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Zur Frage der Naturalteilung

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Bibliographic data

fullscreen: Zur Frage der Naturalteilung

Monograph

Identifikator:
882698974
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4771
Document type:
Monograph
Author:
Steinert, Valentin http://d-nb.info/gnd/1054405190
Title:
Zur Frage der Naturalteilung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung Nachf. (Georg Böhme)
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (66 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Abschnitt. Die Geschichte der Naturalteilung im Grabfeld
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Frage der Naturalteilung
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Die Geschichte der Naturalteilung im Grabfeld
  • II. Abschnitt. Die Wirkungen der Naturalteilung im Grabfeld

Full text

2 
trieben ist ein Baugeschäft mit mehreren Steinbrüchen hervorzuheben, 
das 40—50 Arbeiter beschäftigt. Im Amtssitze Königshofen hat sich 
im Laufe der Zeit Handel und Gewerbe zentralisiert, während in den 
Dörfern sich das Gewerbe auf das örtliche Bedürfnis beschränkt. Noch 
am Anfang des vorigen Jahrh, wurde die Leineweberei nament 
lich in Saal und Waltershausen sehr stark betrieben (es gab 1830 im 
Bezirk 130 Weber), heute ist diese Industrie ganz verschwunden. Neben 
dem Gewerbe wird vielfach noch Landwirtschaft betrieben, 16°/ 0 aller 
bäuerlichen Grundbesitzer sind auch Gewerbetreibende, von 1202 Ge 
werbetreibenden haben 415 — 35°/ 0 Grundbesitz. 
Die im Grabfeld übliche Wirtschaftsweise ist die sogenannte ver 
besserte Dreifelderwirtschaft, bei der das Brachfeld ganz oder teilweise 
mit Futterpflanzen, Kartoffeln und anderen Wurzelgewächsen bestellt ist. 
In jeder Markung werden 3 Fluren unterschieden, die im großen und 
ganzen gleichheitlich bebaut sind. Der Landwirt ist infolge der Ge 
mengelage der Grundstücke und der schlechten Zufahrtswege zum 
Grundstück immer noch gezwungen, die allgemeine Fruchtfolge in der 
Flur einzuhalten. Es besteht also noch tatsächlich ein Flurzwang, 
wenn auch der von Gemeindewegen für alle angeordnete Flurzwang 
aufgehört hat. 
Was die landwirtschaftliche Produktion anlangt, so wird fast aus 
schließlich Getreide in den 4 Arten Korn, Weizen, Gerste, Hafer gebaut; 
Handelsfrüchte werden dagegen wenig kultiviert. Die Anbauflächen 
von Korn, Weizen und Gerste sind so ziemlich gleich groß, die von 
Hafer, der auch auf schlechterem Boden noch gedeiht, überragt die der 
3 übrigen Getreidesorten. Die Anbaufläche betrug im Jahre 1902 für 
Weizen 
Roggen 
Gerste 
Hafer 
da 
ha 
ha 
ha 
2256 
2351 
2473 
3051 
Das Korn wird gewöhnlich in der eigenen Wirtschaft verwendet, 
während Weizen, Gerste und Hafer zum größeren Teil verkauft werden, 
um mit dem Erlös die laufenden Ausgaben bestreiten zu können. Die 
Schweinezucht und Aufzucht von Jungvieh liefert gute Erträgnisse. 
Die Markt- und Absatzverhältnisse liegen noch sehr im argen, 
wenn auch nicht zu verkennen ist, daß sich in den letzten Jahrzehnten 
manches gebessert hat. Wöchentlich findet in Königshofen ein Getreide- 
markt statt, dessen Preise beim Fehlen von auswärtigen Käufern von 
den einheimischen Händlern festgesetzt werden und die darum sich ver- 
hältnisniäßig niedrig gestalten. Die monatlichen Vieh- und Schweine- 
mürkte werden von den Landwirten gut besucht. Die 2 Lagerhäuser
	        

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Zur Frage Der Naturalteilung. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung Nachf. (Georg Böhme), 1906.
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