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Der Weg zum Sozialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weg zum Sozialismus

Monograph

Identifikator:
885228731
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-3811
Document type:
Monograph
Author:
Frölich, Paul http://d-nb.info/gnd/123562155
Title:
Der Weg zum Sozialismus
Place of publication:
Hamburg
Publisher:
Verlag der Kommunistischen Arbeiterzeitung
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (32 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Aufgaben der Sozialisierung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weg zum Sozialismus
  • Title page
  • Nationalversammlung und A.- und S.- Räte
  • Die nächsten wirtschaftlichen Aufgaben
  • Die Aufgaben der Sozialisierung
  • Die Praxis der Sozialisierung
  • Die Arbeiterräte

Full text

- 15 -■ 
daß er darin wirklich das höchste Tempo erreicht habe. 
Zwei Hindernisse bestehen vor allem unter seiner Herrschaft. 
Nur die Erfindungen werden ausgenutzt, die Lohn ersparen. 
In der sozialistischen Gesellschaft aber bringen alle Erfin 
dungen Nutzen, die Arbeitskraft sparen. Das Feld ist also 
bedeutend weiter. Die Erfindertätigkeit wird im Kapitalismus 
entmutigt, weil der Erfinder, sei er spekulativer Laie, sei er 
Techniker oder Arbeiter, vom Kapitalisten in der Regel ge 
prellt wird. Der Arbeiter aber, dem die technischen Ideen 
bei der Arbeit selbst kommen, kann sie nicht verwerten, weil 
ihm die Möglichkeit fehlt, .sie wissenschaftlich zu bearbeiten. 
Was da jetzt an Anregungen verloren geht, muß gesammelt 
werden. Mancherlei Mittel sind dazu gegeben. Versuchswerk 
stätten, unter Leitung von Wissenschaftlern, sind allenthalben 
einzurichten, in denen f vorzugsweise Arbeiter mit technischen 
Ideen untergebracht werden müssen. Für solche begabte Ar 
beiter sind technische Kurse eipzurichten, Studienreisen im 
In- und Auslande sind ihnen zu bewilligen, das wird gerade 
den besten Köpfen die Arbeitsfreudigkoit wiedergeben. 
i • v 
Arbeitsteilung und Arbeitswechsel. 
Vor allem muß der Arbeiter aus dem tötenden Einerlei 
der Spezialarbeit heraus. Nicht daß wir auf die Arbeits 
teilung, die überhaupt erst den gewaltigen technischen Fort 
schritt möglich gemacht hat, verzichten wollten. Im Gegen 
teil, die Arbeitsteilung soll gefördert werden. Aber es ist ein 
Unsinn, zu glauben, der Arbeiter würde für eine bestimmte 
Arbeit geschickter, wenn er immer nur sie und keine andere 
verrichtet. Es ist ein Unsinn, einen Arbeiter jahrelang an 
derselben Stanze denselben Handgriff machen zu lassen. 
Mögen seine Glieder auch automatisch denselben Handgriff 
tun, er wird geistig abgestumpft, und mit der Arbeit verödet 
sein ganzes Dasein. Die Arbeitsleistung selber aber wird 
nicht gefördert. Vielmehr ist es notwendig, daß die Arbeiter 
beständig in ihren Spezial Verrichtungen wechseln. Gerade die 
Kriegswirtschaft hat die Ueberschätzung eingelernter, emge* 
fuchster Arbeit offenbart. Wie schnell haben sich ungelernte 
und besonders auch weibliche Arbeitskräfte während des 
Krieges hochentwickelten Arbeitsmethoden angepaßt. Durch 
den beständigen Wechsel in den besonderen Aufgaben des 
Arbeiters, werden Kopf und Körper des Arbeiters frisch er 
halten und allseitig ausgebildet. Es wächst das Interesse an 
der Arbeit. Es regt zu immer neuem Schaffen an. Es stei 
gert die Leistungsfähigkeit des Einzelnen und gibt seinem 
Leben einen wirklichen Inhalt.
	        

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Der Weg Zum Sozialismus. Verlag der Kommunistischen Arbeiterzeitung, 1919.
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