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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die Kreditinstitute
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft. 
103 
und Pfandbriefobligationen keinen Augenblick. Für eine derartige 
konsequente und erfreuliche Handlungsweise dürften die Kunden ihm 
nur Anerkennung zollen und das Verhalten der Bank um so höher 
veranschlagen, als die Kreditinstitute, wie noch auszuführen sein wird, 
schon vor Ausbruch des Krieges versagten. Um ihre bankmäßige 
Pflicht auf der Passivseite zu erfüllen, mußte die Hypothekenbank 
die aktiven Geschäfte erheblich einschränken und zum Teil einstellen. 
So führte der Credit-Foncier neue Hypothekar-Beleihungsoperationen 
nicht mehr durch und hielt mit den Kreditgewährungen anderer Art 
sehr zurück. Auch in der Folgezeit ruhten die geschäftlichen Trans 
aktionen fast vollkommen und die Leitung des Credit-Foncier spricht 
in ihrem Geschäftsbericht für das Jahr 1915 offen aus, daß die Arbeit 
im Jahre 1914 noch fast normal, im verflossenen Jahre dagegen 
annähernd gelähmt war. Neue Ausleihungen wurden gar nicht vor 
genommen. Der Crödit-Foncier beschränkte sich vielmehr darauf, die 
vor Ausbruch des Krieges in Angriff genommenen Arbeiten allmählich 
zu Ende zu führen. Im Jahre 1915 wurden insgesamt nur 22,6 Mill. Frcs. 
Hypothekar-Darlehen gewährt, während sie für 1914 noch eine Höhe 
von 172 Mill. Frcs. erreichten; die Verringerung beträgt also 149,5 Mill. 
Frcs. Und auch diese geringe Summe, die im Vergleich zu den früheren 
Jahren verschwindet, entspringt nicht etwa wirklichen, neuen Hypo 
theken-Darlehen. Sie stellt die Konsolidierung von Friedens-Kredit 
eröffnungen dar, nachdem jetzt die Baulichkeiten ihrer Vollendung 
zugeführt wurden. In dieser kleinen Ziffer kommt die geringe Aktivität 
des ersten französischen Hypothekarinstituts klar zum Ausdruck. 
Dies kann im Grunde auch wenig überraschen. Das Bedürfnis nach neuen 
Wohnungen, größeren Lagern und Läden ist höchst bescheiden, da durch 
die Unsicherheit der Kriegsvorgänge, die teure Lebenshaltung und 
Eingriffe des Krieges in das Familienleben alles Streben auf Ersparnisse 
gerichtet ist. Damit fehlt der Bautätigkeit jeglicher Anreiz, denn der 
Bauunternehmer wird schon der durch die Gesetzgebung — Miets- 
Moratorium — geschaffenen Lage keinen Reiz abgewinnen können. So 
muß der Realkredit notwendig in den Hintergrund treten, die Bank 
dadurch zur Passivität gedrängt werden. Sie sagt es selbst recht treffend; 
„Für den Credit-Foncier, dessen Tätigkeit durch den Krieg nur geschwächt 
werden konnte, war das Jahr 1915 ein Jahr der Erwartung“ 1 ). 
Mit der Einschnürung der Darlehensgewährung ist auf der anderen 
Seite notwendig der Absatz der Hypothekenpfandbriefe stark beein 
trächtigt. Die umlaufenden Obligationen erreichten 
am 31. Dezember 1914 .... 4581,00 Mill. Frcs.] 
am 31. Dezember 1915 .... 4649,00 „ „ 
d. h. eine Zunahme von nur 68 Mill. Frcs. und von diesem Zuwachs 
entfallen auf Komraunalobligationen 39 Mill. Frcs. oder 57,3 %, da 
gegen auf Hypothekarobligationen nur 29 Mill. Fies, oder 42,7 %. Und 
q L’Economiste Franpais, 22. April 1916, S. 571.
	        

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Die Fabriksparkasse. Carl Heymanns Verlag, 1914.
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