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Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Monograph

Identifikator:
883823179
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4396
Document type:
Monograph
Author:
König, Joseph http://d-nb.info/gnd/119182084
Title:
Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
Edition:
Dritte, neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 1083 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Untersuchung von Boden
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
  • Title page
  • Contents
  • Untersuchung von Boden
  • Tierische Entleerungen und Stallmist
  • Künstliche Düngemittel
  • Asche von Pflanzen, tierischen Stoffen und Brennstoffen
  • Futtermittel
  • Die Untersuchung der Sämereien
  • Milch und Molkerei-Erzeugnisse
  • Speisefette und -öle
  • Bienenhonig
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Zuckerfabrikation
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Stärkefabrikatiom
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Spiritusfabrikation
  • Bier und seine Rohstoffe
  • Obst- und Beerenfrüchte sowie deren Erzeugnisse
  • Wasser
  • Beschädigungen der Vegetation durch Rauch und Staub
  • Untersuchung der Schafwolle
  • Bienenwachs
  • Schmiermittel
  • Index

Full text

106 
Untersuchung von Strontianit. 
Zur weiteren Untersuchung derartiger Gesteine sind folgende Verfahren in 
Vorschlag gebracht: 
1. Sogenanntes deutsches Verfahren: 1 g Strontianit 1 ) wird in über 
schüssiger verdünnter Salzsäure gelöst, die Lösung erhitzt und mindestens 10 Minuten 
in lebhaftem Kochen erhalten. Nachdem die Lösung etwas abgekühlt ist, wird nach 
Oxydation mit etwas ohlorsaurem Kalium mit kohlensäurefreier Ammoniakflüssigkeit in 
schwachem Überschuß gefällt (es empfiehlt sich, einige Tropfen Rosolsäurelösung als 
Indikator zuzusetzen), die Flüssigkeit zum Kochen erhitzt, bis der Niederschlag flockig 
wird, dann rascli filtriert und mit heißem Wasser bis zum Verschwinden der Chlor 
reaktion ausgewaschen. Der gesammelte Niederschlag wird verascht, gewogen und 
nach Abzug der Filterasche als „Oxyde“ in Rechnung gestellt. Der Niederschlag 
besteht aus etwas Eisenoxyd bezw. Schwefelkies, Tonerde und Sand. 
Das Filtrat wird mit Ätzammoniak und kohlensaurem Ammon gefällt, der 
Niederschlag (Sr C0 8 + Ca C0 8 ) nach dem Absetzen abfiltriert und mit kochendem 
Wasser bis zum Verschwinden der Chlorreaktion ausgewaschen. Darauf löst man 
den Niederschlag unter Bedecken des Trichters mit verdünnter Salpetersäure, wäscht 
mit heißem Wasser bis zum Verschwinden der sauren Reaktion nach und dampft 
Lösung und Waschwasser auf dem Wasserbade in einer Glasschale zur Trockne 
ein. Man trocknet die Glasschale bei 130° und nimmt nach dem Erkalten mit 
einem Gemisch von gleichen Teilen Äther und absolutem Alkohol auf. Um ein 
vollständiges Ausziehen des Calciumnitrates zu ermöglichen, müssen die Strontium 
nitrat-Kristalle tunlichst zerdrückt werden. Man wäscht die Masse auf einem 
Filter mit dem Äther-Alkohol-Gemisch aus, bis das Filtrat mit verdünnter Schwefel 
säure nach einigem Stehen keine Reaktion mehr gibt, trocknet bei 100° im 
Trockenschrank und wägt, nachdem man das vom Niederschlage befreite Filter für 
sich verascht und den Kristallen beigefügt hat. Man kann aber auch richtiger 
die Kristalle auf einem vorher gewogenen Filter sammeln, trocknen und wäge»- 
Die gefundene Menge Sr(N0 8 ) 2 multipliziert mit 0,697 ergibt die Menge Strontium- 
karhonat. 
Zur Bestimmung des Calciumkarbonates erwärmt man das Filtrat gelinde 
auf dem Wasserbade bis zur Vertreibung des Äthers, fällt mit verdünnter Schwefel 
säure, läßt nach dem Erkalten einige Zeit stehen, filtriert, wäscht einmal mft 
Alkohol nach, läßt langsam trocknen und glüht, * 2 ) Die gefundene Menge CaS0 4 
multipliziert mit 0,735 gibt die Menge des Calciumkarbonates. 
2. Sogenanntes französisches Verfahren: 2 g der gepulverten Probe 
werden mit Salzsäure in geringem Uberschuß zur Trockne verdampft, mit Wasser, dem 
man 10 g Natriumacetat zugesetzt hat, aufgenommen, längere Zeit gekocht, der 
Niederschlag (Eisenoxyd und Tonerde neben Gangart) abfiltriert und mit heißem Wasser 
gut ausgewaschen. Das klare Filtrat wird in einer Porzellanschale unter Zusatz vo» 
400 ccm einer Lösung von schwefelsaurem Ammon, die 260 g festes schwefelsaures 
Ammon auf 1 Liter enthält, so daß auf 1 g Substanz 50 g Ammonsulfat komme») 
1 / 2 bis 3 / 4 gelinde Stunde gekocht, sodann 12 Stunden beiseite gestellt, abfiltriert und 
mit der erwähnten Ammonsulfatlösung ausgewaschen. (Etwa x / 2 Liter Lösung genügt 
zum Auswaschen.) Das Filter wird getrocknet, mit Schwefelsäure befeuchtet, geglüht 
und gewogen. Die gefundene Menge SrS0 4 multipliziert mit 0,8088 gibt die 
r) Oder besser 10 g, indem man das Filtrat davon auf 1000 ccm bringt und hiervon 
100 ccm zur Bestimmung von Strontian und Kalk verwendet. 
2 ) Zur Entfernung des CaS gibt man nach dem Erkalten einige Tropfen verdünntet 
Schwefelsäure hinzu, dampft ein und glüht vorsichtig.
	        

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Die Untersuchung Landwirtschaftlich Und Gewerblich Wichtiger Stoffe. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, 1906.
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