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Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

Monograph

Identifikator:
883967979
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-3049
Document type:
Monograph
Author:
Gehrke, Franz
Title:
Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 121 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Preisgestaltung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • I. Fundstätten
  • II. Die Verhältnisse in Deutschland
  • III. Preisgestaltung

Full text

I 12 
für ihn mehr an Bedeutung und veranlasst ihn leichter, seine 
Bezugsquelle zu wechseln, umsomehr, als er dadurch gar keine 
Unkosten hat. Ein Verkaufsapparat wird ihm kostenlos gestellt, 
in nicht seltenen Fällen ihm sogar die der D.-A. P.-G. für Auf 
stellung des Behälters gezahlte Montagegebühr zurückvergütet. 
Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass die Kundschaft auch bei 
unerheblichen Preiserhöhungen dazu neigt, die Güte der gelieferten 
Ware zu bemäkeln und dadurch einen Druck auf den Verkäufer 
auszuüben. 
Je höher die Preise steigen, um so stärker treten alle diese 
Tendenzen in die Erscheinung. Jeder verlorene Kunde bedeutet 
für die Gesellschaften aber eine Verringerung des Absatzes, eine 
Stärkung der Konkurrenz und eine Schmälerung des Gewinns. 
Ist ein Kunde erst einmal »abgesprungen«, so hält es sehr schwer, 
ihn wiederzugewinnen. Wenn er auch mit dem fremden Oel nicht 
so ganz zufrieden sein sollte, so hindert ihn doch ein gewisses 
Gefühl der Scham oder ein falscher Trotz und Stolz, zur alten 
Bezugsquelle zurückzukehren. 
Bis 1904 hatte die D.-A. P.-G. ernstlich nur mit der Kon 
kurrenz der Russen zu rechnen. Die Schaffung der Preiskonvention 
hatte den bisher offenen Kampf nur etwas verdeckt. Im geheimen 
tobte er weiter, und die einzuhaltende Preisdifferenz brachte der 
D.-A. P.-G. den Verlust manches Kunden. Jetzt, wo das Ab 
kommen nicht mehr besteht, ist der Kampf wieder in alter Heftig 
keit entbrannt. 
1904 erstand der D.-A. P.-G. ein weit gefährlicherer Gegner 
in der P. P. A.-G., deren Stellungnahme gegenüber der D.-A. P.-G. 
und Geschäftspraxis ich schon auf S. 82 gekennzeichnet habe. 
Es ist zwar als sicher anzunehmen, dass beide Gesellschaften 
über kurz oder lang zu einem modus vivendi kommen werden. 
Aber einerlei: die P. P. A.-G. muss stets billiger sein als die 
D.-A. P.-G., da sie weniger gutes Oel vertreibt; das gibt ihr 
einen ungeheuren Vorteil. Ihre Konkurrenz wird immer ein so 
hemmendes Moment sein, dass die D.-A. P.-G. eine rücksichtslose 
Verteuerungspolitik nicht durchführen kann. Sollte sie dies den 
noch versuchen, so hätte sie auch mehr als bisher mit der Kon 
kurrenz der Galizier und der Rumänen zu rechnen. 
Ein weiterer Grund für die St.O.C. , ihr Absatzgebiet in 
Deutschland nicht durch zu hohe Preisforderungen aufs Spiel zu 
setzen, ist der Umstand, dass, wie schon der Abgeordnete Dr. Barth
	        

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Kaufmanns Herrschgewalt. Verlag von G.A. Gloeckner, 1914.
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