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Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

Monograph

Identifikator:
883967979
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-3049
Document type:
Monograph
Author:
Gehrke, Franz
Title:
Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 121 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Preisgestaltung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • I. Fundstätten
  • II. Die Verhältnisse in Deutschland
  • III. Preisgestaltung

Full text

nicht mehr, besser gesagt noch nicht konkurrenzfähig. Aber wie 
es gelang, die einfache Petroleumlampe immer besser zu kon 
struieren, wie man den Brenner verbesserte, Höhe, Weite und 
Gestalt des Cylinders ins beste Verhältnis zu Brenner und Docht 
setzte, so arbeitet auch die Industrie der übrigen Beleuchtungs 
arten rastlos und mit Erfolg an deren Vervollkommnung und — 
Verbilligung. 
Würde der Trust eine grössere allgemeine Hinaufsetzung der 
Preise diktieren, so würde allerdings in der ersten Zeit die übrige 
Beleuchtungsindustrie einfach unfähig sein, der riesenmässig ge 
steigerten Nachfrage zu genügen. Sie ist eben noch nicht auf 
einen so schnell auftretenden Massenkonsum eingerichtet. Man 
würde trotz allen Sträubens einfach gezwungen sein, beim Trust 
zu kaufen, und dieser würde ungezählte Millionen in seine Tasche 
stecken. Aber nur kurze Zeit, denn bald hätte sich die Industrie 
den veränderten Verhältnissen angepasst. Die Folge davon wäre, 
dass der Trust einen grossen Teil seines Absatzgebietes unwieder 
bringlich verlöre. Die Erbitterung wäre zu gross, als dass einer, 
der es irgend vermöchte, anderswo, wenn auch etwas teurer, zu 
kaufen, wieder auf das Petroleum zurückgreifen sollte, wenngleich 
der Trust die Preise vielleicht wieder beträchtlich herabgesetzt 
hätte. Er liefe Gefahr, zu seinem Schaden über kurz oder lang 
eine Erneuerung des Experiments zu erfahren. Damit wären aber 
die ungeheuren in Schiffen, Tanks, Wagen, Behältern und sonstigen 
Anlagen investierten Kapitalien des Trusts hoffnungslos entwertet. 
Dessen leitende Kräfte sind aber zu weitblickende Kaufleute, um 
durch einen wenn auch immensen Augenblicksgewinn sich die 
Ernte für lange Jahre der Zukunft zu zerstören. 
Als Konkurrent des Petroleums kommt zunächst das Spiri 
tusglühlicht in Frage. Seine Vorteile gegenüber dem Petroleum 
sind in erster Linie eine grössere Lichtstärke, die es zur Verwen 
dung gerade in grösseren Zimmern geeigneter macht. Zweitens 
erzeugt es so gut wie gar keine Wärmewirkung, die beim Petro 
leum häufig als sehr störend empfunden wird. Es verunreinigt 
auch, was hygienisch sehr wichtig ist, die Zimmerluft in weit ge 
ringerem Masse. Nach Professor Wittelshöfer (in einem von der 
Zentrale für Spiritusverwertung herausgegebenen Katalog) gibt 
eine Spiritusglühlichtlampe von 25 Kerzen pro Stunde 86 g 
(schädlicher!) Kohlensäure an den Raum ab, während eine gleich 
starke Petroleumlampe 234 g, also fast dreimal so viel, abgibt.
	        

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Kritische Geschichte Der Nationalökonomie Und Des Socialismus. Grieben, 1875.
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