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Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Monograph

Identifikator:
883823179
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4396
Document type:
Monograph
Author:
König, Joseph http://d-nb.info/gnd/119182084
Title:
Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
Edition:
Dritte, neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 1083 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Wasser
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
  • Title page
  • Contents
  • Untersuchung von Boden
  • Tierische Entleerungen und Stallmist
  • Künstliche Düngemittel
  • Asche von Pflanzen, tierischen Stoffen und Brennstoffen
  • Futtermittel
  • Die Untersuchung der Sämereien
  • Milch und Molkerei-Erzeugnisse
  • Speisefette und -öle
  • Bienenhonig
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Zuckerfabrikation
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Stärkefabrikatiom
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Spiritusfabrikation
  • Bier und seine Rohstoffe
  • Obst- und Beerenfrüchte sowie deren Erzeugnisse
  • Wasser
  • Beschädigungen der Vegetation durch Rauch und Staub
  • Untersuchung der Schafwolle
  • Bienenwachs
  • Schmiermittel
  • Index

Full text

884 Verunreinigung der Gewässer, deren Schädlichkeit und Nachweisung. 
a) Bei hochgradiger Verunreinigung durch Stoffe, welche, wie z. B. die Metallgifte, 
dem organischen Lehen absolut schädlich sind, kann alles tierische und pflanzliche Leben 
vernichtet werden. In diesem Falle wird ein so verunreinigtes Gewässer, das äußerlich 
häufig durchaus rein und klar erscheint, frei von Pflanzen und Tieren sein können. 
ß) Bei weniger starken Verunreinigungen oder wenn dieselben durch Stoffe erfolgen, 
welche, wie z. B. viele organische Abfälle der Stärkezuckerfabriken, Brauereien, Brenne 
reien, Zellulosefabriken, Mühlen, als solche dem organischen Leben nicht an sich schädlich 
sind, wird die Tier- und Pflanzenwelt nicht immer und notwendigerweise völlig ver 
schwinden, sondern nur ihre ursprüngliche Beschaffenheit verändern, indem sie den neuen 
Lebensbedingungen entsprechend zum Teil erkrankt und abstirbt, zum Teil sich in ein 
seitiger Weise entwickelt. Es wird daher unter Umständen möglich sein, 
aus dem Studium der Flora und Fauna einen Rückschluß auf eine etwa 
vorhandene Wasserverunreinigung zu ziehen (vergl. S. 874 u. ff.). 
Eine Wasserverunreinigung ist als durch Flora und Fauna erwiesen zu 
betrachten: 
«) Wenn die in dem Wasser vorhandenen Fische von Krankheiten er 
griffen werden, bezw. daran eingehen, welche nachweisbar unter normalen Verhältnissen 
nicht entstanden wären. 
Von derartigen Krankheiten sind z. B. beobachtet: Blutungen der Kiemen infolge 
mechanischer Beize durch Brauneisenstein, Braunkohlen, Steinkohlen usw., Atemnot 
und Anämie infolge von Verunreinigungen der Kiemen durch Papiermasse oder Abfälle 
von Werg- und Knnstwollfabriken, Trübungen der Hornhaut bezw. vollständige Zerstörung 
des Augenbulbus infolge ätzender Stoffe im Wasser, Zerstörung großer Flächen der Oberhaut 
und der Schuppen durch Säuren bezw. Alkalien mit nachfolgender Pilzinfektion usw. usw. 
Bei der Beurteilung derartiger Erkrankungen ist jedoch große 'Vorsicht geboten. 
Es darf nicht vergessen werden, daß in der Natur unter den Fischen große Epi 
demien nicht selten auftreten, z. B. die Sporozoenerkrankungen der Barben in der Maas 
und Mosel und anderen Flüssen, ähnliche Sporozoeninfektionen in Forellenteichen (Hirn 
infektion), die sog. Pockenkrankheit der Karpfen, die Forellenseuche, veranlaßt durch einen 
spezifischen Bacillus (Emmerich), ein schleimiger Überzug, hervorgerufen durch Saprolegnia- 
Arten, Mucor mucedo usw. Es muß ferner betont werden, daß es eine Eeihe von epi 
demischen Erkrankungen gibt, deren Ursache bisher durchaus nicht erkannt ist. 
Unter Berücksichtigung des gegenwärtig noch ungenügenden Standes der wissen 
schaftlichen Erkenntnis auf dem Gebiet der Fischkrankheiten darf daher die Feststellung 
der Ursache für ein durch Wasserverunreinigung erfolgtes Fischsterben nur auf Grund 
ganz konkreter Beobachtungstatsaohen erfolgen, niemals darf dieselbe aber aus der Unter 
suchung des Fisches indirekt erschlossen werden, wenn derselbe keine bestimmten Merk 
male einer natürlichen Erkrankung zeigen sollte. 
Auf diesem bisher noch wenig bebauten Gebiet der Pathologie der Fische darf nur 
der histologisch und pathologisch-anatomisch geschulte Mikroakopiker als ausschlaggebender 
Sachverständiger betrachtet werden, 1 ) 
ß) Wenn die niedere Tierwelt 
1. entweder vollständig ausgestorben ist, bezw. nur noch in vereinzelten 
Exemplaren hier und da vorkommt, so daß sie als Fischnahrung, soweit sie überhaupt 
dazu geeignet erscheint, nicht mehr in Betracht kommen kann, 
2. oder ihren ursprünglichen Charakter auffällig geändert hat. 
ü Gegenüber dem häufig in der Praxis gemachten Einwand, daß Fische, welche 
durch schädliche Abwässer getötet sind, infolge von Sprengungen mit Dynamit, ungelöschtem 
Kalk usw. zugrunde gegangen sein sollen, sei hier bemerkt, daß es möglich ist, aus dem 
anatomischen Befund an der Fischteiche einen nötigenfalls gewaltsamen Tod durch Spreng 
mittel festzustellen. Bei den mit Dynamit, Kalk usw. gesprengten Fischen ist die Schwimm 
blase meist geplatzt. Ebenso ist auch die Wirbelsäule häufig in Stücke zerrissen. Wenn 
Fische zur Untersuchung eingesandt werden sollen, so empfiehlt es sich, dieselben möglichst 
frisch, in Eis und Stroh einzeln in Pergamentpapier gewickelt, zu verschicken.
	        

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Die Untersuchung Landwirtschaftlich Und Gewerblich Wichtiger Stoffe. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, 1906.
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