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Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

Monograph

Identifikator:
883192993
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20681
Document type:
Monograph
Author:
Wagner, Curt
Title:
Konserven und Konservenindustrie in Deutschland
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1907
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 113 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Absatz und Absatzverhältnisse der Konserven
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Konserven und Konservenindustrie in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • I. Einleitung
  • II. Die einzelnen Zweige der deutschen Konservenindustrie
  • III. Absatz und Absatzverhältnisse der Konserven
  • IV. Schluß
  • Anhang. Upton Sinclairs „The jungle“

Full text

und die neu gegründeten Betriebe nach Muster der französischen 
Unternehmungen fabrikmäßig ein, so daß heute wohl alle größeren 
Fabriken mit Dampfanlagen versehen sind. Die Aufwendung eines 
größeren Kapitals und die Einführung von Maschinen in Verbindung 
uiit anderen technischen Änderungen im Betriebe waren der natürliche 
Ausdruck für die Tatsache, daß die Herstellung von Konserven sich 
z u einem völlig selbständigen Industriezweig entwickelt hatte und 
nunmehr im großen, d. h. fabrikmäßig betrieben wurde. Die Fabri 
kation war nun endgültig aus dem Stadium ihrer Entwicklung ge 
treten, in dem sie vom volkswirtschaftlichen Standpunkte aus als 
Nebenbetrieb eines anderen Erwerbszweiges, etwa der Landwirtschaft 
oder der Klempnerei anzusehen war; jetzt war für die größeren Fabri 
kanten die Konservenfabrik vielmehr der Hauptbetrieb und dessen 
Klempnerei sowohl wie seine bisweilen recht bedeutende Spargelzucht 
diente nur dazu, ihm Roh- und Hilfsstoffe zu liefern. Dieser Um 
stand trat natürlich nicht überall gleichzeitig ein. Von den Gewerbe 
treibenden, die bis dahin Konserven nur nebenher eingemacht hatten, 
ging der eine früher, der andere später dazu über, sich mehr oder 
weniger ausschließlich auf die Fabrikation von Konserven zu be 
schränken. Daneben gab es eine ganze Anzahl Handwerker, beson 
ders Klempner, die den Betrieb in der alten Weise fortsetzten, teil 
weise wohl bis auf den heutigen Tag. So wurden namentlich in den 
siebziger Jahren, aber auch später noch neue Fabriken gegründet. 
Fast alle Klempnereien und sehr viele Private begannen Gemüse ein 
zukochen und verschafften sich durch den Verkauf ihrer Erzeug 
nisse einen erträglichen Nebenerwerb. Die Zahl dieser kleineren Be 
triebe läßt sich heute nicht mehr feststellen. Für die Entwicklung 
der Industrie waren sie jedenfalls nicht von Bedeutung, die Zukunft 
gehörte, das war damals schon klar, dem wirklichen Fabrikbetriebe. 
Wir haben uns daher nunmehr nur noch mit dieser Form des 
damals so verheißungsvollen Industriezweiges zu beschäftigen. 
In welchem Verhältnis die Zahl der Konservenfabriken im Herzog 
tum Braunschweig sich in den letzten 30 Jahren vermehrt hat, ersieht 
tnan aus folgendem: Bis 1870 waren 6 Fabriken gegründet worden.. 
Fw Jahre 1882 weist die Gewerbestatistik 29 Betriebe auf 1 ), 1907 
bestehen 42 Fabriken und zwar 38 Haupt- und 4 Nebenbetriebe. 
Von diesen 42 Fabriken sind gegründet worden: 
1) Beiträge zur Statistik des Herzogtums Braunschweig. Herausgegeben vom Stat. 
Bureau d. Herzogi. Staatsminister., Heft VI, 1886, S. 139.
	        

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Konserven Und Konservenindustrie in Deutschland. Verlag von Gustav Fischer, 1907.
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