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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
883823179
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4396
Document type:
Monograph
Author:
König, Joseph http://d-nb.info/gnd/119182084
Title:
Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
Edition:
Dritte, neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 1083 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasser
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index
    Index

Full text

602 
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit. 
aber höher. Die besteht darin, alle industriellen Schwankungen voraus 
zusehen und die Produktion entsprechend zu organisieren, mit einem 
Wort, in der Anpassung der Produktion an die Nachfrage. Der Unter 
nehmer ist der wirkliche „Führer“ des gesellschaftlichen Fortschrittes 1 ), 
der wahre „General“ der Industrie. 
Dies festgestellt, so bestehen zwischen den industriellen Unterneh 
mungen, sagt Walker, die'gleichen Einkommensunterscheide, wie zwischen 
landwirtschaftlichen Betrieben. Die einen erzielen überhaupt keinen 
Profit; wenn sie ihre Kapitalien und Arbeiter in normaler Höhe entlohnt 
haben, verschaffen sie dem Unternehmer nur gerade genug, um ihn davon 
abzuhalten, das Unternehmen aufzugeben. Andere bringen ein wenig 
mehr ein, und so gelangt man fast unmerklich von diesen mittelmäßigen 
Unternehmungen zu vorteilhafteren Anlagen und zum Schluß zu denen, 
die ihren Besitzern ungeheuere Profite abwerfen. Sind nun diese Profite 
nicht von dem Lohn der Arbeiter genommen? Keineswegs. Oft sind die 
Löhne dort am höchsten, wo der Profit am höchsten ist. Woher kommen 
sie daher, wenn man alles Andere als gleich annimmt ? Sie beruhen einzig 
und allein auf den größeren persönlichen Fähigkeiten des Unternehmers. 
Es sind dies „Überschüsse“, che in jeder Hinsicht der Bodenrente gleichen. 
„Unter einer Herrschaft der freien und vollkommenen Konkurrenz“, 
sagt Walker, „würde der erfolgreiche Arbeitgeber eine Entlohnung er 
halten, die genau an der Zusatzmenge von Gütern gemessen werden kann, 
die er mit einer gegebenen Menge von Arbeit und Kapital mehr erzeugt, 
als (mit der gleichen Menge Kapital und Arbeit) die Arbeitgeber der letzten 
Kategorie erzeugen können, — nämlich die, die überhaupt keinen Gewinn 
erzielen, — genau wie die Bodenrente den Mehrertrag der besseren Felder 
an dem mißt, was mit der gleichen Menge Kapital und Arbeit auf den 
wenigst produktiven Feldern hervorgebracht wird, die zur Versorgung 
des Marktes noch unentbehrlich sind, und die selbst keine Rente mehr 
abwerfen * 2 ).“ 
Die Theorie Walker’s enthält einen guten Teil Wahrheit, doch 
ist sie nicht so neu, wie er es denkt. Der Beweis dafür liegt in den Aus 
führungen Mill’s und Senior’s, von denen weiter oben gesprochen wurde. 
Auch könnte man hier mehr als einen Volkswirtschaftler des Kontinents 
anführen, von J.-B. Say über Hermann 3 ) bis auf Mangoldt. Auch 
ist auf der anderen Seite seine Lehre unter den neuesten Volkswirtschaft- 
lern nicht vollständig durchgedrungen. Die meisten der zeitgenössischen 
*■) Er faßt seine Funktionen wie folgt zusammen: „Besitz technischer Geschick 
lichkeit, kaufmännischer Kenntnisse und administrativer Fähigkeiten, Übernahme von 
Verantwortlichkeiten, wachsame Bereitschaft gegenüber allen Ereignissen, Form 
gebung und Leitung der Produktion, Organisation und Kontrolle der ganzen industriellen 
Maschinerie“ (Wages Question, S. 245). 
2 ) Walker, Quarterly Journal of Economics, April 1887, S. 278. 
3 ) Hermann, Untersuchungen, S. 206; betreffend J.-B. Say, vgl. obenS. 122f.
	        

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Grundzüge Der Theorie Der Statistik. G. Fischer, 1928.
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