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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

205 
Die Ausbreitung des römischen Weltreiches ging im Wege kriege 
rischer Eroberungen vor sich, und damit Hand in Hand ging wahrscheinlich 
die Wanderung der vegetabilischen Gerbung in die eroberten Länder: 
Deutschland, Frankreich, Spanien, England. Daß die Lederbereitung durch 
die Römer ausgebreitet wurde, das beweist z. B. der Lederfund von 
Mainz, bestehend aus Sohl- und Oberleders; aber dieser Lederfund, 
orientiert uns nicht über die Art der Gerbung und den Charakter der 
zum Gerben verwandten Gerbstoffe; denn in der Länge der Zeit ist 
der ursprüngliche Gerbstoff ausgelaugt und das Leder in eine humus 
gare Form übergeführt worden 2 ). 
Von vielleicht noch größerer Bedeutung als die Ausbreitung des 
römischen Weltreiches war für die Geschichte der Gerberei das Vordringen 
der Araber; denn während das Abendland bis dahin sich wahrscheinlich 
in der gewöhnlichen Loh- und Sämischgerberei erschöpfte, brachten sie 
die berühmte orientalische Feinledergerberei nach Europa. Zwar mag 
auch für die Ausbreitung der arabischen Kultur friedlicher Handelsverkehr 
auf weite Strecken hin gesorgt haben, so z. B. nach Schweden, welches 
in lebhaftem Austauschverkehr mit Konstantinopel stand, so daß man in 
Schweden bis jetzt mehr als 20000 arabische Münzen gefunden hat^), 
aber der Hauptsache nach war die Ausbreitung der arabischen Kultur 
eine kriegerische, und dieser Umstand hat ohne Zweifel viel dazu beigetragen, 
daß die Kultur des Abendlandes auch heute noch so viele orientalische 
Elemente in sich schließt. Von größerer Bedeutung als die unent 
schiedenen Kämpfe der arabischen Hauptfront vor Byzanz war für die 
Bewegung der arabischen Kultur das Vordringen des westlichen Flügels 
längs des afrikanischen Nordrandes und die siegreiche Occupation von 
Spanien. Der ganze Weg ihres einstigen Vordringens läßt auch heute 
uoch den arabischen Einfluß erkennen. Chadames in Nordafrika ist 
nach den Reiseergebnissen Duveyrier's seit dem 12. Jahrhundert durch 
seine Leder berühmt geworden und späterhin sogar namengebeud für 
die spanischen Guadamecils, die berühmten Ledertapeten von Cordova, 
Barcelona und Sevilla H. Der Maroquin, eine Art Saffian, verdankt 
seinen Namen den arabischen Lederfabriken von Marocco, und auf 
den Einfluß der Araber auf die Lederarbeiten sogar des Sudans wurde 
bereits hingewiesen 6 ). Vor allen Dingen aber war es Spanien, wo 
die Araber zur Erhöhung der Steuerkraft des Landes eine Menge 
orientalischer Jndustrieen einrichteten °), darunter auch die bekannten 
und schon besprochenen Gerbereien und Lederfabriken von Cordova. Als 
dann später die Morisken vertrieben wurden, hatten sie ihre Kulturmission 
1 ) Deutsche Gerbcrzeitung 1888, Nr. 17. 2 ) Knapp 1897, S. 157. 
3 ) Montelius 1806, S. 272; vgl. auch Hell 1909, S. 87. 
^Davillier 1878, S. 5-6. °) Schurtz 1900, S. 55. °)Diercks 1878, S.24ff.
	        

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Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
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