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Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

Monograph

Identifikator:
883967979
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-3049
Document type:
Monograph
Author:
Gehrke, Franz
Title:
Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 121 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Verhältnisse in Deutschland
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • I. Fundstätten
  • II. Die Verhältnisse in Deutschland
  • III. Preisgestaltung

Full text

6g 
Als weitere Vorteile des Tankbetriebes gegenüber dem früher 
üblichen Fassgeschäft sind zu erwähnen, dass die Leckage, die, 
besonders im Sommer, oft viele Prozent ausmachte, ganz fortfiel, 
desgleichen die Verunreinigung und Trübung des Oeles durch 
den zur Verböttcherung der Fässer gebrauchten Leim. Ferner 
brauchten die Händler sich keinen Abfüllapparat auf eigene Kosten 
mehr anzuschaffen, sondern dieser wurde ihnen gratis gestellt. 
Die Anlieferung erfolgte in kurzen Zwischenräumen, in jeder ge 
wünschten Menge und durchaus regelmässig. Kleinere Händler 
hatten nicht wie früher nötig, ein ganzes P'ass, womit sie vielleicht 
den ganzen Sommer reichten, auf einmal zu nehmen, sondern 
brauchten sich nur 20 Liter einschütten zu lassen. Ausserdem 
wickelte sich der Detailverkauf an die Kundschaft viel reinlicher 
und pünktlicher (»ich möchte fast sagen: elegant« — Posadowsky 
im Reichstag in der Sitzung vom 10. Dezember 1897) ab. 
Da so die Aufnahme des Petroleumverkaufs ganz wesentlich 
erleichtert wurde, hat sich die interessante Folgeerscheinung ge 
zeigt, dass sich seit einigen Jahren die Zahl der Petroleum führen 
den Krämer ganz ausserordentlich vermehrt hat. Klempner, Grün 
warenhändler, ja selbst Bäcker und Fleischer verkaufen jetzt 
Petroleum. In Leipzig wurden im Juli 1904, zwei Monate nach 
Eröffnung des Tankbetriebes, etwa 1750 Händler festgestellt. Be 
reits im Herbst des Jahres 1905 war die Zahl um rund 300 ge 
wachsen ! Viele davon verkaufen pro Jahr ganze eins, drei, fünf 
Fass, verdienen also kaum den Namen »Händler«. Sie alle 
werden direkt bedient. Sie alle haben etwas Privatkundschaft, 
die den grösseren Detaillisten verloren geht. Obwohl Anhänger 
der Gewerbefreiheit, halte ich es, wenngleich es vom Standpunkte 
der Gesellschaften aus wohl richtig ist, für ungesund, solche 
Kellerhändler kleinsten Kalibers zum Einführen des Petroleums 
zu ermuntern. An jedem Quartalswechsel tauchen Dutzende 
neuer Geschäfte auf, während fast ebensoviele »das Geschäft auf 
geben«. — Das Wachstum der Zahl gerade der kleineren Händler 
mag neben dem Umstand, dass die Aufnahme des Petroleum 
verkaufs überhaupt keine Installationskosten mehr erfordert, auch 
darauf zurückzuführen sein, dass die Reisenden jetzt, wo alles 
»eingerichtet« ist, nicht mehr so viel neue Kunden gewinnen 
können wie früher und dass sie, um überhaupt mit »Anschlüssen« 
aufwarten zu können, solche Elöker zur Einführung des Oeles zu 
bewegen suchen.
	        

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Money. King, 1929.
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