderungen auf Sicht einberief und selbst 
aus beste Papiere keine Vorschüsse geben wollte, mußten Decker Howell & Cie., die 
Makler Billards, ihre Zahlungen einstellen. Das war der erste „Chock", den der 
Martt erlitt. Eine haltlose Panik in Nord--Eisenbahnpapieren jeder Gattung war die 
nächste Folge, und nun brachen neben jener Matterfirma ersten Ranges alsbald auch 
andere angesehene Häuser, wie Whitney & Cie., David Richmond, Narrand Friend, 
zusammen. Hier hat der Bericht eine Lücke. Es heißt nunmehr: I. Gould ttiumphierte 
vollständig. Nach erfochtenem Siege ließ sich Gould interviewen. Dem Interviewer 
erklärte er, er halte jetzt die Preise für niedrig und die Lage der Eisenbahnen für 
höchst günstig. — Es ist berechnet worden, daß der durch jene Panik in amerikanischen 
Eisenbahnpapieren veranlaßte Wertverlust sich insgesamt aus 125 Millionen Dollars 
belief. Nun kamen selbstverständlich nicht alle Aktien aus den Martt, und die 
Operationen hatten für die Veranstalter ihre großen Kosten. Daß aber einige Dutzend 
Millionen Dollars von Gould und Konsorten bei dieser Gelegenheit verdient worden 
sind, unterliegt nicht dem geringsten Zweifel. 
Die Frage ist nun, inwiefern das von Gould in dieser Weise prattizierte Ver 
fahren für überhaupt an der Börse gewonnene Vermögen typisch ist. Sind die an 
der Börse gewonnenen Reichtümer gemeinhin gleichen Schlages wie der Gouldsche, 
oder gehören sie einer anderen Spezies an? Wir haben schon, als wir von den 
Reichtumsbildungen an der Börse zu sprechen begannen, die Wahrnehmung verzeichnet, 
daß die dahier gemachten Gewinne hinsichtlich ihres Ranges aus der Stufenleiter der 
Moral sehr verschieden zu klassifizieren sind. Änd um dem darüber Gesagten noch 
einiges hinzuzufügen, so steht es allerdings fest, daß jenes von Gould geübte und von 
ihm zu einer gewissen Klassizität erhobene, aber doch lange nicht „erfundene" Verfahren 
auch in Europa manche Million in die Tasche größerer oder kleinerer Börsengewalttgen 
hat fließen lassen. Daß der Betrieb in Europa nicht mit gleicher Offenheit und 
Schamlosigkeit und Großartigkeit erfolgt, darf den Beobachter nicht beirren. Bekannt 
sind jene Praktiken diesseits und jenseits des Ozeans. Daß jedoch aller an der Börse 
erworbene Reichtum diesen Weg gegangen sei, läßt sich auch entfernt nicht behaupten. 
Zweifellos führen sich eine Anzahl Vermögen, welche die Etikette der Börse ttagen, 
aus die richtige Voraussicht, die Unbefangenheit, das kalte Blut, den Scharfblick, die 
Schlagsertigkeit, den Wagemut ihrer Besitzer, ohne irgendwelche Beigaben zweideutigen 
Eharatters, zurück.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.