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Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Monograph

Identifikator:
883823179
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4396
Document type:
Monograph
Author:
König, Joseph http://d-nb.info/gnd/119182084
Title:
Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
Edition:
Dritte, neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 1083 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Futtermittel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
  • Title page
  • Contents
  • Untersuchung von Boden
  • Tierische Entleerungen und Stallmist
  • Künstliche Düngemittel
  • Asche von Pflanzen, tierischen Stoffen und Brennstoffen
  • Futtermittel
  • Die Untersuchung der Sämereien
  • Milch und Molkerei-Erzeugnisse
  • Speisefette und -öle
  • Bienenhonig
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Zuckerfabrikation
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Stärkefabrikatiom
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Spiritusfabrikation
  • Bier und seine Rohstoffe
  • Obst- und Beerenfrüchte sowie deren Erzeugnisse
  • Wasser
  • Beschädigungen der Vegetation durch Rauch und Staub
  • Untersuchung der Schafwolle
  • Bienenwachs
  • Schmiermittel
  • Index

Full text

218 
Futtermittel. 
deren anderer Schenkel mit einem Gummischlauch an der oberen Mündung der Meßbürette 
befestigt ist. Diese, wie die Kapillare, sind vorher durch Heben des Ballons bezw. Glas 
stückes A mit dem in b befindlichen Wasser gefüllt worden. Durch Heben von A und 
Öffnen des Hahnes d treibt man etwaige in der Kapillare der Kugelpipette befindliche Gas 
blasen in die Kugel, bringt sie durch Schütteln zur Absorption und saugt darauf durch 
Senken des Ballons A das Gas in die Meßbürette. Sollte es Vorkommen, daß man infolge 
zu starker Gasentwickelung Grund hätte, an der Brauchbarkeit des in der Pipette befind 
lichen Absorptionsmittels zu zweifeln, so füllt man sie mit frischer Lösung, treibt 
nach geschehener Verbindung mit b das Gas nochmals in die Kugel zurück, schüttelt und 
saugt es in die Meßbürette. 
Die auf diese Weise gefundene Menge Stickstoff ergibt also den in Form von fertig 
gebildeten Amidosäuren (Leucin, Tyrosin, Asparaginsäure usw.) -J- Stickstoff der durch 
Kochen aus den Säureamiden gebildeten Amidosäuren; indem man daher den für die Säure 
amide unter No. 2 gefundenen Stickstoff' von diesem abzieht, erhält man die Menge des in 
Form von Amidosäuren vorhandenen Stickstoffs. 
U. Kreusler 1 ) hat gefunden, daß die Amidoverbindungen durch salpetrige Säure 
nicht gleichmäßig zersetzt werden; Asparaginsäure z. B. zersetzt sich glatt, Asparagin 
dagegen spaltet Ammoniak ab, welches von salpetriger Säure nur in wechselnden Mengen, 
niemals aber vollständig zersetzt wird. Letzteres gelingt vollkommener durch Erhitzen 
mit salpetriger Säure, indes bedürfen die einzelnen Amidoverbindungeu eines verschieden 
langen Erhitzens, um annähernd richtige Ergebnisse zu liefern. 2 ) Kreusler hat für seine 
Versuche einen besonderen Apparat angewendet und hält auch den zur Beseitigung des 
Stickstoffoxyds zuerst empfohlenen Eisenvitriol für zweckmäßig; ich muß jedoch bezüglich 
der Einzelheiten dieses Apparates auf das Original verweisen. 
Durch vorstehende Bestimmungsweise erhält man daher 
a) den Ammoniak-Stickstoff, 
b) den Amidosäureamid-Stickstoff (aus der Differenz 2—1), 
c) den Amidosäure-Stickstoff (aus der Differenz 3—2). 
Addiert man diese 3 Größen, so ist die Summe nach C. Böhmer uud E. Kern 
meistens kleiner, als sich aus der Differenz von Gesamt-Stickstoff minus Protein-Stickstoff 
für die löslichen Stickstoffverbindungen ergibt; es folgt hieraus, daß in den Pflanzen neben 
vorstehenden 3 Verbindungsformen noch andere lösliche Stickstoff-Verbindungen (z. B. 
Salpetersäure u. a.) vorhanden sind. 
5. Bestimmung der Salpetersäure. Für die Bestimmung der Salpetersäure 
in den Pflanzensäften nach Konzentration unter Zusatz von Kalkmilch sind verschiedene 
Verfahren in Vorschlag gebracht; sie beruhen auf dem Verhalten, daß die Salpetersäure durch 
Eisenchlorür und rauchende Salzsäure in Stickstoffoxyd (NO) übergeftihrt und letzteres 
ermittelt wird. Das ist bald durch gasvolumetrische Messung, bald durch Wiederüberführen 
in Salpetersäure und Titration der letzteren geschehen. Am zweckmäßigsten ist die Be 
stimmung auf gas volumetrischem Wege, wobei man die der Berechnung anhaftenden 
Unbequemlichkeiten nach dem Verfahren von P. Wagner (vergl. S. 144 u. f.) dadurch 
umgehen kann, daß man unter gleichen Bedingungen Koutrollbestimmuugen mit einer 
bestimmten Menge reinen Salpeters nebenher ausführt und die erhaltenen Gasvolumen 
miteinander vergleicht. Vergl. auch das Verfahren von Th. Pfeiffer S. 148. 
Einfach und sicher gelingt auch die Bestimmung der Salpetersäure, wenn man sich 
des von C. Böhmer vorgesohlagenen Absorptionsmittels für Stickstoffoxyd, der Chromsäure 
bedient und das Stickstoffoxyd gewichtsanalytisch bestimmt. 
Zu dem Zweck ergänzt man den in Fig. 31 S. 216 angegebenen Apparat in der Weise, 
daß man den Kolben B statt mit der HempeIschen Absorptionskugel mit einer U-förmigen 
Vorlage verbindet, die mit wenig Lösung von kohlensaurem Natrium (etwa 5—10 ccm) gefüllt 
ist, und in einem Gefäß mit kaltem Wasser hängt, um einerseits mitgerissene Salzsäure, 
J ) Landw. Versuchs-Stationen 1885, 31, 277. 
2 ) A. Emmerling (Landw. Versuchs-Stationen 1886, 32, 446) konnte mit Hilfe seines 
Apparates (im Vakuum) Ammoniumsulfat auch in der Kälte durch Kaliumnitrit und Essig 
säure in 80 Minuten vollständig zerlegen.
	        

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Die Untersuchung Landwirtschaftlich Und Gewerblich Wichtiger Stoffe. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, 1906.
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