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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die Kreditinstitute
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

146 
Erwin Respondek, 
J 
Frankreich in Erscheinung traten, ihre Bemäntelung finden konnten, 
zu einer ärgeren Vernachlässigung in der Kapitalsversorgung des fran 
zösischen Handels und der französischen Industrie geführt haben, die 
sich nunmehr, wo es gilt, die heimische Wirtschaft für die außer 
ordentlichen Kriegserfordernisse, leistungsfähig zu machen, rächen. Die 
Industriellen sprechen ihr Urteil auch ruhig aus. So ist es überaus be 
merkenswert, was ein Vertreter der Industriellen, Victor Cam- 
b o n , in einer Rede vor der „Societd des Ingenieurs Civils de France" 
zu diesem wichtigen Punkte in höflicher, aber eindeutiger Sprache aus 
führte. Victor Cambon sagt an einer Stelle seines Vortrages in 
Beziehung zu den Kreditinstituten: 
„Bis jetzt haben sie nur die Gewohnheit gehabt, von der Industrie 
Geld einzunehmen. Sie haben so viel Kapital gehabt, wie sie gewünscht 
haben, und haben das französische Sparkapital immer mehr aufgespei 
chert, vielfach haben sie es auch im Ausland angelegt. Eine derartige 
Tätigkeit ist so einfach und so gewinnbringend. Ein verschuldeter Staat 
braucht 500 Mill. In einer Woche kann er diese Summe haben. Das 
französische Publikum wird zu diesem Zwecke 500 Mill. einzahlen, das 
Kreditinstitut wird dem Schuldner 400 Mill. geben und unter verschie 
denen Bezeichnungen einen Gewinn von 100 Mill. einkassieren. Das 
ist doch viel einfacher und verursacht viel weniger Arbeit, als wenn 
man mit gutem Vorbedacht die gleiche Summe an tausend verschiedene 
Handelshäuser vorschießt“ 1 ). 
Hier ist deutlich zum Ausdruck gebracht, daß die Kreditbanken 
Frankreichs Kraft ins Ausland verlegt haben, damit jeder eigenen 
wirtschaftlichen Festigung und Entfaltung den Boden entzogen und 
Frankreich den Zufällen auf ökonomischem und politischem Gebiete 
in vollkommene Abhängigkeit gebracht haben. Frankreich ver 
säumte und vernachlässigte, was Deutschland in rastloser, intensivster 
Arbeit an sich selbst vollbrachte und Helfferich in den Worten 
zusammenfaßte: „Deutschland hat seine ganze wirtschaftliche Aus 
rüstung erneuert und modernisiert, in der Industrie sowohl wie in der 
Landwirtschaft, in den kommunalen und staatlichen Betrieben. Es 
hat damit seine produktiven Kräfte in einem Maße gesteigert, wie in 
dem gleichen Zeitraum kein anderes Land." Und weiterhin: „Frank 
reich dagegen ist geradezu das Kehrbild unserer Entwicklung: alter 
Reichtum und geringe wirtschaftliche Tätigkeit im Innern, infolgedessen 
starker Überfluß von Kapitalien für Anlagen in ausländischen Werten.“ * 2 ) 
Das Ziel ist verfehlt. Frankreich gefiel sich in dem Scheine einer- 
unerreichbaren und unerschütterlichen finanziellen Kraft, wie ihn die 
stete und hohe Kapitalhergabe im Lande, in den Kreisen der eigenen 
Führer auch hervorrufen mußte. Wäre dies vermieden worden, so hätte 
’) Koloniale Rundschau 1915, Heft 11/12, S. 488 ff.: Frankreich und die industrielle 
Expansion. 
2 ) Helfferich, Karl, Deutschlands Volkswohlstand 1888—1913. Berlin 
19x3, Vorwort S. XI.
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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