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Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Monograph

Identifikator:
883823179
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4396
Document type:
Monograph
Author:
König, Joseph http://d-nb.info/gnd/119182084
Title:
Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
Edition:
Dritte, neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 1083 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Untersuchung von Boden
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
  • Title page
  • Contents
  • Untersuchung von Boden
  • Tierische Entleerungen und Stallmist
  • Künstliche Düngemittel
  • Asche von Pflanzen, tierischen Stoffen und Brennstoffen
  • Futtermittel
  • Die Untersuchung der Sämereien
  • Milch und Molkerei-Erzeugnisse
  • Speisefette und -öle
  • Bienenhonig
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Zuckerfabrikation
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Stärkefabrikatiom
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Spiritusfabrikation
  • Bier und seine Rohstoffe
  • Obst- und Beerenfrüchte sowie deren Erzeugnisse
  • Wasser
  • Beschädigungen der Vegetation durch Rauch und Staub
  • Untersuchung der Schafwolle
  • Bienenwachs
  • Schmiermittel
  • Index

Full text

80 
Untersuchung von Boden. 
düngten Parzellen gleich war, die ünhaltharkeit der Ansicht Heinrichs; jedoch ist 
nicht ausgeschlossen, daß der benutzte Boden noch hinreichend aufnehmbare Nährstoffe 
enthielt. 
A. Helmkampf 1 ) hält die Wurzeln ebenfalls für keine geeignete üntersuohuugs- 
masse, sondern glaubt, daß die Pflanzenuntersuchung in Verbindung mit einem Dfingungs- 
versuch geeignet ist, die Düngungsbedürftigkeit eines Bodens anzugeben, und schlägt folgendes 
Verfahren vor: „Soll der Nährstoffzustand eines Ackers geprüft werden, so ist zunächst die 
Anstellung eines Düugungsversuches (mit Halmfrucht) erforderlich. Sodann wird zur Zeit 
der Blüte einer jeden Parzelle ein Durchschnittsmuster der auf ihr gewachsenen Pflauzen- 
masse entnommen und untersucht. Zeigt sich nun, daß der Gehalt der Pflanzen infolge 
der Düngung mit einem Nährstoff an diesem eine Steigerung erfährt, so folgt daraus die 
Düngungsbedürftigkeit für diesen Stoff; bleibt aber andererseits trotz Düngung der Gehalt 
überall der gleiche, so ist auf genügenden Vorrat im Acker zu schließen.“ 
M. Stahl-Sohröder 3 ) hat die Versuche Heinrichs wie Atterbergs eingehend 
nachgeprüft; auch er verwirft die Wurzeln als Untersuchungsmasse für die Beurteilung des 
Düngebedürfnisses des Bodens, weil sie sich einerseits nicht genügend quantitativ sammeln 
lassen, andererseits Luxuskonsumtion treiben, d. h. einen Überschuß an Nährstoffen 
aufnehmen und enthalten können, ohne daß dieser Mehrgehalt in einer Mehrernte zum 
Ausdruck gelangt. Aus dem Grunde besteht auch das v. Dikowsche Gesetz des 
Maximums nicht. Dagegen bietet der Vorschlag Atterbergs mehr Aussicht auf Erfolg- 
Es müssen indes bei der Bestimmung des Verhältnisses von Stickstoff: Phosphorsäure mehr 
die klimatischen und Witterungs Verhältnisse der Anbaugegend berücksichtigt werden. 
Stahl-Schröder findet z. B. in den in Peterhof bei Riga geernteten Haferkörnern das 
richtige und günstige Verhältnis von Stickstoff: Phosphorsäure wie 100 : 30—40; ist dasselbe 
enger, dann liegt Stickstoff-Mangel oder Phosphorsäure-Überschuß vor; ist es weiter, dann 
ist Phosphorsäure-Mangel oder Stickstoff-Überschuß vorhanden. 
Weil aber das Bedürfnis der Pflanzen nach Stickstoff, Phosphorsäure, Kali usW- 
verschieden ist, außerdem aber die einzelnen Kulturpflanzen sich bezüglich der Ausnutzung 
der einzelnen Bodennährstoffe verschieden verhalten, so lassen sich aus der Untersuchung 
der Haferkörner allein ohne Zweifel noch keine richtigen Düngungsregeln für die anderen 
Kulturpflanzen ableiten. 
H. Joulie 3 ) sucht durch zahlreiche Untersuchungen zu ermitteln, was ein fruchtbarer 
Boden enthalten muß, und benutzt die so gewonnenen Werte zur Beurteilung anderer Acker- 
erden; ist dann der betreffende Pflanzen wuchs zur Zeit der Blüte und Reife ein befriedigender, 
so war die Düngung eine richtige, ist aber der Erfolg ungünstig, so wird die Pflanz® 
untersucht und aus der Zusammensetzung im Vergleich zur typischen Durchschnitts-Zu 
sammensetzung derselben Pflanze, welche durch die Untersuchung zahlreicher am besten 
und vollkommensten ausgewachsener Einzelpflanzen gefunden ist, ermessen, was der ersteren 
Pflanze fehlt. 
Auch M. Märcker 4 ) läßt eine Untersuchung des Bodens gleichsam durch die Pflanz® 
ausführen, indem er ermittelt, wie große Mengen gewisser Nährstoffe —, zunächst der 
Phosphorsäure — durch die Pflanzen aus Bodenarten von verschiedener Beschaffenbett 
aufgenommen werden können. Dabei stellte sich heraus, daß die Aufnahme der Phosphor 
säure durch die Pflanze sich mit der Löslichkeit der Phosphorsäure im Boden steigert®, 
daß die von der Pflanze aufgenommene Phosphorsäure in geradem Verhältnis zu der durch 
Ammoniumzitrat (Petermann) aus dem Boden gelösten Phosphorsäure steht. Deshalb 
glaubt M. Märcker in dem Ammoniumzitrat oder nach anderen Versuchen in einer 5 °/ 0 -ig eIJ 
Zitronensäurelösung ein Mittel zur Bestimmung der bodenlöslichen, d. h. der jedesmal fd r 
die Pflanze aufnehmbaren Phosphorsäure gefunden zu haben. (Vergl. hierzu vorstehend® 
Ausführungen S. 75.) 
4 ) Journ. f. Landwirtschaft 1892, 40, 85. 
2 ) Ebenda 1904, 52, 31, soweit bis Schluß des Druckes dieses Bogens erschienen i^ - 
3 ) Journ. d’agric. 1, No. 1086, 89. 
4 ) Jahrbuch der Versuchs-Station Halle 1890.
	        

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Die Untersuchung Landwirtschaftlich Und Gewerblich Wichtiger Stoffe. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, 1906.
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