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Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

Monograph

Identifikator:
883967979
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-3049
Document type:
Monograph
Author:
Gehrke, Franz
Title:
Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 121 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Verhältnisse in Deutschland
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • I. Fundstätten
  • II. Die Verhältnisse in Deutschland
  • III. Preisgestaltung

Full text

58 
ersten eisernen Kesselwagen, die Riedemann und Schütte hatten 
erbauen lassen. Ein grosser Ausbau ihres Wagenparkes erfolgte 
1890 nach ihrem Eintritt in die Deutsch-Amerikanische Petroleum- 
Gesellschaft. Sodann wurden im Binnenlande an grösseren gün 
stig gelegenen Handelsplätzen grosse Reservoire erbaut, eiserne, 
zylindrisch geformte Behälter, die ein Quantum von 14000 Bar 
rels fassen konnten. In diese wurde jetzt das durch die rund 
7500 tons fassenden Seetankdampfer herübergeschaffte Oel, nach 
dem es durch Flusstankschiffe oder Leichter stromaufwärts trans 
portiert war, durch Maschinenkraft hineingepumpt. Solche grössere 
Niederlagen bestehen jetzt in allen Hauptumschlagsplätzen, in 
Stettin, Küstrin, Posen, Neusalz a. O., Breslau, Stralsund, an der 
Elbe ausser in Hamburg in Harburg, Magdeburg, Rosslau, Riesa 
und Dresden, in Berlin, in Geestemünde, Nordenham, Duisburg, 
Düsseldorf, Bendorf, Mannheim, Frankfurt a. M., Strassburg, 
Basel, Hüningen. Der Transport geschieht während des ganzen 
Jahres, meist jedoch im Sommer und Herbst, wo die Flüsse eis 
frei sind und die Zeit des geringeren Konsums ist, die Arbeits 
kräfte also anderweitig nicht so in Anspruch genommen sind. 
Gegen Oktober hin sind die Tanks dann alle möglichst gefüllt. 
Einen wie enormen Vorteil dieses System gegenüber einer 
nicht durch ein leistungsfähiges Netz von Inlandslägern gestützten 
Gesellschaft bietet, war besonders 1904 ersichtlich. Wie erinner 
lich, zeichnete sich dies Jahr durch eine früh einsetzende und un 
gewöhnlich lange dauernde Periode grosser Trockenheit und nie 
drigen Wasserstandes aus. Die Binnenschiffahrt wurde in wei 
testem Umfange lahmgelegt. Als hiervon mit am schwersten ge 
troffen, greife ich Sachsen heraus. Die Läger der Deutsch-Ame- 
rikanischen-Petroleum-Gesellschaft (»D.-A. P.-G.«) in Rosslau und 
Riesa waren infolge weitsichtiger Transportpolitik zum Bersten 
gefüllt, während die derzeit schärfste Konkurrenz, die Pure Oil Co., 
ihr kleines Riesaer Lager vollständig geräumt hatte und sich nun 
vor die Notwendigkeit gestellt sah, sich Oel aus den Hafenplätzen 
zu verschaffen. Der Leichterverkehr auf der Elbe hatte einge 
stellt werden müssen, der Landtransport blieb der einzige Weg. 
Tausende von Fässern gingen leer nach Stettin und wurden von 
dort aus (25% Tarafracht!) gefüllt wieder versandt, und ihre Zi 
sternen holten das Oel aus Stettin, Plamburg, Ludwigshafen und 
gingen von dort wieder nach Leipzig, Chemnitz etc. zurück. Wie 
grosse Frachtdifferenzen in Frage kommen, möge folgende Zu
	        

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Die Neuere Entwicklung Des Petroleumhandels in Deutschland. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1906.
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