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Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Monograph

Identifikator:
883823179
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4396
Document type:
Monograph
Author:
König, Joseph http://d-nb.info/gnd/119182084
Title:
Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
Edition:
Dritte, neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 1083 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Untersuchung von Boden
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
  • Title page
  • Contents
  • Untersuchung von Boden
  • Tierische Entleerungen und Stallmist
  • Künstliche Düngemittel
  • Asche von Pflanzen, tierischen Stoffen und Brennstoffen
  • Futtermittel
  • Die Untersuchung der Sämereien
  • Milch und Molkerei-Erzeugnisse
  • Speisefette und -öle
  • Bienenhonig
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Zuckerfabrikation
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Stärkefabrikatiom
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Spiritusfabrikation
  • Bier und seine Rohstoffe
  • Obst- und Beerenfrüchte sowie deren Erzeugnisse
  • Wasser
  • Beschädigungen der Vegetation durch Rauch und Staub
  • Untersuchung der Schafwolle
  • Bienenwachs
  • Schmiermittel
  • Index

Full text

Untersuchung der Moorböden. 
89 
Verbreiter) bewerkstelligt. Die Hitze soll dunkle Rotglut nicht überschreiten. 
Gegen das Ende der Veraschung muß häufig mit einem Platindraht oder Spatel 
umgerührt werden, weil die Kohleschicht auf der Oberfläche der Asche sonst schwer 
verbrennt. 
Die Moorasche ist äußerst hygroskopisch und daher möglichst schnell mit 
einer Platte bedeckt zu wägen. Die Exsikkatoren müssen dicht schließen und das 
Trookenmittel muß häufig erneuert werden; bei einem schon längere Zeit benutzten 
Exsikkator zieht Moorasche wie trockne Moorsubstanz Wasser an. 
Betreffs der bei Bestimmung gewisser leicht sich verflüchtigenden Bestandteile, 
wie Chlor, Kalium, zu beachtenden Vorsichtsmaßregeln bei Herstellung der Asche 
gelten die für Untersuchung von Pflanzen (vergl. „Pflanzenasche“) gültigen Regeln. 
Die mehr oder weniger stark mit Sand, Ton oder Kalk vermischten Moor 
böden werden in derselben Weise behandelt: 
Soll die Untersuchung eines Moorbodens lediglich die nötigen Anhaltspunkte 
für die Beurteilung seiner Kulturfähigkeit liefern, so wird nach dem an der Moor- 
Versuchs-Station üblichen Verfahren die Asche gewogen, mit konzentrierter Salzsäure 
von 1,135 spezifischem Gewicht unter Zusatz von wenig Salpetersäure gekocht, zur 
Trockne verdampft, der Rückstand nach dem Uberführen der Kieselsäure in die 
unlösliche Form mit Salzsäure aufgenommen, filtriert und das Unlösliche, sowie im 
Filtrate Kalk und Phosphorsäure bestimmt. 
In der lufttrocknen Substanz wird der Stickstoff und behufs Umrechnung 
des Untersuohungsergebnisses auf Trockensubstanz die Feuchtigkeit ermittelt. 
Von einer Bestimmung des Kalis wird seitens der Moor-Versuchs-Station 
meistens abgesehen, da seine Menge in der überwiegenden Anzahl der Moore 
so gering ist, daß sie bei der Düngung unberücksichtigt bleiben kann. In besonderen 
Fällen, z. B. wenn das Moor auf kalireichem Untergrund aufgewachsen oder mit 
Ton durchsetzt ist, oder wenn ein solcher Untergrund selbst zur Bedeckung bei 
Deckkulturen verwendet werden soll, wird eine Bestimmung des Kalis ausgeführt. 
Die vollständige Untersuchung der Moorbodenasche weicht nicht von den hei 
Mineralböden bezw. Pflanzenaschen gebräuchlichen Verfahren ab. 
3. Bestimmung einzelner Bestandteile. Bezüglich der Bestimmung einzelner 
Bestandteile des Moorbodens sei noch folgendes bemerkt: 
a) Stickstoff. Der Stickstoffgehalt des Moorbodens wird nach dem von 
Wilfarth u. a. abgeänderten Kjeldahlschen Verfahren durch Kochen mit kon 
zentrierter Schwefelsäure unter Zusatz von metallischem Quecksilber usw. bestimmt. 
Bei sandfreien Moorböden pflegen 2 g der lufttrocknen Masse für die Bestimmung 
auszureichen, bei sandhaltigen (anmoorigen) Moorböden wird entsprechend mehr (5—10 g) 
nötig sein. Das Uberschäumen im Anfang wird durch vorsichtiges Erhitzen und 
Zusatz eines Körnchens (stickstofffreien) Paraffins verhindert (vergl. auch S. 37). 
b) Schwefel und Phosphor. Die Bestimmung des in Form von Sulfiden vor 
handenen Schwefels nach dem von M. Fleischer angegebenen Verfahren ist weiter 
unten S. 96 u. ff. behandelt. 
Für den Gesamtschwefel und Gesamtphosphor im Moorboden sind die be 
kannten Verfahren anzuwenden (siehe Untersuchung der Pflanzenasche); bei kalk 
armen Mooren ist vor dem Veraschen, besonders für die Bestimmung des. Schwefels, 
der Zusatz basischer Stoffe (z. B. Soda) erforderlich. 1 ) 
') Vergl. G. Gundlach, Journal f. Landwirtschaft 1892, 40, 223 und G. Schmoeger, 
Landw. Jahrbücher 1896, 25, 1047.
	        

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Die Untersuchung Landwirtschaftlich Und Gewerblich Wichtiger Stoffe. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, 1906.
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