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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die Kreditinstitute
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

120 
Erwin Respondek, 
papieren zu. Die 3 % Rente stieg durch die stete Nachfrage rasch im 
Kurse. Sie kotierte: 
Im Jahre 1877 70,57% 
„ ,, 1878 74,6i% 
und bereits 1893 105,25 % 
verzeichnete also in 20 Jahren eine für ein Rentenpapier bedeutsame 
Steigerung von rund 35 %. 
Mit diesem scharfen Kursaufstieg war andererseits ein Sinken 
der Zinsrentabilität verbunden, und der Rentner war bald wieder mit 
dieser geringen Verzinsung nicht zufrieden. Er wollte ein noch besseres 
Erträgnis seiner Gelder erzielen. Nun setzten hier Finanz und Politik 
zur gemeinsamen Arbeit ein, um den Kapitalisten ihre Wünsche zu er 
füllen, wobei sie gleichzeitig auch ihre eigenen finanz- und machtpoli- 
tischen Ziele einflechten zu können glaubten. Mit der politischen Freund 
schaft Rußlands zu Frankreich, die im Jahre 1891 zum Bündnis führte, 
der Aufnahme politischer Interessen Frankreichs in den Balkanländern 
und anderen Staaten, setzte die Zeit der schier endlosen Einführung 
großer Anleihen jener Länder für die französische Republik ein. Nicht 
allein die Mehrzahl der europäischen Staaten war ständiger Geldsucher 
am Pariser Kapitalmärkte. Auch die exotischen Staaten appellierten 
an die Kapitalkraft Frankreichs und fanden dort stets williges Gehör. 
Nur auf zwei Faktoren wurde von den französischen Führern bei 
dieser Arbeit streng geachtet — hohe Verzinsung und dann politische 
Freundschaft. Der Rentner zeichnete gern 5 % Russen, Balkanier, 6 % 
Mexikaner. Die Regierung flocht geschickt ihre Ziele hinein, jenes Ver 
langen der zur Herrschaft gelangten politischen Kreise, in fremden Staaten 
wenigstens durch französisches Gold Einfluß zu erlangen. Das National 
gefühl der Franzosen, ihre stark ausgeprägte Leidenschaft nach Ehre, 
Ruhm und Ansehen unterstützten den Staat in seiner eingeschlagenen 
politischen Richtung. Sie zielte auf Vergeltung für die Niederlagen 
in dem 70er Kriege. Was nicht offen ausgesprochen wurde, ließ die „immer 
mehr einseitige Orientierung der Kapitals-Anlage nach rein politischen 
Gesichtspunkten“ 1 ) wohl erkennen. 
Bald bildeten sich bei diesen Transaktionen bei den Banques d’affaires 
als Schöpfer der Auslands-Emissionen und den Depositenbanken als 
ihre Mithelfer und unentbehrlichen Absetzer, in Verbindung mit der 
Regierung und der nicht ausschaltbaren Presse — einzelne Finanzgruppen 
mieten für ihre Transaktionen oft den ganzen Handelsteil der führenden 
Tageszeitungen — ein ganz charakteristischer Weg aus. Jedes Land, 
das in Paris eine Anleihe unter bringen wollte, mußte zunächst im Mini 
sterium des Äußeren vorsprechen, um die Zustimmung zur offiziellen 
Kotierung an der Pariser Börse zu erhalten. Diese Genehmigung wurde 
vom Leiter des auswärtigen Amtes nur unter zwei Bedingungen erteilt: 
9 Siehe Kaufmann, Dr. E. 2. Kriegsheft für Sozialwissenschaft und Sozial 
politik 1915, S. 433.
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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