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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Die Pariser Börse
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

88 
Erwin Respondek, 
„Hier treiben alle schädlichen Kräfte zum Kriege, den man führen 
will zur Erfüllung eines krankhaften Ehrgeizes und weil die Bör 
sen London und Paris auf Petersburg spekuliert 
habe n" 1 ). 
Endlich wurde die Spannung gelöst: der europäische Krieg war 
gesichert. 
Bei der Verkündung des Sieges der Kriegspartei löste sich schließ 
lich die Spannung in einem allgemeinen Kurssturze auf. Angstverkäufe 
der kleinen Börsenspekulanten, die durch den Verkauf ihrer Wertpapiere 
ihre Zahlungsbereitschaft oder Kassenbestände auf jeden Fall erhöhen 
wollen, Zwangsverkäufe derjenigen, die mit geliehenen Kapitalien ar 
beiten und denen jetzt einerseits die emporgestiegenen Geldsätze und 
dann die gewaltig gefallenen Kurse die Durchhaltung ihrer spekulativen 
Engagements unmöglich machten und schließlich die Baisse-Attacken 
der berufsmäßigen Spekulation, warfen Riesenbeträge auf den Markt. 
Die Kurse mußten unhaltbar fallen. Die Emissionshäuser konnten wegen 
ihrer ungenügenden Liquidität gegenüber den Forderungen ihrer De- 
positen-Gläubiger keine systematischen Stützungskäufe vornehmen. 
Sie hätten sich aber auch bei den gewaltigen Beträgen, die auf den 
Markt geworfen wurden als vollkommen unzureichend und wirkungs 
los erwiesen. Denn die Erschütterungen auf dem Markte der Staats 
papiere und guter inländischer Effekten waren schon sehr erheblich. Rein 
spekulative Werte unterlagen natürlich dem schärfsten Rückgänge. Um 
weitere Erschütterungen zu verhindern, wurde die Börsentätigkeit am 
29. Juli suspendiert. 
Für diese bewegte Periode bietet der Kurszettel von der Pariser 
Börse die beste zahlenmäßige Anschauung. Einige wichtige Anleihe- 
und Aktien-Papiere mögen in ihrer Kursbewertung hervorgehoben 
werden und zwar an einzelnen Terminen, die für den Gang der Ereig 
nisse gleichsam hervorstehend waren. Dies dürften aus dem Jahre 
1912 der Tag der Kriegseröffnung am Balkan, der 11. Oktober sein. 
Weiterhin der 31. Dezember 1913 als Jahrestermin, der 25. Juli 1914 
als letzter Termin der Ultimonotierungen und schließlich der 28. Juli, 
der Tag der ersten Kriegserklärung Österreich-Ungarns gegen Serbien 
und zugleich der letzte Börsentag (s. S. 89)' 
Am 3. August 1914 entschlossen sich die Börsenbesucher, die Ge 
schäfte wieder aufzunehmen. Jedoch sollte allen spekulativen Aus 
schreitungen entgegengetreten werden, indem man bestimmte, daß nur 
Abschlüsse in Kassageschäften gestattet seien. Die Ultimooperationen 
bleiben für die ganze Dauer des Krieges geschlossen. Aber nur langsam 
entwickelte sich das Börsengeschäft. Am 3. August wurden 12 Werte 
kotiert, darunter auch die 3% % Rente, sowie die 3 % ewige Rente, 
sonst zum großen Teil Eisenbahn-Obligationen. In den nächsten Tagen 
x ) Aus einem Schreiben von Jaures an Vandervelde nach Belgien zwei 
Tage vor seiner Ermordung. Siehe Reichstags-Stenogramm: 40. Sitzung, 6. April 1916, 
S. 89g (Zitat in der Rede von Scheideinan n).
	        

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Die Neuere Entwicklung Des Petroleumhandels in Deutschland. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1906.
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