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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Monograph

Identifikator:
881869058
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-2817
Document type:
Monograph
Author:
Meyer, Lothar http://d-nb.info/gnd/101162464
Title:
Die englische Agrarenquete von 1913
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (59 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

Die nordd. Staaten u. d. nord. Krieg; Entwickl. d. preuß. Königtums. 679 
direkten Steuern. Hier war, wie wir wissen, schon der Große 
Kurfürst mit Entschiedenheit tätig gewesen, indem er, zum 
Teil im Anschluß an schon vorhandene Steuern des 15. und 
16. Jahrhunderts, die neue große Akzise entwickelt hatte. Da 
deren Veranlagung in Formen erfolgt war, die für die zweite 
Hälfte des 17. Jahrhunderts als sehr modern gelten konnten, 
so begnügte sich Friedrich Wilhelm J. lange Zeit mit Ver— 
besserungen nur im einzelnen, bis er neue reife Erfahrungen in 
dem trefflichen Akzisereglement vom Jahre 1736 als Ganzes 
zusammenfaßte. Nach Einführung dieses Reglements konnte die 
Akzise wieder als durchaus zeitgemäß geordnete Steuer betrachtet 
werden. Für den Staatshaushalt aber war sie um so wichtiger, 
als sie sich in stetig zunehmenden Ertragshöhen bewegte, während 
die Kontribution ein für allemal festgelegt war. So hat z. B. 
die kurmärkische Kontribution in dem Jahrzehnt von 1727 bis 
1737 regelmäßig 420000 Taler jährlich betragen, während 
der Jahresertrag der kurmärkischen Akzise in diesem Zeitraume 
von 365 000 auf 450 000 Taler gestiegen ist. Wirkte so die 
Akzise unter Friedrich Wilhelm J. sehr günstig, so verfiel sie 
unter seinem Nachfolger: worauf es diesem vorbehalten war, 
das System durch Übertragung der Verwaltung an französische 
Beamte aufs äußerste verhaßt zu machen. 
Neben der Akzise, welche nach wie vor die Hauptsteuer 
für die Städte blieb, spielten die Zölle finanziell nur eine 
geringe Rolle. Dies um so mehr, als es vor dem Jahre 1805 
nicht völlig gelang, die Binnenzölle zu beseitigen, welche die 
einzelnen Provinzen voneinander wie Ausland trennten, und 
als der Konsum von Kolonialartikeln bei der Armut des Landes 
gering war, ja, wie z. B. der Kaffeegenuß unter Friedrich dem 
Großen, aus merkantilistischen Gründen geradezu verhindert 
wurde. 
Auch Regalien und Monopole sowie Stempel, die seit 
1682 eingeführt worden waren, fanden neben der Akzise nur 
geringe Entwicklung. Außer dem alten Salzregal, das bei 
dem eigenartigen mit ihm verknüpften Verteilungswesen fast 
wie eine Kopfsteuer wirkte, kommen eigentlich nur nach der
	        

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Responsible Government in the Dominions. Clarendon Pr., 1912.
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