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Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Monograph

Identifikator:
883823179
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4396
Document type:
Monograph
Author:
König, Joseph http://d-nb.info/gnd/119182084
Title:
Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
Edition:
Dritte, neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 1083 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Futtermittel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
  • Title page
  • Contents
  • Untersuchung von Boden
  • Tierische Entleerungen und Stallmist
  • Künstliche Düngemittel
  • Asche von Pflanzen, tierischen Stoffen und Brennstoffen
  • Futtermittel
  • Die Untersuchung der Sämereien
  • Milch und Molkerei-Erzeugnisse
  • Speisefette und -öle
  • Bienenhonig
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Zuckerfabrikation
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Stärkefabrikatiom
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Spiritusfabrikation
  • Bier und seine Rohstoffe
  • Obst- und Beerenfrüchte sowie deren Erzeugnisse
  • Wasser
  • Beschädigungen der Vegetation durch Rauch und Staub
  • Untersuchung der Schafwolle
  • Bienenwachs
  • Schmiermittel
  • Index

Full text

280 
Futtermittel. 
gehen mehr Körner in das Hektoliter, und wenn dieses 78 kg statt 75 kg wiegt, wird 
der Weizen verhältnismäßig viel höher bezahlt. 
Der Nachweis des Ölens ist kaum, wenigstens nicht immer, mit Sicherheit zu er 
bringen. 
Wir behandelten') 2 Stunden je 1 kg ungeölten und geölten Weizens in der Kälte 
mit 700 ccm Äther, gossen ab und spülten den Weizen mit weiteren 600 ccm Äther ab. 
Der Äther wurde filtriert, verdunstet und der Fettrückstand gewogen; nicht geölter Weizen 
gab auf diese Weise 0,90—1,02 0 /„ Fett an den Äther ab, geölter dagegen 0,99—1,17°/,,, 
also nur ganz unwesentlich mehr, was bei den geringen angewendeten Mengen Öl zu er 
warten ist. 
Nach Himly soll man den fraglichen Weizen in einem Glase mit etwas Bronze 
pulver schütteln, die Körner dann auf trocknes Papier bringen und damit etwas abreiben. 
Ist der Weizen geölt, so überzieht er sich mit der Bronze und vergoldet sich gleichsam; 
ungeölter Weizen dagegen reibt sich leicht ab, es bleibt nur in der Kerbe und an den 
Haaren, dem sogenannten Bart, etwas hängen. 
Ähnlich wie Bronzepulver verhält sich Kurkumapulver; die Unterschiede treten 
hier sogar etwas deutlicher hervor. 
Ein anderes Verfahren besteht darin, daß man ein absolut fettfreies Becherglas mit 
Wasser füllt und etwas Kampferstaub auf die Wasserfläche streut. Die Kampferteilchen 
geraten in eine lebhafte Bewegung; diese hört aber auf, wenn man geölten Weizen in 
das Becherglas gibt; sie bleibt dagegen, wenn der Weizen nicht geölt ist. 
Die Prüfungen mit Bronze- und Kurkumapulver sind im allgemeinen noch zuver 
lässiger als letztere, indes auch nicht so zuverlässig, daß sich hiernach mit Sicherheit- 
geölter und nicht geölter Weizen unterscheiden ließe. Wenigstens soll man stets nicht 
geölten und selbst geölten Weizen zum Vergleich heranziehen, um nicht irre zu gehen. 
11. Bestimmung des Volumgewichtes. Zur Bestimmung des Volum ge wichtes 
des Getreides kann irgend eine zuverlässige Getreidewage * 2 * * * ) benutzt werden (vergl. 
Untersuchung von Sämereien). 
12. Die zolltechnische Prüfung des Mehles. Für eingeführtes Getreide braucht 
kein Zoll entrichtet zu werden, wenn dafür eine entsprechende Menge von Mehl wieder 
ausgeführt wird; es wird angenommen, daß aus 100 kg Roggen 65 kg, aus 100 kg 
Weizen 75 kg ausfuhrfähiges Mehl gewonnen werden können. Um zu sehen, ob nicht 
etwa Mehl von einer größeren Ausbeute oder nur grobes Mehl mit höherer Ausbeute 
nach Entfernung der feinen Mehlanteile (No. 0) für die Ausfuhr genommen ist, dient; 
a) die Beurteilung des Mehles nach der Farbe, für welche fest 
gelegte Muster oder Typen zumVergleich dienen, bezw. das Pekarisieren. 
Zur Erkennung der Farbenunterschiede formt man auf einer Glasscheibe oder besser 
auf einem dünnen, glatten (geölten) Brettchen von hartem Holze aus etwa 2 Tee 
löffeln (15—20 g) des fraglichen Mehles ein Parallelopiped von etwa 5 cm Länge, 
3 cm Breite und 3 mm Höhe, indem man die Oberfläche mit einer zweiten Glas 
scheibe durch Aufpressen oder durch Auflegen eines Stückchen starken Schreib- 
papieres und durch Flachdrucken mit einem Lineal ebnet und durch Beschneiden mit 
dem Messer für eine scharfe Begrenzung sorgt, oder man bedient sich eines besonderen 
Formstechers, 8 ) mit dem man aus dem Mehl ein Rechteck heraussticht. Durch 
Vergleichung der Farbe dieser Rechtecke mit den festgelegten Mehltypen lassen 
sich schon geringe Unterschiede erkennen. Die Farbenunterschiede treten aber noch 
deutlicher hervor, wenn man das Brettchen mit den Mohlrechtecken, vorsichtig 
] ) Vergl. H. Weigmanu, Chem.-Zeitung 1888, 12, 1358. 
2 ) Für Preußen wird der Getreideprober von Sommer und Runge in Berlin SW., 
Wilhelmstr. 122, empfohlen. 
*) Der Formstecher wird zum Preise von 1,50 Mk. von dem Modellschlosser Külitz, 
Berlin N., Invalidenstr. 42, angefertigt.
	        

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Employment Psychology. MacMillan, 1924.
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