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Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

Monograph

Identifikator:
883192993
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20681
Document type:
Monograph
Author:
Wagner, Curt
Title:
Konserven und Konservenindustrie in Deutschland
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1907
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 113 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die einzelnen Zweige der deutschen Konservenindustrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Konserven und Konservenindustrie in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • I. Einleitung
  • II. Die einzelnen Zweige der deutschen Konservenindustrie
  • III. Absatz und Absatzverhältnisse der Konserven
  • IV. Schluß
  • Anhang. Upton Sinclairs „The jungle“

Full text

6 
Jahres vollkommen oder teilweise ruhen zu lassen, läßt sich zwar auf 
verschiedene Weise mildern, aber nicht gänzlich beseitigen. 
Die Fabriken für gedörrte Gemüse (Präservenfabriken) beginnen 
meist im Anfang August mit dem Verarbeiten grüner Bohnen, woran 
sich dann das Verarbeiten von Grünkohl-, später Weiß- und Wirsing 
kohl usw. anschließt. Im Oktober werden noch Möhren und Kohl 
rüben und im November und Dezember Kartoffeln verarbeitet. Mit 
Ende des Jahres stellen die meisten derartigen Fabriken ihren Haupt 
betrieb ein, und die meisten Arbeiterinnen werden entlassen, da nur 
noch wenige Kräfte zum Verpacken und zum Verschicken der Waren 
nötig sind. Von Anfang Januar bis Ende Juli, also 7 Monate hin 
durch bleiben die Fabrikationsräume und Maschinen für die Gemüse 
verarbeitung unbenutzt. 
In den Fabriken für Dosengemüse liegen die Verhältnisse etwas 
anders, da man in den Monaten Mai, Juni und Juli Gemüse, 
welche Deutschland nicht in ausreichenden Mengen produziert, aus 
anderen Ländern, wo sie zu billigen Preisen und im Überfluß erzeugt 
werden, bezieht, wie z. B. Champignons aus Frankreich, Blumenkohl 
aus Italien usw. Doch ist der Betrieb der Fabriken, die dieses Ver 
fahren anwenden, ein derartig eingeschränkter, daß er mit der Zeit 
der Bohnenverarbeitnng, z. B. im Anfang August, wo in manchen 
Fabriken 100—200 Ztr. grüner, frisch gepflückter Bohnen täglich 
verarbeitet werden, gar nicht zu vergleichen ist. 
In den Fleischkonservenfabriken und Milchkonservenfabriken 
liegen diese, von der Natur gegebenen Verhältnisse ähnlich. 
Um diesen Nachteilen zu begegnen, hat man die verschiedensten 
Einrichtungen getroffen. Das einfachste würde es sein, wenn man 
z. B. Fleischkonserven und Gemüsekonserven herstellte, und diese 
beiden Zweige sich derartig ergänzten, daß eine andauernde Fabri 
kation möglich wäre. Dies ist aber nicht immer durchführbar. In 
den Geg'enden, wo man genügend Rohmaterial an frischen Gemüsen 
in Deutschland erhält, lassen sich meist nicht die nötigen Mengen 
Rohfleisch zur Dosenfleischfabrikation beschaffen. 
Aber wenn somit auch nicht überall der Erfolg gesichert ist, so 
findet man doch in sämtlichen Betrieben der Konserven-Industrie das 
Bestreben neben der eigentlichen Hauptproduktion, mit geringer 
Kapitalanlage und unter möglichst weitgehender Verwendung - der be 
stehenden Fabrikationsräumlichkeiten, sowie der Betriebsmaschinen, 
des Arbeiterstammes usw., Nebenprodukte zu erzeugen. 
So z. B. geht man in der Dosengemüseindustrie immer mehr 
dazu über, fertige Speisen, bezw. vollkommen zusammengestellte Mahl-
	        

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Wirtschaft Als Leben. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
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