Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

58 Zweiter Teil. Lande!. III. Zur Geschichte von Lande! und Industrie. 
III. Zur Geschichte von Handel und Industrie, 
besonders in Deutschland. 
1. Ideen über die Entstehung und Entwickelung des Handels. 
Von Gustav Schmoller. 
Schmoller, Grundriß der Allgemeinen Volkswirtschaftslehre. t. Teil. r—2. Aufl. Leipzig, 
Duncker & fjumblot, (900. S. 533—337. 
Ein gewisser Lande! und Tauschverkehr hat sich sehr frühe entwickelt. Wir 
kennen kaum Stämme und Völker, die nicht irgendwie durch ihn berührt würden. Die 
verschiedene technische und kulturelle Entwickelung schuf in der allersrühesten Zeit bei 
einzelnen Stämmen bessere Waren und Werkzeuge; die Natur gab verschiedene Pro 
dukte, welche bei den Nachbarn bekannt und begehrt wurden. And überall hat sich 
die Tatsache wiederholt, daß der Wunsch nach solchen Waren und Produkten Jahr 
hunderte, oft Jahrtausende früher lebendig wurde als die Kunst, sie herzustellen; für 
viele war dies ja an sich durch die Natur ausgeschlossen. 
Der erste Lande! und Tauschverkehr war nun aber lange ein solcher ohne Ländler. 
Schon in der Epoche der durchbohrten Steine gelangen Werkzeuge und Schmucksachen 
von Stamm zu Stamm auf Tausende von Meilen. Ein sprachloser, stummer Lande! 
besteht noch heute ant Nigers auf den Stammgrenzen kommt man zusammen, legt 
einzelnes zum Austausch hin, zieht sich zurück, um die Fremden eine Gegengabe hin 
legen zu lassen, und holt dann letztere. Innerhalb desselben Stammes hindert lange 
die Gleichheit der persönlichen Eigenschaften und des Besitzes jedes Bedürfnis des 
Tausches. Auch auf viel höherer Kulturstufe finden wir noch einen Landel ohne 
Ländler, wie z. B. zwischen dem Bauer des platten Landes und dem Landwerker der 
mittelalterlichen Stadt lange ein solcher Austausch der Erzeugnisse stattfindet, ein Landel 
zwischen Produzent und Konsument. Zwischen verschiedenen Stämmen gaben die Läupt- 
linge und Fürsten am ehesten die Möglichkeit und den Anlaß zum Tausch. Daher 
sind lange diese Spitzen der Gesellschaft die wesentlich Landeltreibenden. In Mikro 
nesien ist heute noch dem Adel Schiffahrt und Landel allein vorbehalten; die kleinen 
Negerkönige Afrikas suchen noch möglichst den Landel für sich zu monopolisieren. Ähn 
liches wird von den älteren russischen Teilfürsten berichtet; die Laupthändler in Tyrus, 
Sidon und Israel waren die Läuptlinge und Könige. 
Nur bei solchen Stämmen, die, entweder am Meere lebend, Fischfang und Schiff 
fahrt frühe erlernten oder als Lirten mit ihren Lerden zwischen verschiedenen Gegenden 
und Stämmen hin und her fuhren, wie bei den Phönikern und den arabisch-syrischen 
Lirtenstämmen, konnten sich der abenteuernde Sinn, die kühne Wagelust, der rechnende 
Erwerbssinn entwickeln, die in breiteren Schichten der Stämme Landclsgeist und Landels- 
gewohnheiten, sowie Martteinrichtungen nach und nach schufen. Ihnen steht die Mehr 
zahl der anderen Stämme und Rassen mif| einer zähen, jahrhundertelang festgehaltenen 
Abneigung gegen den Lande! gegenüber; sie dulden Generationen hindurch eher, daß 
fremde Ländler zu ihnen kommen, als daß sie selbst den Landel erlernen und ergreifen. 
So ist bei den meisten, besonders den indogermanischen Völkern der Landel durch 
Fremde und Fremdenkolonien nur sehr langsam eingedrungen. Die Phöniker, Araber, 
Syrer und Juden waren die Lehrer des Landels für ganz Europa. Die Araber sind 
es noch heute in Afrika, wie die Armenier im Orient, die Malaien und Chinesen 
vielfach in Ostasien. Bis auf den heutigen Tag sind in vielen Ländern einzelne Landels- 
zweige in den Länden fremder Rassen, wie z. B. in London der Getreidehandel wesentlich
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.