Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Zur Frage der Naturalteilung

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Zur Frage der Naturalteilung

Monograph

Identifikator:
882698974
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4771
Document type:
Monograph
Author:
Steinert, Valentin http://d-nb.info/gnd/1054405190
Title:
Zur Frage der Naturalteilung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung Nachf. (Georg Böhme)
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (66 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Abschnitt. Die Geschichte der Naturalteilung im Grabfeld
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Frage der Naturalteilung
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Die Geschichte der Naturalteilung im Grabfeld
  • II. Abschnitt. Die Wirkungen der Naturalteilung im Grabfeld

Full text

6 
trümmerung war ohne ausdrücklichen Konsens der Grundherrn 
untersagt. 4 ) 
Die Bauerngüter waren ausschließlich Zinsgüter, die je nach der 
Art der Abgaben, die sie entrichten mußten, verschieden benannt wurden. 
In den fürstbischöflichen Verordnungei: wird meist von Zins-Gült- und 
Lehengütern gesprochen. Sie sind weder als Emphyteusen im Sinne des 
römischen Rechts noch als wahre Lehens zu betrachte::. Für die 
Behauptung Fick's, die in Franker: unter dem Namen „Hubgüter, Huben" 
vorkommenden Güter seien bona emphyteuticaria, 4 ) haben wir im 
Grabfeld keine Anhaltspunkte gefunden. Diese Huben (wahrscheinlich der 
Naine für halbe Höfe) unterscheiden sich in nichts von den gültbaren 
Gütern, d. i. solchen, die ihrer: Zins in Getreide entrichten. 
Es gab im Grabfeld freiteilbare und geschlossene Güter. 
Von Gesetzeswegen war in der Landgerichtsordnung des Herzogtums 
Frauken von 1618 für die Ziusgüter Freiteilbarkeit statuiert: „Die 
Zinslehen werden unter den Söhnen und Töchtern zugleich geteilt." H 
Doch übte das Gesetzesrecht auf die Erfolge in bäuerliche 
Güter so gut wie gar keinen Einfluß aus.°) Ob das Gut 
unter die Kinder geteilt werden durfte oder geschlossen übergeben werden 
mußte, hing vielmehr von der Einwirkung der Grundherrn auf 
die Gutsübergabe ab. Aus diesem Grunde allein erklärt sich die 
große Verschiedenheit in der bäuerlichen Erbfolge inbezug auf Ort 
und Zeit. Fast in allen Orten des Grabfeldes hat es ehedem aus- 
') Vgl. nachfolgende Nr. 2. 
2 ) Vgl. Dernburg, Pandekten 1902 Bd. I S. 636 Anm. 2: „Im deutschen 
Mittelalter erhielten die Bauern vielfach von den Gutsherrn Bauerngüter zu erb 
lichem Nutzungsrechte und zwar unter nmncherlei Namen und vielfach verschiedenen 
recht!. Bedingungen) vgü Stobbe-Lehmann, deutsches P. R. Bd. 2 § 189. Sie 
unter die Normen der röm. Emphyteusen zu spannen, wie die romanistisch ge 
bildeten Juristen früher zeitweise taten, hat man mit Recht längst aufgegeben." 
3 ) Schneidt, elementa iuris franconici § 63. 
4 ) Bäuerliche Erbfolge S. 210. 
5 ) Landgerichtsordnung tit. 75 Z 6. Nach §§ 4, 5 dess. tit. erben die Söhne- 
die freien alten und auch die neuen Mannslehen allein; lediglich an den letzterem 
haben die Töchter Anspruch auf Geldabfindung. Doch waren diese Lehen für das 
bäuerliche Erbrecht bedeutungslos. 
«) Die Meinung, das Gesetzesrecht sei früher für die bäuerliche Erbfolge aus 
schlaggebend gewesen, war noch in den 80 er und anfangs der 90er Jahre des 
vorigen Jahrhunderts allgemein verbreitet. Vgl. namentlich: „Die Landwirtschaft 
in Bayern S. 27 ff." Man berücksichtigte dabei eben gar nicht die grundherrlichen 
Verhältnisse. Fick (bäuerliche Erbfolge) schaltet zwar bei Betrachtung der Ursachen 
der heute bestehenden verschiedenen bäuerlichen Erbfolge in Bayern das Gcsetzesrecht 
prinzipiell aus, steht aber der örtlich so verschiedenen bäuerlichen Erbfolge in Franken 
ziemlich ratlos gegenüber.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Zur Frage Der Naturalteilung. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung Nachf. (Georg Böhme), 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.