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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die Kreditinstitute
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft. 
141 
quoten heraus. Jetzt sind sie ausgeschlossen. Und die als Ersatz die 
nenden inneren Anleihen, die französischen Staatsobligationen, bieten 
keinen auch nur annähernden Ausgleich, da der prozentmäßige Sonder 
vorteil sehr gering im Vergleich zu den alten, namentlich an russischen 
Anleihe-Emissionen erzielten Differenzen ist. Neue, aus der Kriegslage 
resultierende Quellen haben sich ihnen bisher nicht erschlossen. Es sei 
denn, daß die Banken durch den Valutahandel die hier vorhandenen 
hohen Spannungen gewinnbringend ausnützen. 
Für das Endergebnis des Bruttogewinnes, das nach diesen Dar 
legungen für die Gesamtheit der Banken in keiner Weise befriedigend 
sein kann, tritt zur Feststellung und zum ziffernmäßigen Nachweis des 
Reingewinns noch ein Moment erheblich beeinflussend hinzu. Das sind 
die stillen und offenen Reservespeisungen zahlreicher Bilanzposten. 
Durch beträchtlich hohe Rücklagen haben die führenden Banken sich 
nicht gescheut, das Gewinnerträgnis zu verkleinern, nur um ihre finan 
zielle Grundlage zu festigen. Im Hinblick auf ihre früheren fehlerhaften 
und Verhängnisvollen Arbeiten, die heutige unsichere Lage und ihre un 
gewisse zukünftige Gestaltung hielten sie es für angebracht, vorzusorgen, 
selbständig und frühzeitig auf eine gesündere Basis zu gelangen, um 
nach Möglichkeit dem am Ende des Jahres 1914 angekündigten 
staatlichen Eingreifen jeden Anhaltspunkt zu nehmen. Soweit ihren 
Bilanzaufstellungen und Berichten dies zu entnehmen ist, dürften sie 
nicht auf dem Unrechten Wege sein. Nur kann heute weder über abso 
lute Richtigkeit und Zweckmäßigkeit der Arbeitsmethoden, noch über 
gesunde Fundierung ihrer Lage gesprochen werden, ebenso nicht vom 
Gegenteil der beiden Dinge, da in diesen Fragen die Einwirkungen des 
Krieges vollends abzuwarten sind, und erst ein gewisser Abstand von 
ihnen nach Friedensschluß gewonnen werden muß, bevor das endgültige 
Urteil gefällt werden kann. 
Zur näheren Unterrichtung mögen noch die wichtigsten Posten aus 
den Bilanzen der drei größten Depositenbanken wiedergr geben werden. 
Namentlich der Credit Lyonnais und das Comptoir National bieten 
durch ihre Monatsausweise eine gute Anschauung von der allmählichen 
Entwicklung ihrer Lage auf der Passiv- und Aktivseite (s. S. 142 u. 143). 
Die Kreditbanken nahmen an den Bestrebungen der Regierung, im 
Auslande Kapitalien aufzunehmen, teil und haben auch Erfolge erzielt. 
Bis zum heutigen Tage ist es aber schwer, hierüber genaue Angaben 
zu erhalten und daher nicht möglich, festzustellen, wieviel Kapitalien 
und zu welchen Bedingungen die Banken bei ihren ausländischen Ver 
bindungen in Form der Krediteinräumung flüssig machen konnten, und 
wo sie überall bereitwillige Darlehnsgeber fanden. Es soll trotzdem ein 
Überblick gegeben werden, wobei vorausgeschickt sei, daß nach Möglich 
keit nur die tatsächlichen Abschlüsse genannt werden unter Ausschal 
tung provisorischer Meldungen, doppelter Bestätigungen aus verschiede 
nen Quellen, die geprüft und bei Übereinstimmung nur einmal angeführt 
wurden.
	        

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Ferdinand Lassalle. Verlag Ullstein & Co, 1919.
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