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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft. 
157 
Dekret vom 27. März 1915 auf 4500,00 Mill. Frcs. 
„ „ 8. Mai 1915 auf 6000,00 „ „ 
„ „ ? Juni 1915 auf 7000,00 „ „ 
Rückzahlung der fälligen Wechsel bzw. deren Umtausch in neue 
Abschnitte vollzieht sich Zug um Zug an den öffentlichen Kassen, 
d. h. bei dem Schatzamt, den Verwaltungskassen und Postanstalten. Alle 
Bons werden bei Verfall zu Pari zurückgenommen und genießen a priori 
Vorzugsrechte bei Subskriptionen von künftigen Anleihen. 
Die National - Verteidigungswechsel stellten für die unsichere 
Lago der ersten Kriegsmonate eine durchaus lohnende und vor allem 
vom Gesichtspunkt ihrer Realisierbarkeit aus eine brauchbare, beweg 
liche Kapitalsanlage dar, und ihr Zukunftswert war, dank des einge- 
räuraten Vorzugsrechts für künftige Anleihen, gesichert und gut. Die Ver 
zinsung ist nominell 5 %. Auf 100 Frcs. Werden jedoch nur 95 Frcs. ein 
gezahlt, so daß sich der Zinsfuß in Wirklichkeit auf 5% % erhöht. Die 
kurze Laufzeit, 3, 6 oder xz Monate, ist ganz dem Empfinden und den 
Wünschen des einzelnen angepaßt. Er kann je nach der Kriegslage und 
den eigenen Bedürfnissen seine Kapitalien für kürzere oder längere Zeit, 
also in recht beweglicher Form dem Staate vorschießen. Zweifellos ist der 
Typ, der eine verdeckte, kurzfristige Anleihe sein soll, glücklich gewählt 
und durch die zahlreichen Variationen in Summe, Laufzeit usf. durchaus 
geschmeidig. Die Presse entfaltete eine äußerst rege Propaganda, in der 
sie botonte, daß der Kauf der Verteidigungs-Wechsel nicht nur aus patrio 
tischen, sondern auch aus kapitalistischen Gründen geboten ist. Die 
Banken Verkündeten, daß sie an Stelle des durch das Moratorium angeord 
neten Limits eine höhere Auszahlung zum Zwecke des Ankaufs der Natio 
nal-Verteidigungs-Wechsel effoktuieren werden, so z. B. im September 
an Stelle der dekretierten 20 % etwa 40 % oder 50 % x ). Trotz aller Be 
strebungen und der Devise der nationalen Verteidigung weist der Absatz 
der Schatzscheine, die der Volksmund nach dem Finanzminister R i b o t 
kurz „Ribotins“ nennt, einen nur geringen Erfolg auf. Das Schatzamt 
gab daher auch nur wenige Ziffern über die zirkulierenden Schatzwechsel 
bekannt. Lediglich bei den Erhöhungen der Emissionslimite machte der 
Finanzminister der Kammer einige Angaben. 
Vom 15. September 1914, dem ersten Emissionstage, bis zum 5. 
Oktober waren 217,8 Mill. Frcs. der Verteidigungs-Wechsel abgesetzt 
und zwar * 2 ): 
in der Zeit vom 15.—20. September 51,5 Mill. Frcs. 
„ „ „ „ 21.—25. September 49,4 „ „ 
„ „ „ „ 26.—30. September 51,5 „ » 
„ „ „ „ i.—5- Oktober 65,4 „ 
Insgesamt 217,8 Mill. Frcs. 
1) Vgl. Koppe, a. a. O. S. 741, der die Erschwerung des Absatzes auf das Bank 
moratorium zurückführt. 
2 ) L’Economiste Franpais, No. 40, 30. Oktober 1914, S. 376.
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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