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Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

Monograph

Identifikator:
883192993
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20681
Document type:
Monograph
Author:
Wagner, Curt
Title:
Konserven und Konservenindustrie in Deutschland
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1907
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 113 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Absatz und Absatzverhältnisse der Konserven
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Konserven und Konservenindustrie in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • I. Einleitung
  • II. Die einzelnen Zweige der deutschen Konservenindustrie
  • III. Absatz und Absatzverhältnisse der Konserven
  • IV. Schluß
  • Anhang. Upton Sinclairs „The jungle“

Full text

94 
männische wie das technische Personal durch das Lieferungsgeschäft 
außerordentlich in Anspruch genommen, und es würde sicher große 
Unbequemlichkeiten verursachen, wenn der normal verlaufenen Sommer 
kampagne sofort eine Herbstkampagne folgen müßte. Immerhin 
könnte diesen Schwierigkeiten durch verstärktes Personal und be 
sondere Lohnzulagen begegnet werden. 
Mehr als der Leutemangel würde dagegen die pekuniäre Lag e 
der einzelnen Konservenfabriken der von dem Kriegsministerium g e " 
wünschten Geschäftsverbindung hinderlich sein, denn hier sind die 
wirtschaftlichen Verhältnisse zu berücksichtigen, wie sich dieselben 
bei den Konservenfabriken im Herbst gestalten. 
Der Konservenfabrikant bezieht seine Rohprodukte zum größten 
Teil von den Landwirten, erhält daher entweder gar keinen oder 
nur sehr kurzen Kredit und muß während der Dauer der Kampag ne 
in bar regulieren. Die Löhne müssen ebenfalls bar bezahlt werden. 
Die Folge hiervon ist nun, daß der Konservenfabrikant mit Schluß 
der Sommerkampagne zwar ein übervolles Lager, aber eine leere 
Kasse besitzt. Aus diesem Grunde würde wohl die größere Zahl 
der Konservenfabriken zu schwach sein, um sofort nach beendeter 
Sommerkampagne eine Herbstkampagne beginnen zu können, deren 
Produktion nicht sofort abgenommen und bar reguliert würde. 
Die Armeeverwaltung selbst muß die Opfer auf sich nehmen 
und zwar dadurch, daß sie entweder die für sie hergestellten Speisen 
sofort nach Fertigstellung abnimmt, oder dem Konservenfabrikanten 
ein dem Umfange des Abschlusses entsprechendes Betriebskapital zU 
mäßigem Zinsfuß zur Verfügung stellt, wobei eine in bestimmt 611 
Intervallen ausübende Kontrolle über die zur Verfügung der Arm 66 ' 
Verwaltung hergestellten Konserven am Platze wäre. Sicher werden 
sich mehrere Konservenfabriken finden, die genügende Betriebsmitt 6 
besitzen, um eine bestimmte Menge Konserven auf eigene Rechnung 
für die Armeeverwaltung hersteilen zu können, wenn deren Abnahm 6 
zur Verflegung der Truppen während der Manöver vielleicht nach 
Jahr und Tag garantiert würde, aber was wollen diese paar Dos 611 
gegen den ungeheuren Bedarf eines Feldzuges bedeuten. 
Die sämtlichen namhaften deutschen Konservenfabriken müßt 611 
für die Herstellung von Armeekonserven interessiert werden, wenn 
die Armeeverwaltung einmal im Ernstfälle ein greifbares Ergeh 1115 
von ihren viel Zeit, Arbeit und Geld kostenden, vorbereitenden M a 
nahmen haben will. 
Die für die Armeeverflegung nötigen Speisen mit Fleisch, lVlC 
sie die beiden Armeefabriken speziell zu diesem Zweck herstell 611 ’
	        

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Konserven Und Konservenindustrie in Deutschland. Verlag von Gustav Fischer, 1907.
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