Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft. 
151 
führte. Eine „Einkommensteuer“ sollte die gewünschte Entlastung des 
Kleinen und ersehnte Belastung des Großen gewähren, für deren Einführung 
besonders die Linke unter C a i 11 a u x arbeitete, gegen die aber von den be 
sitzenden Klassen ein Kampf entfesselt wurde, dem dieser Finanzminister 
und andere Vertreter der Einkommensteuer zum Opfer fielen. Die Regie 
rung ließ in diesen Wirren den Plan der Deckung des Defizits mittels 
einer Steuer fallen und suchte die Mehrausgaben durch Emission einer 
Rentenanleihe zu decken. Das Finanzministerium entschloß sich, einen 
neuen Rententyp auszugeben. Von allen Seiten wurden jedoch sofort 
gegen die Neuemission einer Rente die schärfsten Bedenken geäußert, 
da man seit 20 Jahren keine Anleihe aufgelegt hatte. Man befürchtete 
eine Erschütterung des Kursniveaus der alten Renten, außerdem wäre 
die Zeit für eine 2000,00 Mill.-Rente, wie sie zunächst geplant wurde, 
nicht vorteilhaft, da der Pariser Markt durch die letzten exotischen 
Anleihen zu geschwächt sei. Der Ausgabebetrag wurde daher auf 1800,00, 
dann auf 1300,00 und schließlich auf 805,00 Mill. Frcs. festgesetzt. Die 
ungünstige Lage des Marktes zwang die Finanzverwaltung, den Typus 
einer tilgbaren Rente zu wählen. Am 7. Juli emittierte sie eine 3% % 
tilgbare Rente zu 91 %, in Höhe von 805,00 Mill. Frcs., die innerhalb 
von 25 Jahren rückzahlbar gestellt wurde. Unter Berücksichtigung 
der eingeräuraten Vorteile ergab sich eine Verzinsung Von 4% %. Diese 
Bedingungen, unter denen die Regierung ihre Kapitalien aufnehmen mußte, 
haben im Inlande und Auslande lebhafte Überraschungen hervorgerufen. 
Jedenfalls sind sie ein Zeugnis für den schweren Druck, der auf den Finanz 
kreisen schon vor Kriegsausbruch lastete. Dafür erfuhr die 3% % Rente eine 
40 fache Überzeichnung. Aber nur zu bald stellte sich dieser Riesenerfolg 
als ein Scheinerfolg heraus. Nachdem die erste Ratenzahlung geleistet 
war, verkauften die Konzertzeichner die ihnen zugeteilten Stücke, und es 
entwickelte sich bald an der Börse in der neuen 3% % Rente eine wilde 
Agiotage. Am 24. Juli 1914 sank der Kurs auf go %. Nach der Fällig 
keit der dritten Rate waren dem Staate insgesamt nur 380,00 Mill. Frcs. 
zugeflossen. Und aus dem Erlös dieser Anleihe sollten die Ausgleichs 
gelder für das Budgetdefizit gezogen werden! In der Zwischenzeit, als 
die politischen Parteien zu keiner Einigung gelangen konnten und da 
durch die Emission der geplanten und ersehnten Anleihe verzögerten, 
mußte das Schatzamt zur Bestreitung der ersten Ausgaben ihre Bons 
du Tresor bei ihren alten Abnehmern placieren, die bis zum 30. April 
1914 gegen 572,00 Mill. Frcs. aufnahmen. Sie sollten durch die Ein 
gänge aus der Rentenanleihe wieder zur Einziehung gelangen. Aber allen 
diesen geplanten Transaktionen, sowie der weiteren friedlichen staats 
finanziellen Entwicklung setzte der Ausbruch des Krieges ein Ende. 
Das Schatzamt stellte am 31. Juli 1914 die Kassenbilanz auf. An 
flüssigen Mitteln waren etwa 430,00 Mill. Frcs. zu zählen, die einesteils 
aus den ersten Einzahlungen der eben aufgelegten 3 % % amort. Rente 
und dann aus dem ständigen Vorschuß der Bank von Frankreich im 
Betrage von 200,00 Mill. Frcs. stammten. Ihnen stand eine schwebende
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Urzeit Und Mittelalter. Heyfelder, 1904.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.