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Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
885228553
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-5127
Document type:
Monograph
Author:
Greineder, Friedrich
Title:
Die Wirtschaft der deutschen Gaswerke
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
R. Oldenbourg
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (60 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Die Notwendigkeiten für die künftige Wirtschaft der Gaswerke
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Besprechung des Warenhandels Bremens
  • Zweiter Teil. Vorschläge zur Hebung des Warenhandels Bremens

Full text

brück, selbt im westlichen Westfalen beziehen ihren Kaffee trotz 
der weiteren Entfernung von Hamburg. Dabei beträgt die Bahn 
fracht Bremen-Hamburg für Einzelgüter — nicht jeder kann gleich 
100 oder 200 Säcke beziehen, um selbst einen halben oder gar 
einen ganzen Waggon damit zu befüllen — etwa i x / 2 Pf. per kg., 
was allerdings dadurch wieder ausgeglichen wird, daß die Ham 
burger Spediteure fast täglich Sammelladungen selbst nach 
kleinen Orten abfertigen können, was den Bremern nicht möglich 
ist. Aber der Händler kauft besonders deshalb bis jetzt in Ham 
burg lieber, weil er dort eine größere Auswahl hat. Kann auch 
Bremen den Kaffeefirmen im westlichen und mittleren Deutschland, 
so weit es nicht tarifarisch hinter seinen Konkurrenten an der 
Elbe und am Rhein zurücksteht, solche bieten, dann wird es sich 
diese Gebiete zurück erobern können. Freilich muß es dann auch 
der Einfuhr zentralamerikanischer Kaffees erhöhtes Interesse zu 
wenden. Von diesen (einschließlich kolumbischer und westindischer) 
bezieht es nur für insgesamt etwa 3 1 /, Mill. Mk. — eine sehr ge 
ringe Menge, wenn man die sehr bedeutenden finanziellen Engage 
ments bremischer Häuser beispielsweise in Guatemala und Salvador 
in Betracht zieht. Der Kaffee, den Bremen von Hamburg bezieht, 
dort also einen leicht vermeidbaren Zwischennutzen zahlte, weist 
durchweg einen Wert von 3%—4 Mill. Mk. auf, von mehr also, 
als ihn die ganze unmittelbare Einfuhr aus den Kaffeeländern am 
und im Golf von Mexiko hat. 
Tabak. 
Geht Brasilkaffee in der Hauptsache nach Hamburg, so 
ist Bremen der Hauptmarkt für Brasiltabak, wie es überhaupt 
noch immer der wichtigste Tabakmarkt der Welt ist. Ich sage 
»noch immer«, denn tatsächlich ist auch diese Stellung schon ge 
fährdet, und zwar ist abermals Hamburg die schärfste Gegnerin. 
Da Brasilien neben Niederländisch-Indien der für Deutschland in 
Frage kommende Hauptproduzent von Tabaken ist, sei der sta 
tistischen Entwicklung des Tabakhandels an dieser Stelle mit 
einigen Worten Erwähnung getan. Zur Aufklärung über die Bezüge 
der beiden Städte aus den wichtigsten Tabakländern sei auf Tabelle 19 
verwiesen. 
Der für Bremer Rechnung gekaufte Uniontabak (Kentucky, 
Maryland, Seedleaf, Virginy) wird bis auf einen sehr geringen 
Rest unmittelbar nach Bremen verschifft. Hamburg tritt in nord 
amerikanischer Ware erheblich weniger als Käufer auf. Es darf
	        

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Bremens Warenhandel Und Seine Stellung in Der Weltwirtschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1910.
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