Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

74 Zweiter Teil. Handel. III. Zur Geschichte von Handel und Industrie. 
die Grundlage des venetianischen Handels bildete, so lag der Schwerpunkt des hansischen 
Verkehrs zur Zeit seiner Blüte in Nowgorod; wie der Ausschluß der Engländer von 
den Mittelmeerländern genuesische und venetianische Politik war, so war die Fernhaltung 
derselben aus der Ostsee hansische Politik. Wie für die Venettaner es wichttg war, 
den Weg nach dem Norden durch kluges Benehmen gegenüber den Staaten am Atlan- 
ttschen Ozean sich zu sichern, so war der hansische Handel abhängig von der Herrschaft 
im Sund. Ebenso waren die Ziele der englischen Poliük ungefähr dieselben, die sie 
gegenüber Venedig verfolgte. Wie sie die Italiener nach zeitweiser Begünstigung zu 
beschränken, dem englischen Kaufmann die Rolle zuzuweisen und ihm den Eintritt ins 
Mittelmeer zu erobern sucht, ebenso denkt sie daran, die Privilegien der Hansen in 
England zu zerttümmcrn und der englischen Flagge in dem östlichen Meere größeren 
Rauni zu verschaffen. 
Läßt sich in dieser Weise eine Parallele zwischen Venedig und der Hanse ziehen, 
so fehlt es doch auch nicht an Verschiedenheiten. Die den Engländern stammverwandten 
Hansen wußten frühzeitig bei der einheimischen Bevölkerung und den Königen wirkliche 
Sympathien sich zu erwerben, dem englischen Gemeinwesen mehr als irgendwo sich zu 
nähern; der Italiener dagegen war dem Engländer immer fremd und antipathisch ge 
blieben. Der deutsche Handel war mehr ehrlich und schlicht, der italienische mehr auf 
Ausbeutung und List gegründet. Die Hansen vermochten ihre Rechte scharf auszu 
bilden und in fast ununterbrochener Folge zu bewahren, sie handelten sehr bald ge 
meinsam, hatten einen Bund, wenn auch keine einige Nation hinter sich; die Italiener 
dagegen besaßen nur vereinzelte Rechte, machten unter sich gefährliche Konkurrenz und 
besaßen infolge der politischen Zersplitterung keinen festen Zusammenschluß. So 
kommt es wohl, daß die Hansen etwas länger als die Venetianer auf englischem Boden 
schalten und walten dursten. 
Die ersten nachweisbaren Beziehungen der Deutschen zu England gehen bis in 
das 10. Jahrhundert zurück und sind von den Bewohnern der zunächst gelegenen und 
früh entwickelten Küstengebiete der Nordsee geschaffen worden. Vor allen gebührt 
Köln, dessen Gemeinwesen über das der übrigen deutschen Städte sehr bald emporragte, 
das Verdienst, den schwierigsten Schritt getan, die Landsmannschaft mit der Gildehalle 
in England fester begründet und den Deutschen den zum Handel nötigen Rechtszustand 
auf dem fremden Boden gesichert zu haben. Die übrigen westfälischen und deutschen 
Städte des Nordseegebietes, die nach England handelten, mußten sich Köln unterordnen, 
um an dessen Freiheiten in England zu partizipieren. 
Das Wesen und die Hauptbedeutung dieses durch die Städte der Nordsee ge 
schaffenen Handels lag zum Teil in dem direkten Austausch der beiderseittgen Produtte, 
noch mehr aber in der von den Kölnern und ihren Genossen übernommenen Ver 
mittlung des Handels zwischen England und den niederländischen Märkten, endlich in 
dem ausschließlich von der deutschen Genossenschaft auf Gotland, an welcher Köln 
und die übrigen Nordseestädte ursprünglich den größten Anteil hatten, beanspruchten 
Verkehr zwischen der West- und Ostsee. 
Im Laufe des 13. Jahrhunderts erhob sich, unterstützt von dem deutschen Kaiser, 
gegen die ausschließliche Herrschaft Kölns die neu aufgekommene Ostseestadt Lübeck. 
Am 26. August 1238 gestattet Heinrich III. den Lübeckern, England zu besuchen, am 
27. Dezember 1266 gewährt er ihnen ein größeres Privilegium und am 5. Januar 1267 
das Recht, eine eigene Hansa zu bilden. Das Dazwischentreten Lübecks ließ im Handel 
eine Scheidung eintreten. Der Verkehr zwischen Ost- und Westsee ging mehr und mehr 
in die Hände der Ostseestädte über; von Gotland, später mit Beisciteschiebung Wisbys 
direkt von der neuen Niederlassung Nowgorod aus führen sie die Produtte des Ostens 
nach England und Flandern und bringen dafür Produtte des niederländischen Marttes 
und englische Manufatte und Rohstoffe nach Osten zurück. Trotz dieses beginnenden
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.