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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Die Pariser Börse
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

Frankreichs Bank- und Finauzwirtschaft. 
99 
7* 
wären der ganze Aufbau und die vielen Anstrengungen fruchtlos. Für 
die Geldgeber, Banken und Private wird diese Maßnahme nach den bis 
herigen Äußerungen als eine bedeutsame Erleichterung empfunden, und 
die Pariser Börse selbst wird nach der Abstreifung dieser hindernden 
Fesseln allmählich ihre normale Tätigkeit und damit ihre bedeutende 
Rolle als Zentralbörse des Landes wirklich wieder aufnehmen und 
spielen können. 
Bis zum heutigen Tage sind genaue Angaben über die tatsächlichen 
Ergebnisse dieser Regelung nicht zu ermitteln gewesen. Es bleibt daher 
lediglich abzuwarten, ob es der Regierung gelungen ist, den Abbau der 
Ultimo-Engagements bis zum 30. Juni 1916 erwirkt zu haben, oder ob 
aus Gründen der schwachen Kapitalskraft einer Reihe Beteiligter zu 
einer neuen, versteckten Prolongation geschritten werden mußte. 
Wie in den ersten Kriegsmonaten, so entwickelte auch in den wei 
teren Perioden während des Krieges die Pariser Börse kein sonderlich 
bewegtes Leben. Sie steht unter den Zeichen der Unlust und Stagnation, 
die sich fast über alle Werte, abgesehen von einigen wenigen inländischen 
und fremden Spekulationswerten, erstreckt haben. Nur hin und wieder 
wird ein militärisches Ereignis zum kurzen Aufflackern der Speku 
lation benutzt, vermag der Ankauf ausländischer Effekten (Amerikaner) 
für die Valutaregulierung eine wirkliche Notiz zustande zu bringen. Aber 
im wesentlichen dürften die übermittelten Kursnotierungen oftmals 
nur rein nomineller Natur sein. In der großen Linie betrachtet, kann man 
sagen, daß eine unverkennbare Tendenz der Senkung des Gesamtkurs 
niveaus sowohl auf den Anleihe- als auch auf den Industrie-, Bank- und 
anderen Märkten erfolgt. Am deutlichsten geht dies bei einer Betrachtung 
der Kursbewegungen französischer Renten-Anleihen hervor. Die 3 % ewige 
Rente sinkt unaufhaltsam und die 3 % wie 3% % amortisablen Renten 
folgen ihr nach. So kotierte z. B. die 3 % ewige Rente 
Am 31. Dezember 
1912 . . 
■ 89.30 
Kursverlust 
3i- 
1913 . . 
• 85,37 
3.93 
,, 31- 
1914 . . 
. 72,10 
13,27 
31- 
1915 . . 
• 63,75 
8,35 
„ 31. Januar 
1916 . . 
. 61,00 
2,75 
Sie schwankt auch weiterhin gar nicht bedeutsam und hält sich, 
zwischen 61—62 %, bei einem Kurse bisweilen wochenlang. Auch die 
seit Januar 1916 notierte 5 % ewige Rente hat ihren Emissionskurs 
schon unterschritten. Zum Vergleich sind in der Kurstabelle einige 
Werte nach bestimmten Gattungen aufgeführt, die yielleicht die Ge 
samtstimmung und Lage der Pariser Börse genügend kennzeichnen dürften 
(s. S. 100 u. 101). 
Bald nach Ausbruch des Krieges wurde in Frankreich ein syste 
matischer Kampf gegen das Deutschtum entfesselt. Er umschloß vor 
allem das Gebiet des Handels. Zahlreiche Ligen wurden gebildet, -—• 
unter ihnen als bedeutendste die „Ligue antigermanique" — deren Ziel
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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