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Das Zolltarifgesetz der Vereinigten Staaten von 1913

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Bibliographic data

fullscreen: Das Zolltarifgesetz der Vereinigten Staaten von 1913

Monograph

Identifikator:
88401908X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-8782
Document type:
Monograph
Author:
Taussig, Frank William http://d-nb.info/gnd/120199459
Title:
Das Zolltarifgesetz der Vereinigten Staaten von 1913
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Leonhard Simion Nf.
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (32 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Das Zolltarifgesetz der Vereinigten Staaten von 1913
  • Title page

Full text

meinen Schutzpolitik zu machen. Während der letzten Ge 
neration, besonders seit 1890 ist die Woll- und Wollwarcn-Position 
des Tarifs das Sturrazentrum der Schutzzoll-Kontroverse gewesen. 
Die Eisenzölle, die früher am stärksten angegriffen wurden, sind 
allmählich weniger wichtig geworden. Bei dem Zoll auf Wolle 
und Wollwaren war auch diesmal wieder der Zoll auf Rohmaterial 
der Angriffspunkt. Solange Wolle zollpflichtig war, konnte man 
sich bei den Wollproduzenten, die einen erheblichen Teil der länd 
lichen Wählerschaft bilden, darauf verlassen, daß sie für hohe 
Zölle auf Wollwaren stimmen würden. Nachdem nun einmal der 
Wollzoll abgeschafft ist, gehören sie nicht mehr zu den 
Anhängern des Schutzsystems. Darum sind auch die Republi 
kaner zugunsten des Wollzolls so unnachgiebig gewesen. Der 
Wilson-Tarif von 1894 schaffte ihn ab und wurde dafür um so 
heftiger angegriffen. Einer der Hauptpunkte in dem Programm 
McKinleys, als er im Jahre 1896 Kandidat für die Präsidentschaft 
war, war die Wiedereinsetzung des Wollzolls und er wurde auch 
gleich nach seiner Ernennung in den Tarif von 1897 wieder aufge- 
nommen und dann ohne Abänderung im Tarif von 1909 beibe 
halten. Der jetzige Tarif hat ihn endlich gänzlich abgeschafft. Die 
Demokraten haben sich geweigert, ein Kompromiß zu schließen: 
oder richtiger ihr Führer, Präsident Wilson, weigerte sich, einen 
i Vergleich zu machen. Wolle ist ein für alle Mal zollfrei! 
Der Wunsch, den Lebensunterhalt zu verbilligen, war ebenso 
maßgebend für die Zollfreiheit der Wolle wie für die schließlichc 
Zollfreiheit des Zuckers. Wollene Kleidung ist in den Vereinigten 
Staaten teurer als in jedem anderen Lande. Billigere Wolle wird 
diese Differenz vermindern und billigere Konfektion zur Folge 
haben. Die Änderung wird zwar bei Wolle nicht so auffallend 
werden, wie bei dem Zucker. Im Durchschnitt wird der Unter 
schied in den Preisen für Männerkleidung ungefähr einen Dollar 
betragen. 
Der Wollzoll führte natürlich insbesondere zu hohen Zöllen 
auf Wollwaren. Der amerikanische Wollfabrikant mußte 
wegen des Zolls auf Rohwolle höhere Preise für sein Rohmaterial 
bezahlen, als der deutsche und englische Fabrikant. Für diese Er 
höhung seiner Fabrikationsunkosten mußte er entschädigt oder 
geschützt werden durch Extrazölle auf importierte Wollwaren.
	        

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Das Zolltarifgesetz Der Vereinigten Staaten von 1913. Verlag von Leonhard Simion Nf., 1914.
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