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Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Monograph

Identifikator:
883823179
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4396
Document type:
Monograph
Author:
König, Joseph http://d-nb.info/gnd/119182084
Title:
Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
Edition:
Dritte, neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 1083 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Künstliche Düngemittel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
  • Title page
  • Contents
  • Untersuchung von Boden
  • Tierische Entleerungen und Stallmist
  • Künstliche Düngemittel
  • Asche von Pflanzen, tierischen Stoffen und Brennstoffen
  • Futtermittel
  • Die Untersuchung der Sämereien
  • Milch und Molkerei-Erzeugnisse
  • Speisefette und -öle
  • Bienenhonig
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Zuckerfabrikation
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Stärkefabrikatiom
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Spiritusfabrikation
  • Bier und seine Rohstoffe
  • Obst- und Beerenfrüchte sowie deren Erzeugnisse
  • Wasser
  • Beschädigungen der Vegetation durch Rauch und Staub
  • Untersuchung der Schafwolle
  • Bienenwachs
  • Schmiermittel
  • Index

Full text

140 
Künstliche Düngemittel. 
im Liter), bezw. so viel, daß alles Quecksilber als Schwefelquecksilber ausgefällt 
wird und die Flüssigkeit schwarz erscheint, dann einige feine Körnchen Zink zu 
und verbindet rasch mit dem Uestillationsrohr. Letzteres taucht in einen 250—300 ccm 
fassenden Erlenmeyer-Kolben, welcher 10 oder 20 ccm Normalschwefelsäure und 
so viel Wasser enthält, daß die Spitze des Destillationsrobres in die Flüssigkeit 
taucht (vergl. Fig. 20, S. 139). Nachdem etwa 100 ccm der Flüssigkeit ab 
destilliert sind, wird die überschüssige Schwefelsäure mit x / 4 Normalnatronlauge 
unter Zusatz eines Indikators zurücktitriert und aus dem gefundenen Ammoniak der 
Stickstoff berechnet. 
Anmerkungen. «) Nach 0. Böttcher ist der Zusatz von Schwefelkalium nicht 
notwendig, wenn mau für eine starke Wasserstoffentwickelung sorgt, also etwa l,b g Zink 
staub zusetzt. Die starke Wasserstoff-Entwickelung kann aber leicht ein Überspritzen von 
fixem Alkali verursachen. C. Neuberg empfiehlt Natriumthiosulfat an Stelle von 
Kaliumsulfid, und zwar je 1 g gepulvertes Natriumthiosulfat auf 0,4 g Quecksilberoxyd. 
ß) Um ein Überspritzen von Natronlauge zu verhüten, verbindet man den Kolben 
mit dem Destillationsrohr am besten durch ein Kugelrohr, in welchem das Glasrohr, wie 
aus der Zeichnung (Fig. 20, S. 139) ersichtlich, umgebogen ist. Statt dieser Einrichtung 
sind eine Reihe anderer Destillations-Vorrichtungen in Gebrauch, die aus den Preislisten der 
Mechaniker zu ersehen sind. 
y) A. Hebebrand 1 ) hat eine besondere Destillations-Vorlage angegeben, welche mit 
einem Ü-förmigen Seitenrohr versehen ist und das anfängliche Eintauchen des Destillations 
rohres in die vorgelegte Schwefelsäure überflüssig macht. 
d) Bosworth und Eissing * 2 ) verwenden behufs Vereinfachung der Ausrechnung 
zur Verbrennung stets genau 1 g Substanz, zum Binden des Ammoniaks in der Vorlage 
'/j Normalsäure und zur Titration */ 14iM Normalalkali; 1 ccm Alkali entspricht dann 1 mg 
Stickstoff und 1 ccm '/ 2 Normalsäure 7,02 ccm des 1 / 14j04 Normalalkali. Die Anzahl der 
nicht verbrauchten ccm Alkali, welche den vorgelegten ccm Säure entsprechen, geben dann 
die Menge Stickstoff in mg an, und wenn diese mit 10 multipliziert werden, erhält man 
direkt die Prozente Stickstoff in der Substanz. Über die Einrichtung der Bürette vergl. das 
Original. 
d) Indikatoren. Als Indikatoren für die Titration der Schwefelsäure sind 
jetzt mehrere in Gebrauch, nämlich: Kongorot, Cochenille, Methylorange usw. statt 
der früher allgemein üblichen Lackmuslösung. Die Wirkung der Indikatoren be 
ruht nach W. Ostwald u. a. darauf, daß die Indikatoren als Stoffe von mehr oder 
weniger saurer oder basischer Natur mit dem Alkali oder umgekehrt mit der 
Säure eine Verbindung eingehen, welche ionisiert wird und wobei alsdann das frei 
gewordene Ion eine andere Farbe besitzt als das ursprüngliche Molekül des Indi 
kators. Man kann mit F. Glaser 3 ) die Indikatoren ie nach der stärkeren sauren 
oder basischen Natur in 3 
1. Gruppe von ausge 
prägt saurer oder basischer 
Natur (Diazo- bezw.Tetrazo 
verbindungen oder phenol 
artige Körper mit mehreren 
Hydroxylen; 
Methylorange, 
Kongorot, Cochenille, 
Tropäolin, Jodeosin und 
Lackmoid. 
Gruppen teilen, nämlich: 
2. Gruppe von schwäche 
rer Säurenatur mit meistens 
nur zwei Hydroxylen: 
Pluorescein, Phe- 
naoetolin, Hämatoxy- 
lin, Gallein und Lack 
mus. 
3. Gruppe von schwacher 
Säurenatur mit nur einem 
Hydroxyl: 
Bosolsäure, Kur 
kuma, Phenolphthalein 
und Plavescin. 
J ) Zeitschr. f. Untersuchung d. Nahrungs- und Genußmittel 1902, 5, 61. 
2 ) Zeitschr. f. analyt. Chemie 1903, 42, 711. 
3 ) Zeitschr. f. Untersuchung d. Nahruugs- u. Genußmittel 1900, 3, 169.
	        

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Die Untersuchung Landwirtschaftlich Und Gewerblich Wichtiger Stoffe. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, 1906.
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