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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die Kreditinstitute
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

HO 
Erwin Respondek, 
einflußt die Gewinn- und Verlust-Bilanz ganz erheblich und zeitigt nur 
kleine Dividenden. 
In der durch die gewaltige Ausdehnung des Krieges neu geschaffenen 
Lage haben die Credit-Mobilier-Banken ihr natürliches Arbeitsgebiet 
verloren. Rußland und sein asiatisches Hinterland bieten keinen Tummel 
platz mehr für breit angelegte Finanzierungen von Eisenbahnen, Wasser 
werken, Baku und seine Petroleumquellen können nicht mehr vom 
französischen Kapital ausgebaut und ausgebeutet werden, die industriellen 
Anlagen aller Art in den exotischen Ländern sind nicht mehr durch 
zuführen. Neugründungen von Banken, Schiffahrts-Gesellschaften, 
Handelshäusern ruhen. Überall ein Bild des Stillstandes und Abwartens, 
da alle Arbeiten durch militärische und wirtschaftliche Notwendigkeiten 
des eigenen Landes bestimmt werden. Aber der Ausfall an Betätigungs 
möglichkeiten in fernen Gebieten kann den Credit-Mobilier-Banken 
keine allzu große Verlegenheit für etwa vorhandenen Arbeitsdrang bringen. 
Sie sind nicht zum Stillstand verurteilt, da an Stelle der Fremdstaaten 
nunmehr das eigene Land getreten ist. Und das eigene Land ist wohl in ’ 
der Lage, jene hohen Kapitalwünsche ausländischer Staaten allein 
abzulösen und den Finanziers hinreichende Arbeitsgelegenheiten für 
lange Zeit zu geben. Es verweist die Banken auf den nationalen Krieg 
und seine Finanzierung. Es gilt Milliarden zu beschaffen. Die 
Credit-Mobilier-Banken haben zunächst nur zögernd, dann aber überaus 
intensiv nach dieser Richtung hin gewirkt. Sie stellen jetzt ihre vollen 
Kräfte in den Dienst der Unterbringung von Werttiteln des franzö 
sischen Staates, der National-Verteidigungswechsel und -Obligationen 
und später der ersten großen Kriegs-Anleihe. In der Finanzierung der 
Auslands-Bezüge suchen sie die Schwierigkeiten der Valuta-Beschaffung 
dadurch abzuschwächen, daß sie neben der Abstoßung fremder, börsen 
gängiger Papiere bei ihren Geschäftsfreunden Krediteröffnungen er 
wirken. Ihre alten und guten Beziehungen zu vielen englischen und ameri 
kanischen Geschäftshäusern, Banken, Industriellen nutzen sie jetzt zum 
großen Vorteil der französischen Regierung für die Kriegslieferungen aus. 
So schreibt u. a. die „Banque de l’Union Parisienne“ in ihrem Geschäfts 
bericht für das Jahr 1915 über diesen Dienst das folgende: „Anderer 
seits haben wir mit Hilfe der ersten Banken und Kreditgesellschaften 
unseres Platzes in der Frage der Verbesserung unserer Wechselkurse 
durch die Initiative der Herren Schneider & Cie und unter ihrer 
Bürgschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika eine langfristige 
Kredit-Eröffnung erlangt in Höhe von 30 Mill. Dollars bei einer Gruppe, 
die sich aus den ersten amerikanischen Banken zusammensetzt“ 1 ). 
Uber die Einwirkungen des Krieges auf die Banques d’affaires geben 
äußerlich auch noch einige Bilanzdaten (S. m) einen relativen Aufschluß. 
Aus diesen kurzen Darlegungen ist wohl ersichtlich, daß die Banques 
d’affaires, eingeengt in ihrer eigentlichen Arbeit, dennoch nicht zur Passi- 
vität verurteilt sind, vielmehr gerade durch ihren internationalen Cha- 
Siehe L'Ecoaomiste Franpais, 15. April 1916, S. 534.
	        

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Acht Gutachten Über Die Sonntagsruhe Im Handelsgewerbe. Verlag von Gustav Fischer, 1905.
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