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Krieg und Banken

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Bibliographic data

fullscreen: Krieg und Banken

Monograph

Identifikator:
884020851
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-8871
Document type:
Monograph
Author:
Weber, August http://d-nb.info/gnd/104075929
Title:
Krieg und Banken
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Leonhard Simion Nf.
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (32 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Krieg und Banken
  • Title page

Full text

25 
deutsche Bank, die ihrerseits dem Importeur den dazu benötigten 
Kredit zur Verfügung stellt. Der starke Rückgang des Akzept 
kontos bei den drei größten Banken Deutschlands gibt schon den 
Nachweis, daß dies Geschäft aufgehört hat. Warenverschiffun- 
gen finden zwar noch in beschränktem Umfange statt, werden 
aber nicht mehr im Wege des Akzeptes, sondern in bar reguliert. 
Es sei gestattet, an dieser Stelle die Frage zu berühren, ob es 
nicht möglich sei, nach Beendigung des Krieges diesem lohnen 
den und für die Allgemeinheit nützlichen Geschäft, einem der 
legitimsten, das sich im wirtschaftlichen Leben überhaupt ab 
spielt, unsererseits eine größere Aufmerksamkeit speziell gegen 
über der Londoner Konkurrenz zuzuwenden. Der Geschäfts 
zweig hat bei uns in Deutschland, wenn man die Londoner Zif 
fern in Vergleich zieht, nur einen ganz geringen Umfang. Die weit 
verbreitete englische Valuta (mit dem Pfund Sterling kommt man 
bekanntlich durch die ganze Welt) hat dahin geführt, daß ein 
größerer Teil des deutschen Einfuhrhandels nicht mit deutschem 
Bankakzept, sondern mit demjenigen erster englischer Firmen 
geregelt wurde. Das hat uns in eine gewisse Abhängigkeit von 
England gebracht, und mit Recht ist wiederholt in den letzten 
Monaten die Frage erörtert worden, ob es nicht möglich sei, uns 
unabhängiger vom Londoner Akzept zu machen. Mit dem Willen 
allein ist es nun nicht getan. Es sprechen hier, abgesehen von 
historischen Momenten, rein kaufmännische und währungs 
politische Gründe mit, die nach dem Kriege nicht ohne weiteres 
beiseite zu schieben sind. Was sich aber machen läßt, ist eine 
Ermäßigung der deutschen Akzeptprovision, die bis zum Kriegs 
ausbruch allgemein höher war als die der englischen Häuser. 
Auch wäre vielleicht in Erwägung zu ziehen, daß die deutsche 
Reichsbank derartige reine Remboursakzepte, die ja niemals den 
Charakter eines Finanzpapiers tragen und stets bei Fälligkeit zur 
Einlösung gelangen, unter ihrem offiziellen Satz diskontiert, um 
die billigere Diskontmöglichkeit in England auszuschalten. Dann 
aber müßte vor allen Dingen der Fiskus auf die Stempelung der 
artiger Wechsel verzichten, was bei den Anschauungen unserer 
Regierung und auch des Parlaments über derartige Fragen (man 
vergleiche die unsinnige Einführung eines Scheckstempels in 
Deutschland in einem Moment, wo man bestreibt war, den bargeld 
losen Verkehr zu heben) nicht leicht sein dürfte. Mit diesen Ände
	        

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Das Hotel- Und Gastgewerbe. Floeder, 1928.
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