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Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Monograph

Identifikator:
883823179
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4396
Document type:
Monograph
Author:
König, Joseph http://d-nb.info/gnd/119182084
Title:
Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
Edition:
Dritte, neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 1083 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Speisefette und -öle
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
  • Title page
  • Contents
  • Untersuchung von Boden
  • Tierische Entleerungen und Stallmist
  • Künstliche Düngemittel
  • Asche von Pflanzen, tierischen Stoffen und Brennstoffen
  • Futtermittel
  • Die Untersuchung der Sämereien
  • Milch und Molkerei-Erzeugnisse
  • Speisefette und -öle
  • Bienenhonig
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Zuckerfabrikation
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Stärkefabrikatiom
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Spiritusfabrikation
  • Bier und seine Rohstoffe
  • Obst- und Beerenfrüchte sowie deren Erzeugnisse
  • Wasser
  • Beschädigungen der Vegetation durch Rauch und Staub
  • Untersuchung der Schafwolle
  • Bienenwachs
  • Schmiermittel
  • Index

Full text

Rindsfett und Hammelfett. 
579 
y) Bezüglich des Nachweises von Talg im Schweinefett ist folgendes zu 
bemerken: Als unterste Grenze ist für Schweinefett nach C. A. Neufeld die Jod 
zahl 46 anzunehmen. Schweinefette, welche eine unter diesen Wert fallende Jodzahl 
besitzen, sind, sofern Kokosfett und Palmkernfett sowie größere Mengen freier 
Fettsäuren nicht vorhanden sind, in der Regel als mit Talg verfälscht anzusehen. 
Rindstalg hat nämlich die Jodzahlen 36,6—40,0 und Rindspreßtalg bis zu 17—20 herab. 
Bezüglich der Verwendbarkeit der Kristallisation des „Talgstearins“ aus 
ätherischer Lösung sei auf das oben (S. 576) Gesagte verwiesen. 
d) Stark ranzige und sonstwie ungenießbare Schweinefette sind als verdorben 
zu beanstanden. 
e) Durch die Ausführungsbestimmungen D zum Fleischbeschau-Gesetz vom 
3- Juni 1900 sind besondere Bestimmungen für die Beurteilung des in das Zoll- 
mland eingehenden Schweinefettes und Kunstspeisefettes festgelegt (vergl. 
S. 571). 
f) Das Färben Schweinefett enthaltender Fettgemische ist auf Grund der 
§§ 4 und 21 des Fleischbeschau-Gesetzes vom 3. Juni 1900 und des Bundesrats 
beschlusses vom 18. Februar 1902 verboten (vergl. S. 671). — Beim Schweine 
fett selbst und beim sog. weißen Kunstspeisefett kommt natürlich ein Färben kaum 
in Frage. 
g) Der Zusatz von Frischhaltungsmitteln wie Borsäure, Formaldehyd usw. 
(vergl. oben S. 671) zu Schweinefett enthaltenden Fettgemischen (Kunstspeisefetten) 
ls t auf Grund der vorstehend unter f aufgeführten Paragraphen des Fleischbeschau- 
Gesetzes verboten. 
IV. Rindsfett und Hammelfett. 
a) Herstellung und Zusammensetzung. 1. Rindsfett (Rinderfett, 
Rindstalg, Rindertalg) findet teils als solches im Haushalte für Kochzwecke Ver 
wendung (Nierenfett), der größte Teil des Rindstalgs aber wird noch besonders 
raffiniert; hierfür wird das Eingeweidefett (Bandelfett), Herzfett, Lungenfett, Stich 
fett (d. i. Fett der Halsteile), Taschenfett (Fett der Genitalgegend) und Netzfett 
verarbeitet. Durch Ausschmelzen bei 60 bis 65° und Abgioßen von den Vor 
reinigungen wird der Talg raffiniert (premier jus). Sodann läßt man das Fett 
be i etwa 30° kristallisieren und preßt bei dieser Temperatur aus. Der Rückstand 
(Preßtalg) dient zur Kerzenfabrikation und zur Herstellung von Kunstspeisefetten, 
Während das abgepreßte Fett (Oleomargarin) vorzugsweise zur Herstellung von 
Margarine verwendet wird. 
2. Hammelfett (Hammeltalg). Das Fett Jenfhauptsächfich 
findet als Speisefett weniger Verwendung als das Rindsfett, 
z n technischen Zwecken. 
• ,i v.1. ;n ihrer chemischen Zusammensetzung 
Rindsfett und Hammelfett sind si' niolrt möglich ist; sie bestehen 
so sehr ähnlich, daß ein Nachweis des einen un “ und ölsäure . W . Hansen*) 
vorwiegend aus Triglyzeriden der Stearin-, ... Talgsorten verschiedene, ge- 
sowie H. Kreis und A. Hafner 2 ) fanden m beiden - 
mischte Triglyzeride. , Hammelfettes. Die TJntersuchungs- 
b) Untersuchung des Rinds- u f .. u .. tter Butterfett und Schweinefett, 
verfahren sind im allgemeinen dieselben wie > 
die in sinngemäßer Weise anzuwenden sind. 
2 £ rchiy f - Hygiene 1902, 42, 1. 
) Zeitschr. f. Untersuchung d. Nahrungs- u. Genußmittel 1904, 7, 641. 
37*
	        

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Die Untersuchung Landwirtschaftlich Und Gewerblich Wichtiger Stoffe. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, 1906.
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