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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

i66 
Erwin Respondek, 
Die Emission dieser Inhaberbons wird dem Schatzamte wohl nur 
geringe Summen einbringen 1 ). Aber dadurch, daß auch der kleinste 
Mann zum Ankauf von Staatspapieren angehalten wird, läßt die Re 
gierung keinen Weg aus dem Auge, sich neue Kapitalsquellen immer 
wieder zu erschließen. Auch die bescheidensten der französischen Sparer 
können durch vereinte Teilnahme an den finanziellen Anstrengungen 
ihres Landes sicherlich willkommene Hilfe leisten. Und jeder Betrag, 
auch ein Sou, ist willkommen. 
Diese drei Formen von Schatzscheinen, wie sie die französische Re 
gierung in der Zeit von Mitte September 1914 bis Ende August 1915 
schuf, tragen den Stempel der Kurzfristigkeit. Sie sind keine Anleihen 
in dem Sinne, wie es den finanziellen Gepflogenheiten und Dogmen 
entspricht, sondern gleichsam nur Anleiheersatz. Ihre endgültige Kon 
solidierung blieb daher ein Problem, das noch der Lösung harrte. Es 
ist aber, bevor in den Betrachtungen über die weiteren Wege und Mittel 
der Kapitalbeschaffung berichtet wird, hier zunächst notwendig, die 
Periode der Schatzschein-Dekretierungen in den Rahmen des Kriegs 
budgets hineinzustellen und zu sehen, welche Krediteröffnun 
gen die Regierung bisher erlangte, und wie die Budgetausgaben sich 
parallel zu den Einnahmen entwickelt haben. 
Bereits am 13. August 1914 erlangte der Finanzminister die Unter 
schrift des Präsidenten der Republik für ein Dekret, das zum Budget 
des laufenden Jahres ergänzende und außerordentliche Kredite eröff- 
nete. Dieser erste Kriegskredit steht nach dem Wortlaut des Erlasses 
den Ministerien der Finanzen, des Auswärtigen und Innern, sowie des 
Krieges und der Marine zur Verfügung. Er wurde mit einer Gesamt 
summe von rund 2754,00 Mül. Frcs. ausgestattet. Von diesem Betrag 
wurden allein 2686,00 Mill. Frcs. für die Kriegskosten abgezweigt, so 
daß für die beiden anderen Gruppen nur 68,00 Mill. Frcs. zur Verfügung 
standen. Die Herbeischaffung dieser Summen lag dem Schatzamte ob, 
das bei der Notenbank den vollen Betrag sukzessive abgehoben hat. 
In den weiteren Kriegsmonaten forderte der Finanzminister eine 
Reihe von neuen Kriegskrediten, die hier nur in ihrer Gesamtziffer an 
geführt sein mögen, da sie von keinen bedeutsamen näheren Erklärungen 
begleitet waren und der Öffentlichkeit nicht bekannt sind. Es wurden 
im Verlauf der ersten fünf Kriegsmonate, also vom 1. August 1914 bis 
zum 31. Dezember 1914, durch Dekrete Kredite eröffnet, die in ihrer 
Gesamtsumme 6441,00 Mill. Frcs. erreichen. Hierzu kam am 22. De 
zember 1914 ein Nachtragskredit von 30,00 Mill. Frcs., von dem aber 
16,00 Mill. Frcs. zurückgezogen wurden. Somit erreichten die Kredite 
für diese Zeit einen Betrag von 6455,00 Mill. Frcs. Hiervon erhielt das 
Ministerium für den Krieg 6092,00 Mill. Frcs. zugewiesen. 
Für das erste Semester des Jahres 1915 forderte der Finanzminister 
einen neuen Kredit, der für die Zeit vom 1. Januar 1915 bis 30. Juni 
b Zahlenmäßige Mitteilungen über Zeichnungserfolge sind bis jetzt nicht zu er- 
mitteln gewesen.
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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