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Der russisch-japanische Krieg und die japanische Volkswirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Der russisch-japanische Krieg und die japanische Volkswirtschaft

Monograph

Identifikator:
882699261
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4781
Document type:
Monograph
Author:
Kanbe, Masao http://d-nb.info/gnd/11603548X
Title:
Der russisch-japanische Krieg und die japanische Volkswirtschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung Nachf. (Georg Böhme)
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (74 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Teil. Einfluß der japanischen Volkswirtschaft auf den russisch-japanischen Krieg
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Steigerung der Produktivität der deutschen Landwirtschaft im neunzehnten Jahrhundert
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Das Wachstum des Ackerlandes und die Entwicklung der Anbauverhältnisse
  • Die Steigerung der relativen und absoluten Ernteerträge während des ganzen Jahrhunderts
  • Die Entwickelung der letzten Jahrzehnte im Besondern
  • Die deutsche Viehzucht im 19. Jahrhundert
  • Die Steigerung der Fleischerzeugung
  • Die Steigerung der gesamten landwirtschaftlichen Produktion

Full text

40 
also 439 kg oder 878 Pfund, d. h. 120% mehr als vor 100 Jahren. Würde 
man übrigens nicht die Gewichte der lebenden Tiere, sondern die Schlacht 
gewichte miteinander vergleichen, so würde der Unterschied zwischen 
einst und jetzt noch mehr hervortreten, weil die Tiere heute im allge 
meinen in besserem Mastzustande geschlachtet werden und die Schlacht 
prozente daher grösser sind. Aber nicht nur dass die Fleischergiebigkeit 
des einzelnen Tieres gewaltig gestiegen ist, für die gesamte Fleischpro 
duktion kommt auch in Betracht, dass heute von den an einem Tage ge 
zählten Tieren im Laufe des Jahres verhältnismässig mehr zur Schlachtung 
kommen als früher, und zwar aus dem Grunde, weil die Tiere heute viel 
schneller wachsen und reif werden und die ganze Herde sich viel schneller 
erneuert. Die Einführung und Züchtuug frühreifer Rassen hat es in Ver 
bindung mit reichlicher Fütterung zuwege gebracht, dass die Rinder heute 
schon mit l 1 / 2 —2 Jahren dasjenige Reifestadium erreichen, welches sie 
früher erst mit 3—4 Jahren erlangten. Soweit es sich also um die Schlach 
tung von solchen Tieren handelt, die eben ausgewachsen sind, hat sich der 
Umsatz im Laufe des Jahrhunderts um mindestens 50% beschleunigt. 
Aber man lässt heute bei der viel rationelleren Betriebsführung auch die 
übrigen Tiere, welche vor der Schlachtung erst eine Zeit lang zur Zucht, 
zum Zuge oder zur Milchproduktion verwendet werden, nicht mehr so alt 
werden wie früher, weil alte Tiere sich schlecht mästen und bei den 
heutigen gesteigerten Ansprüchen an die Qualität des Fleisches schwer 
verkäuflich sind und schlechter bezahlt werden. Man kann annehmen, dass 
sich auch bei dieser letztgenannten Kategorie die Erneuerung des Bestandes 
heute um ca. 50 % schneller vollzieht als früher. 
Auch die Milchleistung des einzelnen Tieres ist heute eine viel grössere 
als ehedem. Nach v. Kahlden 1 ) wurden auf 12 schlesischen Gütern iin 
Jahre 1897 von durchschnittlich 969 Kühen pro Kopf und Tag 6,76 1 ge 
molken, das macht pro Jahr und Kuh 2467 1. v. Roberti 2 ) gibt den 
jährlichen Ertrag einer Herde von 36—46 Kühen in den Jahren 1886/87 
bis 1899/1900 pro Kuh und Jahr auf 1816—2865 1 an. Es ist dabei zu 
bemerken, dass die Ziffer 1816 annormal ist, weil die Herde in dem be 
treffenden Jahre an Maul- und Klauenseuche erkrankt war. Der gewöhn 
liche Durchschnitt war sonst 2436 1. Auf einem von Büttner 3 ) be 
schriebenen schlesischen Rittergute war der Milchertrag pro Tag und Kuh 
im Durchschnitt des Jahres 8 1, pro Jahr und Kuh also 2920 1. Man 
darf nach alledem als die durchschnittliche jährliche Milchproduktion einer 
Kuh heute 2000—2500 1 annehmen. Im Vergleich zu der Thaerschen 
Angabe, die wahrscheinlich noch über dem damaligen Durchschnitt steht, 
bedeutet das eine Steigerung um 150—200%. 
Was die Schweine anbelangt, so sind die Gewichtsangaben, die 
Schwerz macht, erstaunlich hoch: 200—300—400—500 Pfund. Wir 
9 Die Herrschaft Kuchelna; Landw. Jahrb. 29. Bd. Berlin 1900. 
") Über die Zucht der Milchkuh. Merseburg 1902. S. 52. 
3 ) Ein schlesisches Rittergut. Berlin 1901. Beide Abhandlungen abgedruckt in 
Mitteil. d. landw. Institute der Königl. Univers. Breslau.
	        

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Die Steigerung Der Produktivität Der Deutschen Landwirtschaft Im Neunzehnten Jahrhundert. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, Verlag für Landwirtschaft. Gartenbau und Forstwesen, 1905.
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